Bachelorarbeit, 2006
53 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Agenten-basierte Systeme
2.1 Abgrenzung von Agenten, Agenten-Systemen und Multi-Agenten
2.2 Warum werden Multi-Agenten-Modelle für Finanzmarktsimulationen verwendet?
3. Entwicklung eines Kriterienkataloges zur Vergleichbarkeit unterschiedlicher Modelle
3.1 Analyse der Agenten und Zerlegung in Einzelfaktoren
3.2 Der Markt und seine Einzelfaktoren
3.3 Die Umwelt oder die ökonomische Welt
3.4 Initialisierungsannahmen der Modelle
4. Analyse der Modelle anhand des entwickelten Kriterienkataloges
4.1 Modell nach Figlewski
4.2 Modell nach Kim & Markowitz
4.3 Modell nach Day & Huang
4.4 Modell nach Arifovic
4.5 Modell nach Grossman & Stiglitz
4.6 Modell nach LeBaron
4.7 Modell nach Beltratti & Margarita
4.8 Modell nach Levy, Levy & Solomon
4.9 Das „Oxford“ Modell
4.10 Modell nach Chiarella & Iori
5. Zusammenfassung / Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Überblick über bestehende Multi-Agenten-Modelle in der Finanzmarktsimulation zu geben, um deren Vergleichbarkeit durch die Entwicklung eines Kriterienkataloges zu ermöglichen und als Orientierungshilfe für zukünftige Forschungsarbeiten zu dienen.
3.1 Analyse der Agenten und Zerlegung in Einzelfaktoren
Hinter jedem Kauf oder Verkauf steht eine Entscheidung, deshalb ist es wichtig einen Überblick über die Entscheidungsmechanismen zu erlangen. Die Bandbreite reicht von simplen reaktiven bis hin zu komplex agierenden Agenten. Hierauf wird später detaillierter eingegangen.
Unabhängig davon, welche Variante in ein Modell implementiert ist, so ist eine Betrachtung der Informationskanäle elementar, also die Fragestellung, woher der Agent seine Informationen erhält, oder welche Quellen dem Agenten zur Verfügung stehen. Es gibt Agenten, die auf Informationen – beispielsweise Nachrichten – reagieren, es gibt aber auch diejenigen, die sich an das Verhalten von anderen Agenten eines Systems anpassen und deren Entscheidungen imitieren. Wiederum andere erhalten eine Nachricht, die sie anhand einer Tabelle genau interpretieren können. Diese Art von Informationsverarbeitung erfolgt mithilfe des Classifier System. Hierbei erkennt der Agent, welche Bedingungen am Markt herrschen. Je nach Modellierung erhält der Agent Parameter für eine Schätzung für die nächste Periode. Wie Informationen aufgenommen werden bzw. was sie auslösen, ist dann wiederum abhängig von der Zielsetzung des Agenten. Verschiedene Modelle haben unterschiedliche Ansätze hierfür und auch die Zielsetzungen, was es zu maximieren oder zu übertreffen gilt, reichen vom Maximieren einer Nutzenfunktion über das Maximieren des Wohlstandes bis hin zum Übertreffen einer Vergleichsgröße (Benchmark).
1. Einleitung: Einführung in die Finanzmarktsimulation und Begründung der Relevanz von Multi-Agenten-Systemen zur Modellierung komplexer Marktphänomene.
2. Agenten-basierte Systeme: Definition und Abgrenzung grundlegender Begriffe sowie Erläuterung, warum Multi-Agenten-Ansätze für die Lösung komplexer Probleme in Finanzmärkten geeignet sind.
3. Entwicklung eines Kriterienkataloges zur Vergleichbarkeit unterschiedlicher Modelle: Herleitung von Kategorien wie Agenten-Merkmale, Marktformen, ökonomische Umwelt und Initialisierung zur strukturierten Vergleichbarkeit.
4. Analyse der Modelle anhand des entwickelten Kriterienkataloges: Anwendung des erstellten Kriterienkataloges auf zehn ausgewählte wissenschaftliche Modelle zur Evaluation ihrer spezifischen Ansätze.
5. Zusammenfassung / Fazit: Synthese der Erkenntnisse aus der Modellanalyse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Forschungsfeld.
Finanzmarktsimulation, Multi-Agenten-Modelle, Markteffizienz, Künstliche Intelligenz, Classifier System, Genetische Algorithmen, Marktbereinigung, Risikoeinschätzung, Komplexität, Handelsstrategien, Small-World-Netzwerk, Agenten-basiertes System, Entscheidungsmechanismen, Finanzmärkte, Modellvergleich.
Die Arbeit analysiert und evaluiert Multi-Agenten-Modelle im Kontext der Finanzmarktsimulation, um zu verstehen, wie komplexe Marktmechanismen durch agentenbasierte Ansätze abgebildet werden können.
Zentral sind die Untersuchung von Entscheidungsmechanismen der Agenten, verschiedene Marktmechanismen, die ökonomische Umwelt und die initialen Modellannahmen.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Kriterienkataloges, um die Vielzahl existierender Multi-Agenten-Modelle vergleichbar zu machen und als Orientierungshilfe für weitere wissenschaftliche Arbeiten in diesem Bereich zu dienen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Modellanalyse, bei der ein Kriterienkatalog als systematischer Vergleichsrahmen entwickelt und auf zehn bekannte Modelle angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Agenten-Systeme, die Erstellung des Kriterienkataloges und die konkrete Analyse von zehn spezifischen Modellen, von Figlewski bis Chiarella & Iori.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Multi-Agenten-Modelle, Marktbereinigung, Classifier System, Genetische Algorithmen und die Differenzierung zwischen Fundamentalisten und Chartisten.
Die Modelle unterscheiden sich primär durch die Art der Preisbildung, etwa durch Preisanpassungen, Marktbereinigungspreise, den Einsatz von Orderbüchern oder zufälligen Handel.
Sie liefert Aufschluss darüber, wie Agenten miteinander kommunizieren und Informationen austauschen, was wesentlich zur Beurteilung der Realitätsnähe eines Modells beiträgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

