Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Was ist Technik am Schlagzeug?
1 Das Timing
1.1 Wahrnehmung der zeitlichen Folge in Verbindung mit Aufmerksamkeit, Konzentration, Entspannung und Körperbewusstsein
1.2 Eine Time-Übung
2 Der Schlag mit dem Stick
2.1 Stick Grip – Traditional und Matched Grip
2.2 Die Varianten des Matched Grip – German, French und American Grip
2.3 Das sinnvolle Nutzen der Schwerkraft
2.4 Eigenfrequenz des Sticks
2.5 Schlagtechniken
2.5.1 Free Stroke Technik
2.5.2 Die Moeller-Technik
2.5.3 Der Moeller Stroke
2.5.4 Pumping Motion des Moeller Strokes
3 Fußpedal Technik
3.1 Heel Up und Heel Down
3.2 Eine Fußpedal-Übung
4 Unabhängigkeit am Schlagzeug
4.1 Die Entwicklung der Unabhängigkeit am Schlagzeug
4.2 Vorhandene Literatur zur Unabhängigkeit am Schlagzeug
4.3 Kombination und Präzision zwischen Händen und Füßen
4.4 Klangkombinationen der Hände bei einem Standard Drumset
4.5 Koordination zwischen Händen und Füßen über rhythmische Motive
4.6 Interpretation von rhythmischen Vorlagen
4.7 Das ”4tel Notensystem”
5 Zusätzliche Übungen
5.1 Rhythmische Vorlagen in einem Takt
5.2 Handsätze ”verteilen”
6 Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die grundlegenden Techniken am Schlagzeug zu vermitteln, um Schlagzeugern eine effiziente Bewegungsökonomie und die Verbesserung ihrer technischen Fähigkeiten zu ermöglichen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch ein Verständnis von natürlichen Bewegungsabläufen, Schwerkraft und gezielten Koordinationsübungen die Unabhängigkeit der Gliedmaßen und die musikalische Ausdrucksfähigkeit optimiert werden können.
2.5.2 Die Moeller-Technik
Die Moeller-Technik ist nach Sanford Moeller benannt, der ein „military rudimental snare drummer” (www.intunemag.com/gordy.php) und Lehrer am Anfang des 20. Jahrhundert war. Die Moeller-Technik hat sich niemand ausgedacht. Sie entstand notgedrungen in der Zeit der militärischen Drumcorps, die täglich stundenlang laut trommeln mussten. Moeller beobachtete viele Drummer, einschließlich etlicher Veteranen des Nord und Südstaaten-Konflikts, die noch mit 90 Jahren enorme Power und Schnelligkeit hatten (Famularo 1996, S.3). Durch die Beobachtung begann Moeller ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Bewegungsablauf und Schnelligkeit zu entwickeln (Famularo 1996, S. 3).
Die Drummer schienen eine kraftvolle Bewegung zu entwickeln, die nicht nur aus Muskelkraft sondern auch aus einer gewissen Bewegung heraus erzeugt wurde (Famularo 1996, S.16). Moeller erkannte die Nützlichkeit dieser Bewegung und begann die Technik zu studieren, um sie weiter unterrichten zu können. Schließlich hat er 1925 seine Erfahrungen in „The Moeller Book – The Art of Snare Drumming” veröffentlicht. In dieser Schule wird ein ”umfassendes, flexibles System des Snaredrumspielens dargestellt, das als Basis für andere Arten des Schlagzeugspielens benutzt werden kann” (http:/www.digbydoodle.com/Moeller/MoellerJazz-Rock.html). Den Nutzen, den viele Schlagzeuger aus dem „Moellersystem” ziehen konnten (und immer noch können) war enorm. Erst mit der Zeit hat sich dieses System weiterentwickelt. Mit Hilfe dieser grundlegenden Technik haben Moellers Schüler und andere Schlagzeuger neue Möglichkeiten für Hände und Füße aufgezeigt und neue Maßstäbe in Bezug auf Geschwindigkeit, Kontrolle, Kraft und Ausdauer gesetzt.
Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Drumsets und betont die Notwendigkeit, durch ein Verständnis grundlegender Techniken Fehlbelastungen zu vermeiden und musikalische Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern.
Was ist Technik am Schlagzeug?: Dieses Kapitel definiert Technik als Verbindung zwischen Verstand und Instrument mit dem Ziel, durch effiziente körperliche Bewegungen Kraft, Kontrolle und Ausdauer zu erlangen.
1 Das Timing: Es wird die Bedeutung eines beständigen Zeitempfindens und die Rolle von Konzentration sowie eines Metronoms für eine präzise "Time" erläutert.
2 Der Schlag mit dem Stick: Dieser Abschnitt analysiert verschiedene Grifftechniken, die Nutzung der Schwerkraft und unterschiedliche Schlagtechniken wie Free Stroke und Moeller-Technik.
3 Fußpedal Technik: Es werden die Techniken "Heel Down" und "Heel Up" zur Bedienung der Bassdrum und Hihat sowie deren klangliche Auswirkungen vorgestellt.
4 Unabhängigkeit am Schlagzeug: Dieses zentrale Kapitel behandelt die historische Entwicklung der Unabhängigkeit, analysiert Literatur und bietet Übungen zur Koordination von Händen und Füßen.
5 Zusätzliche Übungen: Hier werden rhythmische Vorlagen und Methoden zur Verteilung von Handsätzen auf das gesamte Drumset für das tägliche Training präsentiert.
6 Zusammenfassung: Der Autor resümiert die Bedeutung der vermittelten Grundlagen für die technische Entwicklung fortgeschrittener Schlagzeuger.
Schlagzeug, Technik, Timing, Unabhängigkeit, Koordination, Moeller-Technik, Free Stroke, Stick Grip, Fußpedal, Rhythmik, Musikerziehung, Bassdrum, Schlagtechnik, Bewegungsökonomie, Drumset
Die Arbeit behandelt die grundlegenden technischen Aspekte des Schlagzeugspiels, mit dem Ziel, Schlagzeugern durch ein tieferes Verständnis von Bewegungsmechanismen eine effiziente Technik und höhere Unabhängigkeit zu vermitteln.
Zentrale Themen sind das Timing, die richtige Stockhaltung, verschiedene Schlagtechniken, Fußpedal-Techniken sowie Methoden zur Entwicklung der Unabhängigkeit zwischen den Gliedmaßen.
Das Hauptziel ist es, einen stilübergreifenden Überblick über essenzielle Techniken zu bieten, die es dem Schlagzeuger ermöglichen, mit einem Minimum an Anstrengung ein Maximum an musikalischem Ausdruck zu erreichen.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse bestehender Schlagzeugliteratur, der Auswertung praktischer Erfahrungen aus dem Studium sowie der systematischen Erläuterung und grafischen Darstellung von Bewegungsabläufen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zum Timing detailliert die verschiedenen Hand- und Fußtechniken sowie komplexe Übungen zur Unabhängigkeit und zur Interpretation rhythmischer Vorlagen analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schlagzeugtechnik, Unabhängigkeit, Koordination, Timing, Moeller-Technik und Bewegungsökonomie geprägt.
Während der Free Stroke den Schlag in seiner natürlichsten, einfachsten Form als Grundlage betrachtet, nutzt die Moeller-Technik eine peitschenartige Wellenbewegung des gesamten Arms, um mit weniger Energieaufwand kraftvollere Schläge und Mehrfachschläge zu erzeugen.
Sie ermöglicht es, mehrstimmige Ideen zwischen Händen und Füßen umzusetzen, die musikalische Ausdrucksweise zu erweitern und sich als Schlagzeuger freier und flexibler in verschiedenen musikalischen Kontexten zu bewegen.
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