Diplomarbeit, 2007
64 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Analyse der Ressourcen von Fluggesellschaften
2.1. Darstellung der Ressourcen
2.2. Ableiten von Kernkompetenzen
3. Strategische Alternativen
3.1. Traditionelle Netzwerk-Airlines
3.2. Billig-Airlines
4. Schluss
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die differierenden Geschäftskonzepte von Low-Cost-Airlines im Vergleich zu traditionellen Netzwerk-Fluggesellschaften. Unter Anwendung des Ressourcenansatzes (Resource-Based View) wird analysiert, welche spezifischen Ressourcen und daraus resultierenden Kernkompetenzen den jeweiligen Erfolg der beiden Airline-Segmente begründen und welche strategischen Wachstumsoptionen für die Unternehmen bestehen.
2.1. Darstellung der Ressourcen
Ressourcen werden definiert als Bestände an verfügbaren Einsatzfaktoren, die das Unternehmen besitzt oder kontrolliert. Allgemein können diese als Stärken, aber auch Schwächen eines Unternehmens verstanden werden. Jedenfalls benötigt jede Fluggesellschaft eine bestimmte Ausstattung an Vermögenswerten bzw. Ressourcen, um den Flugbetrieb zu beginnen und aufrecht erhalten zu können. Offensichtlich ist die Notwendigkeit eines zu bedienenden Streckennetzes und einer geeigneten Flugzeugausstattung. Ebenso essenziell sind rechtliche Vermögenswerte, Art und Lage der benutzten Flughäfen, Servicebereitschaft sowie die Handhabung von Marketing und Distribution. Auch sollte das Humankapital in einem so personalintensiven Geschäft wie der Luftfahrt berücksichtigt werden, welches insbesondere im Bereich der Service-Politik eine entscheidende Rolle spielt.
Diese Ressourcenkategorien werden im Folgenden näher erläutert und dabei die Unterschiede von Low-Cost- gegenüber traditionellen Fluggesellschaften aufgezeigt.
Die weit fortgeschrittene Deregulierung des seit Anbeginn seiner Existenz unter besonderer staatlicher Aufsicht stehenden zivilen Luftverkehrs in Amerika und Europa bewirkte eine weitreichende Liberalisierung des Wettbewerbs. Jedoch ist der Politik bislang nicht gelungen, einen multilateralen bzw. weltweit einheitlichen rechtlichen Standard zu schaffen, der über das Recht des Überflugs anderer Länder, die Gewährung nicht gewerblicher Zwischenlandungen und Abkommen zur Bestimmung einheitlicher Sicherheitsrichtlinien und Bekämpfung des Terrorismus hinausgeht. Abgesehen von dem bereits erwähnten gemeinsamen EU-Binnenverkehr hat stattdessen jedes Land, welches die eigene zivile Luftfahrt auf ein anderes Land außerhalb der EU ausweiten will, um dessen Zustimmung zu bitten und bilaterale Abkommen auszuhandeln; innerhalb dieser werden Marktzutritt, Kapazität und Tarife festgeschrieben. So existieren weltweit mehr als 3000 solcher bilateralen Verträge.
1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert das rasante Wachstum der Billig-Airlines infolge der Liberalisierung des Luftverkehrs und definiert den Ressourcenansatz als theoretisches Fundament der Arbeit.
2. Analyse der Ressourcen von Fluggesellschaften: Hier werden die wesentlichen Ressourcen wie Streckennetze, Flugzeugflotten und Servicekonzepte identifiziert und daraus die spezifischen Kernkompetenzen von Netzwerk-Airlines sowie Low-Cost-Airlines abgeleitet.
3. Strategische Alternativen: Das Kapitel untersucht Wachstumsstrategien für beide Airline-Segmente, wobei insbesondere das interne Wachstum sowie externe Optionen wie Fusionen, Übernahmen und Allianzbeitritte analysiert werden.
4. Schluss: Der abschließende Teil blickt auf die fortschreitende Konsolidierung der Branche, die Bedeutung externer Einflüsse und die künftige Notwendigkeit zur Anpassung an veränderte Wettbewerbsbedingungen.
Luftverkehr, Billig-Airlines, Netzwerk-Airlines, Ressourcenansatz, Kernkompetenzen, Marktzutritt, Strategische Alternativen, Konsolidierung, Synergieeffekte, Low-Cost-Carrier, Point-to-Point-Verkehr, Hub-and-Spokes-System, Wettbewerbsvorteile, Diversifikation, Service-Orientierung.
Die Arbeit analysiert die Unterschiede der Geschäftsmodelle von Billig-Airlines und traditionellen Netzwerk-Fluggesellschaften auf Basis des strategischen Ressourcenansatzes.
Im Zentrum stehen die Ressourcenanalyse, das Ableiten von Kernkompetenzen und die Identifizierung strategischer Handlungsoptionen für beide Airline-Typen.
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie spezifische Ressourcenbündel in der Luftfahrt zu Kernkompetenzen führen und welche Strategien zur Unternehmensentwicklung in einem zunehmend konsolidierenden Markt Erfolg versprechen.
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die den Ressourcenansatz (Resource-Based View) nutzt, um die Wettbewerbsfähigkeit und strategischen Möglichkeiten der Airlines zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Ressourcen- und Kompetenzanalyse der beiden Segmente sowie die anschließende Untersuchung verschiedener strategischer Wachstumsalternativen wie Fusionen, Allianzen und Diversifizierung.
Wichtige Begriffe sind Luftverkehr, Ressourcenansatz, Kernkompetenzen, Low-Cost-Carrier, Netzwerk-Airlines, Konsolidierung und strategische Alternativen.
Netzwerk-Airlines zeichnen sich durch differenzierte Flotten, Hub-and-Spokes-Systeme und umfassende Serviceangebote aus, während Billig-Airlines auf homogene Flotten, Point-to-Point-Verbindungen und striktes Kostenmanagement setzen.
Allianzen dienen Netzwerk-Airlines dazu, globale Routennetze zu ergänzen und Kundenbindungs- sowie Kosteneffekte zu erzielen, ohne die volle Komplexität einer Fusion in Kauf nehmen zu müssen.
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