Examensarbeit, 2006
133 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 BIOGRAPHIE
2.1 KINDHEIT UND JUGEND
2.2 DAS STUDIUM DER MEDIZIN
2.3 MONTESSORIS ARBEIT MIT GEISTIG BEHINDERTEN KINDERN
2.4 DIE „CASA DEI BAMBINI“
2.5 INTERNATIONALE ENTWICKLUNGEN
2.6 ZUSAMMENFASSUNG
3 DAS VERHÄLTNIS VON KIND UND ERWACHSENEM
3.1 DER KAMPF ZWISCHEN KIND UND ERWACHSENEM
3.2 DAS ENDE DES KAMPFES
3.3 PERSÖNLICHKEITSBILDUNG ALS GRUNDLAGE FÜR DEN FRIEDEN AUF DER WELT
3.4 ZUSAMMENFASSUNG
4 MONTESSORIS ANTHROPOLOGISCHE UND BILDUNGSTHEORETISCHE VORSTELLUNGEN ALS GRUNDLAGE IHRER PÄDAGOGIK
4.1 DIE PRÄNATALE - UND DIE POSTNATALE PHASE
4.2 DIE SENSIBLEN PHASEN
4.2.1 DIE ERSTE ENTWICKLUNGSPHASE VON NULL BIS SECHS JAHREN
4.2.1.1 Teilphase I: null bis drei Jahre
4.2.1.2 Teilphase II: drei bis sechs Jahre
4.2.2 DIE ZWEITE ENTWICKLUNGSPHASE VON SECHS BIS ZWÖLF JAHREN
4.2.3 DIE DRITTE ENTWICKLUNGSPHASE VON ZWÖLF BIS ACHTZEHN JAHREN
4.2.4 DIE VIERTE ENTWICKLUNGSPHASE VON ACHTZEHN BIS VIERUNDZWANZIG JAHREN
4.3 DER ABSORBIERENDE GEIST
4.4 DIE POLARISATION DER AUFMERKSAMKEIT
4.5 DIE NORMALISIERUNG
4.6 DAS KONZEPT DER KOSMISCHEN ERZIEHUNG
4.6.1 DIE KOSMISCHE THEORIE
4.6.2 DIE KOSMISCHE ERZIEHUNG
4.7 ZUSAMMENFASSUNG
5 PÄDAGOGISCHE KONSEQUENZEN MARIA MONTESSORIS
5.1 DIE FREIE ARBEIT
5.2 DIE WAHLFREIHEIT
5.3 DIE VORBEREITETE UMGEBUNG
5.3.1 DAS MATERIAL
5.3.1.1 Die Ästhetik
5.3.1.2 Die Aktivität
5.3.1.3 Die Begrenzung
5.3.1.4 Die Fehlerkontrolle
5.3.2 DER ERZIEHER
5.3.2.1 Die innere Vorbereitung
5.3.2.2 Der passive Erzieher
5.3.2.3 Die Aufgaben des Erziehers
5.4 SOZIALES LERNEN IN ALTERSHETEROGENEN GRUPPEN
5.5 ZUSAMMENFASSUNG
6 PRAXISBEISPIEL
6.1 DIE GRUNDSCHULE K.
6.1.1 DIE SCHULLEITERIN
6.1.2 DAS SCHULPROGRAMM
6.1.3 DIE ELTERN(MIT)ARBEIT
6.2 DIE KLASSE 2A
6.3 DIE PRAKTISCHE UMSETZUNG DER PÄDAGOGISCHEN GRUNDPRINZIPIEN MONTESSORIS
6.3.1 DIE POLARISATION DER AUFMERKSAMKEIT
6.3.2 DIE FREIE ARBEIT
6.3.3 DIFFERENZIERUNG – DIE BERÜCKSICHTIGUNG SENSIBLER PHASEN
6.3.4 DIE VORBEREITETE UMGEBUNG
6.3.4.1 Das Material
6.3.4.2 Der Erzieher
6.3.5 SOZIALES LERNEN
6.4 ZUSAMMENFASSUNG
7 SCHLUSSBETRACHTUNG
8 THESENARTIGE ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die Montessori-Pädagogik von ihren historischen Ursprüngen bis hin zu ihrer modernen Anwendung in der Schulpraxis. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie die zentralen pädagogischen Prinzipien Montessoris, wie die freie Arbeit und die vorbereitete Umgebung, in einer Regelschule praktisch umgesetzt werden können, um die individuelle Entwicklung und Persönlichkeitsbildung der Kinder zu fördern.
2.2 Das Studium der Medizin
Als Voraussetzung für den Beginn eines Studiums der Medizin musste Maria Montessori zunächst zwei Jahre lang Physik, Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität in Rom studieren. 1892 erhielt sie die offizielle Berechtigung, Medizin studieren zu dürfen. Allerdings hatte noch nie zuvor eine Frau ein Medizinstudium begonnen, so dass Montessori sich nicht ohne weiteres an der Universität einschreiben konnte. Der Kultusminister Guido Baccelli informierte Montessori in einem persönlichen Gespräch darüber, dass er es nicht zulassen werde, dass eine Frau Medizin studiert (vgl. Schwegmann 2002, S.50). Doch mit der Unterstützung ihrer Mutter und durch andere ungeklärte Umstände konnte sie ihr Medizinstudium entgegen der allgemeinen Missbilligung beginnen.
Nach ihrem ersten Tag im Anatomischen Institut zweifelte Maria Montessori an der Richtigkeit ihrer Berufswahl. Der Anblick konservierter Organe, Skelette, Schädel und Knochen widerte sie an. Ihr wurde klar, dass in diesen Skeletten und Organen einmal Leben steckte und das erschütterte sie zutiefst: „Das moralische Leben, das diese jämmerlichen Reste beseelt hatte, sein Denken, sein Leiden, brachte mich um…“ (Montessori 1896, zit. nach Kramer 1999, S.51). Doch von der Motivation, mit Menschen arbeiten zu können geleitet, ließ sich Montessori weder von den ungewohnten Anblicken in der Anatomie, noch von den Feindseligkeiten ihrer Kommilitonen oder dem gestörten Verhältnis zu ihrem Vater von ihrem Vorhaben abbringen. Sie blieb hartnäckig wie bereits in ihrer Kindheit und ihr Selbstbewusstsein war durch nichts zu erschüttern. Das bemerkten auch ihre Kommilitonen und so gewann sie allmählich Anerkennung, vorrangig für ihren Fleiß und ihre sehr guten Leistungen.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Montessori-Pädagogik ein und erläutert die Zielsetzung, diese anhand einer Untersuchung an einer Regelschule zu reflektieren.
2 BIOGRAPHIE: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Maria Montessoris nach, von ihrer Kindheit und ihrem Medizinstudium bis zu ihrer Hinwendung zur Pädagogik und ihrer Arbeit mit Kindern.
3 DAS VERHÄLTNIS VON KIND UND ERWACHSENEM: Es wird die Kritik an einem autoritären Erziehungsverhältnis thematisiert und das Ziel einer kindgemäßen Erziehung zur Förderung des Weltfriedens dargestellt.
4 MONTESSORIS ANTHROPOLOGISCHE UND BILDUNGSTHEORETISCHE VORSTELLUNGEN ALS GRUNDLAGE IHRER PÄDAGOGIK: Das Kapitel behandelt die Entwicklungstheorie des Kindes, die Bedeutung sensibler Phasen, den absorbierenden Geist sowie das Konzept der Kosmischen Erziehung.
5 PÄDAGOGISCHE KONSEQUENZEN MARIA MONTESSORIS: Hier werden die konkreten Unterrichtsprinzipien wie Freie Arbeit, Wahlfreiheit und die Vorbereitung der Umgebung hergeleitet und detailliert erläutert.
6 PRAXISBEISPIEL: Die Autorin reflektiert ihre praktischen Erfahrungen in einer Regelschule und untersucht, wie die Montessori-Prinzipien dort unter realen Bedingungen angewendet werden.
7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Einschätzung zur Aktualität und Relevanz der Montessori-Pädagogik für das heutige Bildungssystem.
8 THESENARTIGE ZUSAMMENFASSUNG: Eine strukturierte, thesenartige Wiederholung der wesentlichen Forschungsergebnisse der Arbeit.
Maria Montessori, Montessori-Pädagogik, Reformpädagogik, Freie Arbeit, Vorbereitete Umgebung, Sensible Phasen, Normalisierung, Polarisation der Aufmerksamkeit, Kosmische Erziehung, Kindorientierte Erziehung, Individuelle Förderung, Schulpraxis, Regelschule, Persönlichkeitsbildung, Erzieherrolle
Die Arbeit befasst sich mit der Montessori-Pädagogik, ihrer historischen Entstehung und ihrer praktischen Umsetzung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vergleich der theoretischen Ansprüche mit der Schulpraxis einer Regelschule liegt.
Zu den zentralen Themen gehören die Biographie Montessoris, ihr anthropologisches Menschenbild, die Bedeutung der sensiblen Phasen, das Konzept der Kosmischen Erziehung sowie die methodische Umsetzung durch die freie Arbeit und die vorbereitete Umgebung.
Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit die pädagogischen Prinzipien Montessoris in einer Regelschule, die sich an diesem Konzept orientiert, tatsächlich zur Anwendung kommen und welchen Einfluss sie auf die Förderung der Schüler haben.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer fundierten theoretischen Literaturanalyse und eigenen praktischen Erfahrungen, die sie während eines Schulpraktikums gesammelt und anschließend reflektiert hat.
Der Hauptteil erstreckt sich von der biographischen Herleitung über die theoretischen Grundlagen des Erziehungsverhältnisses und der kindlichen Entwicklung bis hin zur detaillierten Erläuterung der pädagogischen Prinzipien und einem konkreten Praxisbeispiel an einer Grundschule.
Die wichtigsten Begriffe sind das Kind als Baumeister seiner selbst, die Polarisation der Aufmerksamkeit, der absorbierende Geist, die Normalisierung des Kindes und die Rolle des Lehrers als Unterstützer statt als Wissensvermittler.
Der Erzieher agiert nicht als autoritäre Lehrperson, sondern nimmt eine passive, beobachtende und demütige Haltung ein, um das Kind als „Helfer“ bei seinem natürlichen Selbstaufbau zu unterstützen.
Das Material ist unverzichtbar für die Konzentration des Kindes; es dient der ganzheitlichen Förderung, bietet Fehlerkontrolle zur Selbstkorrektur und ermöglicht durch seine Strukturierung den Übergang vom konkreten zum abstrakten Denken.
Die Autorin stellt fest, dass zwar nicht alle Aspekte (wie z.B. jahrgangsübergreifendes Lernen) vollständig umgesetzt werden können, die grundlegende Haltung der Schulleitung und die Achtung der Individualität der Schüler jedoch erfolgreich nach Montessori-Prinzipien gestaltet sind.
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