Masterarbeit, 2006
93 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen der optischen Nachrichtentechnik
2.1 Licht als Träger von Information
2.2 Einmodenfaser
2.2.1 Lineare Übertragungsfunktion der SMF
2.2.2 Lineare Störungen
2.2.3 Polarisationsmodendispersion
2.2.4 Nichtlineare Störungen
2.3 Systemkomponenten
2.3.1 Sender
2.3.2 Faserverstärker
2.3.3 Empfänger
2.4 Das System im Überblick
3 Turboentzerrung
3.1 Grundlagen der Kanalcodierung
3.1.1 Blockcode, Coderate, binäre Operationen
3.1.2 Paritätsprüf-Code
3.1.3 Systematischer Coder
3.1.4 Blockcodes in Matrixschreibweise
3.1.5 Log-Likelihood Algebra
3.1.6 Ansatz der Soft-In/Soft-Out Decodierung
3.2 Low Density Parity Check Codes
3.2.1 Codierung
3.2.2 Decodierung
3.2.3 Belief Propagation
3.2.4 Schleifen
3.3 BCJR-Equalizer zur Enzerrung von Intersymbolinterferenzen
3.3.1 ISI-Kanalmodell
3.3.2 Trellis-Diagramm
3.3.3 Funktionsweise
3.4 Iterative Enzerrung
4 Systemrealisierung
4.1 Sender
4.1.1 Quelle
4.1.2 Coder
4.1.3 Interleaver, Deinterleaver
4.1.4 Signalformer
4.2 Kanal
4.2.1 Ausbreitungsgleichung
4.2.2 Split-Step-Fourier-Verfahren
4.2.3 Simulation der Polarisationsmodendispersion
4.2.4 Faserverstärker
4.3 Empfänger
4.3.1 pin-Diode
4.3.2 Sampler
4.3.3 Entzerrer
4.4 Decoder
5 Simulationsauswertung
5.1 Systemspezifikationen
5.2 Bitfehlerratenmessung
5.3 Augendiagramme
5.4 Rauschverteilungen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Turboentzerrung in hochbitratigen optischen Nachrichtensystemen mit Datenraten zwischen 10 und 40 GBit/s, um die Beeinträchtigungen durch Intersymbolinterferenz (ISI) und Rauschen zu reduzieren. Das primäre Ziel besteht darin, den Gewinn durch den iterativen Austausch zwischen Entzerrer und Decoder zu quantifizieren und herkömmliche Empfängerstrukturen bei hohen Bitfehlerraten zu vergleichen.
3.4 Iterative Enzerrung
Bei einem Turboentzerrer gliedert sich das Empfangssystem in einen Entzerrer und einen Decoder, welche untereinander iterativ Informationen austauschen und so an Entscheidungssicherheit gewinnen.
Dieses iterative Entzerrersystem ist zurückzuführen auf den 1993 erstmals von C. Berrou, A. Glavieux und P. Thitimajshima in [BGT93] vorgestellten Ansatz der Turbo-Codes. Hierbei werden zwei parallel oder seriell verkette Faltungscodes iterativ decodiert. 1995 wurde dieser Ansatz erstmals in [DJB95] auf ein Entzerrersystem übertragen. Die Idee besteht darin, den durch Intersymbolinterferenz gestörten Kanal als inneren Faltungscode der Rate R = 1 zu interpretieren, welchen ein beliebiger äußerer Code umgibt. Einen Vergleich zwischen Turbo-Code und Turboentzerrer zeigen die Abbildung 3.13 und 3.14.
1 Einleitung: Beschreibt die steigende Bedeutung der optischen Datenübertragung, die auftretenden Störungen durch ISI und Rauschen sowie den grundlegenden Ansatz der Turboentzerrung.
2 Grundlagen der optischen Nachrichtentechnik: Erläutert physikalische Übertragungseigenschaften von Einmodenfasern, Störungsursachen wie Dämpfung und Dispersion sowie die Funktionsweise zentraler Systemkomponenten.
3 Turboentzerrung: Führt in die Kanalcodierung (LDPC-Codes) und die iterative Entzerrung mittels BCJR-Equalizer ein, um durch Informationsaustausch die Übertragungssicherheit zu erhöhen.
4 Systemrealisierung: Dokumentiert die Entwicklung der Matlab-basierten Simulation des gesamten optischen Übertragungssystems inklusive der Modellierung von Sender, Kanal und Empfänger.
5 Simulationsauswertung: Präsentiert die gewonnenen Ergebnisse anhand von Bitfehlerratenmessungen und Augendiagrammen für verschiedene Systemkonfigurationen unter Berücksichtigung von PMD.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Erfolg der Turboentzerrung in Abhängigkeit von den Systemparametern.
Turboentzerrung, Optische Nachrichtentechnik, Intersymbolinterferenz, LDPC-Codes, BCJR-Equalizer, Glasfaser, PMD, Bitfehlerrate, Signalverarbeitung, Matlab-Simulation, Fehlerkorrektur, Übertragungssysteme, Rauschen, Augendiagramm, Kanalsimulation
Die Arbeit untersucht das Verfahren der Turboentzerrung zur Verbesserung der Signalqualität in hochbitratigen optischen Glasfasersystemen.
Die zentralen Themen sind optische Übertragungstechnik, Kanalcodierung mit LDPC-Codes, iterative Entzerrung und die Modellierung von Störungen wie Dispersion und Rauschen.
Ziel ist es, den Gewinn durch den iterativen Austausch zwischen Entzerrer und Decoder gegenüber konventionellen Empfängern bei hohen Bitfehlerraten zu bestimmen.
Es wird eine umfangreiche, realitätsnahe Simulation des gesamten optischen Kommunikationssystems in Matlab entwickelt und ausgewertet.
Der Hauptteil behandelt die physikalischen Grundlagen, die theoretische Herleitung der Kanalcodierung und des BCJR-Algorithmus sowie die detaillierte Umsetzung dieser Komponenten in eine Simulationsumgebung.
Die wichtigsten Begriffe sind Turboentzerrung, LDPC, Optik, ISI, BCJR und Bitfehlerrate.
Ohne signifikante Intersymbolinterferenz existiert kein wirksamer "innerer Faltungscode" im Kanal, was den iterativen Gewinn der Turboentzerrung verhindert.
Es existiert eine systemabhängige optimale Coderate; wird diese zu niedrig gewählt, wird der Codegewinn durch die erhöhte Bruttodatenrate und die damit verbundenen Signalverzerrungen zunichtegemacht.
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