Diplomarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definition und Begriffe
2.1. Der Vermögensbegriff
2.2. Funktionen des Vermögens
3. Begründungen für Vermögensbezogene Steuern
3.1. Ethische Begründung
3.2. Steuertheorie
3.2.1. Äquivalenzprinzip
3.2.2. Leistungsfähigkeitsprinzip
3.2.2.1. Fundustheorie
3.2.2.2. Opfertheorie
4. Steuerarten
4.1. Formen der Vermögensbesteuerung
4.2. Vermögensteuer
4.2.1. Mögliche Formen der Vermögensteuer
4.2.2. Historische Entwicklung
4.2.3. Ausgestaltung in Deutschland als Sollertragsteuer
4.3. Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
4.3.1. Mögliche Formen der Erbschaft- und Schenkungsteuer
4.3.2. Historische Entwicklung
4.3.3. Ausgestaltung in Deutschland
4.4. Grundsteuer als spezielle Vermögensteuer
4.4.1. Mögliche Ausprägungen der Grundsteuer
4.4.2. Historische Entwicklung
4.4.3. Ausgestaltung in Deutschland
5. Inzidenzeffekte
5.1. Definition Steuerinzidenz und Steuerüberwälzung
5.2. Inzidenz bei der Vermögensteuer
5.2.1. Formale Inzidenz bei der Vermögensteuer
5.2.2. Materielle Inzidenz bei der Vermögensteuer
5.2.2.1. Traglast der Vermögensteuer
5.2.2.2. Breitere Vermögensverteilung
5.3. Inzidenz bei der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
5.3.1. Formale Inzidenz bei Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
5.3.2. Materielle Inzidenz bei Erbschaft- und Schenkungsteuer
5.3.2.1. Motive der Vererbung und resultierende Traglast
5.3.2.2. Vorteilhaftigkeit gleicher ökonomischer Startchancen
5.3.2.3. Breitere Vermögensverteilung
5.4. Gerechtigkeitsaspekte bei Inzidenz
5.5. Inzidenz bei der Grundsteuer
5.5.1. Formale Inzidenz bei Grundsteuer
5.5.2. Materielle Inzidenz bei Grundsteuer
6. Allokationseffekte
6.1. Kontroll- und Nachholfunktion der Vermögensbesteuerung
6.1.1. Kontroll- und Nachholfunktion der Vermögensteuer
6.1.2. Kontroll-, Ergänzungs- und Nachholfunktion der Erbschaft-steuer und Schenkungsteuer
6.2. Ziel Paretooptimalität
6.2.1. Kosten der Vermögensteuer
6.2.2 Kosten der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
6.2.3. Kosten der Grundsteuer
6.3. Wirtschaftliche Lenkungswirkung der Vermögensbesteuerung
6.3.1. Auswirkungen auf die Kapitalbildung
6.3.1.1. Wirkungen der Vermögensteuer
6.3.1.2. Wirkung der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
6.3.1.3. Wirkung der Grundsteuer
6.3.2. Auswirkungen auf die Rechtsformwahl
6.3.2.1. Wirkungen der Vermögensteuer
6.3.2.2. Wirkung der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
6.3.2.3. Wirkung der Grundsteuer
6.3.3. Kapitalflucht in der globalisierten Welt
6.3.3.1. Wirkungen der Vermögensteuer
6.3.3.2. Wirkung der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
6.3.4. Abwanderung in die Illegalität
7. Internationale Entwicklung der Vermögensbesteuerung
7.1. Internationale Entwicklungen bei der Vermögensteuer
7.2. Internationale Entwicklungen bei der Erbschaftsteuer
8. Reformansätze in Deutschland
8.1. Reformansätze in der Vermögensteuer
8.2. Reformansätze in der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer
8.3. Reformansätze in der Grundsteuer
9. Gesamturteil
9.1. Gesamturteil zur Vermögensteuer
9.2. Gesamturteil über die Erbschaft- und Schenkungsteuer
9.3. Gesamturteil über die Grundsteuer
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die ökonomischen Wirkungen und die theoretische Begründbarkeit vermögensbezogener Steuern in Deutschland, um zu bewerten, inwieweit diese fiskalisch sinnvoll und gerecht ausgestaltet sind.
1. Einleitung
Vermögensbezogene Steuern, insbesondere die Vermögensteuer, sind in der politischen Diskussion von steter Brisanz, da das akkumulierte Vermögen Einiger die Begehrlichkeiten des stets in finanziellen Nöten befindlichen Staates weckt. Aus politisch linksorientierten Kreisen wird der Ruf nach einer stärkeren Vermögensbesteuerung immer lauter.
Es werden mannigfaltige Argumente angeführt die diese These stützen sollen. Manche stehen auf einer ökonomisch oder ethisch fundierten Basis, andere hingegen sind reine Polemik, um die Herzen des Wahlvolkes oder der jeweiligen Zielgruppe, zu gewinnen.
Mit den Ressentiments breiter Bevölkerungsschichten gegenüber der Ansammlung von überdurchschnittlichen Vermögen in privaten Händen, der Neiddebatte, wird in diesem Zusammenhang oftmals ein gefährliches Spiel gespielt.
1. Einleitung: Beleuchtet die politische Relevanz der Vermögensbesteuerung und führt in die ökonomische Problemstellung ein.
2. Definition und Begriffe: Definiert die verschiedenen Vermögensarten und deren Funktionen im Wirtschaftsprozess.
3. Begründungen für Vermögensbezogene Steuern: Diskutiert ethische Argumente sowie theoretische Ansätze wie das Äquivalenz- und Leistungsfähigkeitsprinzip zur steuerlichen Begründung.
4. Steuerarten: Systematisiert die Formen der Vermögens-, Erbschaft-, Schenkungs- und Grundsteuer sowie deren historische Entwicklung in Deutschland.
5. Inzidenzeffekte: Analysiert, wer die steuerliche Belastung tatsächlich trägt und untersucht Möglichkeiten der Steuerüberwälzung.
6. Allokationseffekte: Untersucht die Auswirkungen der Besteuerung auf Kapitalbildung, Investitionsentscheidungen, Rechtsformwahl und das Risiko von Kapitalflucht.
7. Internationale Entwicklung der Vermögensbesteuerung: Vergleicht das deutsche Niveau der Vermögensbesteuerung mit anderen Industrienationen und beleuchtet internationale Trends.
8. Reformansätze in Deutschland: Stellt die Konzepte der politischen Parteien zu Reformen der vermögensbezogenen Steuern gegenüber.
9. Gesamturteil: Bietet eine abschließende Bewertung der steuerlichen Eignung und Sinnhaftigkeit von Vermögen-, Erbschaft- und Schenkungs- sowie Grundsteuer.
Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Grundsteuer, Steuerinzidenz, Steuerüberwälzung, Kapitalbildung, Leistungsfähigkeitsprinzip, Äquivalenzprinzip, Standortwettbewerb, Kapitalflucht, Allokationseffekte, Vermögensverteilung, Fiskalpolitik, Steuergerechtigkeit.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Wirkungen und die theoretische Rechtfertigung von vermögensbezogenen Steuern in Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf der steuerlichen Inzidenz (wer trägt die Steuer?), den Allokationswirkungen auf Kapital und Investitionen sowie den aktuellen politischen Reformansätzen in Deutschland.
Das Ziel ist eine wissenschaftliche Beurteilung, ob Vermögen-, Erbschaft- und Grundsteuern unter Berücksichtigung ihrer ökonomischen Folgen und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen sinnvoll und gerecht sind.
Die Arbeit basiert auf einer finanzwissenschaftlichen Analyse, die steuertheoretische Ansätze (wie das Leistungsfähigkeitsprinzip) mit der Auswertung von empirischen Daten und bestehenden Studien kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Systematisierung der Steuerarten, die Inzidenzanalyse, die Untersuchung von Allokationseffekten (z.B. Kapitalbildung) und den Vergleich internationaler Entwicklungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vermögensteuer, Steuerinzidenz, Kapitalbildung, Leistungsfähigkeitsprinzip und Standortwettbewerb charakterisiert.
Der Autor verweist auf Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, die einen direkten Eingriff in die Vermögenssubstanz als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar deklariert haben.
Der Autor sieht die Grundsteuer als solide begründet und administrativ effizient an, weshalb sie sich am ehesten für eine Erhöhung eignen würde, sofern eine Form der Vermögensbesteuerung angepasst werden soll.
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