Diplomarbeit, 2006
123 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Der M&A-Begriff
2.1. Formen von Mergers & Acquisitions
2.1.1. Unternehmenskooperationen
2.1.2. Unternehmensverknüpfungen
2.2. Strategische Ausrichtung der M&A-Transaktion
2.3. Motive für M&A-Transaktionen
2.3.1. Skaleneffekte
2.3.2. Verbundeffekte
2.3.3. Kernfähigkeiten
2.3.4. Marktmacht
2.3.5. Transaktionskosten
2.3.6. Synergien
2.4. Erfolg von M&A-Transaktionen
2.5. Der M&A-Prozess
2.5.1. Pre-Merger Phase
2.5.2. Transaktionsphase
2.5.3. Post-Merger Phase
2.5.3.1. Integrationsplanung
2.5.3.2. Integrationsdurchführung und -controlling
3. Supply Chain Management
3.1. Definitionen und Begriffsabgrenzung
3.2. Motive für Supply Chain Management
3.3. Ziele des Supply Chain Managements
3.3.1. Normatives Supply Chain Management
3.3.2. Strategisches Supply Chain Management
3.3.3. Operatives Supply Chain Management
3.4. Ansätze zur Optimierung der Supply Chain
3.5. Supply Chain Management als Wettbewerbsvorteil
3.6. Supply Chain Operations Reference-model
3.6.1. Aufbau von SCOR
3.6.2. SCOR Ebenen
3.6.3. Prozessbewertung
4. Supply Chain Management bei M&A-Transaktionen
4.1. Literaturüberblick
4.2. Zusammenhang zwischen Supply Chain Management und M&A-Erfolg
4.3. Supply Chain Management als Quelle und Treiber von M&A-Erfolg
4.3.1. Supply Chain Management als Treiber von M&A-Erfolg
4.3.1.1. Unterstützung der Motive und Ziele von M&A-Transaktionen durch Supply Chain Management
4.3.1.2. Unterstützung der Motive und Ziele von Supply Chain Management durch M&A-Transaktionen
4.3.2. Supply Chain Management als Quelle von M&A-Erfolg
4.3.3. Gegenüberstellung von Synergien und M&A-Zielen
4.4. Synergiekonzept
4.4.1. Herkömmliche Synergiekonzepte
4.4.2. Konzept zur Synergierealisierung mit Hilfe des SCOR-Modells
4.4.2.1. Herangehensweise
4.4.2.2. Stärken des Synergiekonzeptes
4.5. Supply Chain Management im M&A-Prozess
4.5.1. Pre-Merger Phase
4.5.2. Transaktionsphase
4.5.3. Post-Merger Phase
4.5.3.1. Integrationsplanung
4.5.3.2. Integrationsdurchführung
4.6. Zusammenfassung
4.7. Thesen
5. Empirische Studie
5.1. Forschungsprojekt
5.2. Auswertung
5.3. Allgemeines
5.3.1. Absagen
5.3.2. Umfrageteilnehmer
5.3.3. Unternehmen und Branchen
5.3.4. Supply Chain Management bei den untersuchten Unternehmen
5.4. Zufriedenheit mit dem Ausgang der M&A-Transaktion
5.5. M&A-Transaktion
5.6. M&A-Phasen
5.6.1. Pre-Merger Phase
5.6.2. Transaktionsphase
5.6.3. Post-Merger Phase
5.6.3.1. Integrationsart und -niveau
5.6.3.2. Integrationsmaßnahmen
5.7. Zielerreichung und Problemdiskussion ex post
5.8. Die Rolle des Supply Chain Managers/Logistikers bei M&A Transaktionen
6. Conclusio
7. Abstract
Die Arbeit untersucht die bisher wenig beachtete Rolle des Supply Chain Managements (SCM) im Kontext von Mergers & Acquisitions (M&A). Das Hauptziel besteht darin, die Zusammenhänge zwischen SCM und M&A aufzuzeigen und zu belegen, dass eine ganzheitliche Integration der Wertschöpfungsketten ein wesentlicher Treiber für den Erfolg von M&A-Transaktionen ist. Dabei wird insbesondere untersucht, wie SCM zur Realisierung von Synergiepotentialen beitragen kann, um den Unternehmenswert zu steigern.
3.6. Supply Chain Operations Reference-model
Die Darstellung der wichtigsten Supply Chain Ansätze macht deutlich, dass die Entwicklung einer durchgängigen Prozessarchitektur eine zentrale Fragestellung des Supply Chain Managements ist. Zur Optimierung der Wertschöpfungskette müssen die fünf Elemente Strategie, Kennzahlensysteme, Prozesse, Informationssysteme und Organisation gemeinsam gestaltet und optimiert werden. Die gemeinsame Gestaltung der Wertschöpfungskette über die Unternehmensgrenzen hinweg ist jedoch keine leichte Aufgabe. Tabelle 2 auf Seite 32 zeigt einige Definitionen für Supply Chain Management in der wissenschaftlichen Diskussion. In der Praxis gibt es jedoch noch viel unterschiedlichere Auffassungen und Abgrenzungen des Begriffes. Dazu kommt, dass nur wenige Unternehmen ihre Wertschöpfungskette vollständig dokumentieren können. Für die Realisierung des Supply Chain Managements ist ein gemeinsames Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse sowie deren Bewertung unumgänglich.
Einen solchen Standard liefert das SCOR-Modell (Supply Chain Operations Reference-model). Es beschreibt über alle Unternehmensgrenzen und Softwaresysteme hinweg die grundsätzliche Funktionalität einer wettbewerbsfähigen Supply Chain. Dadurch werden die Grundlagen für die gesamtheitliche Analyse, Verbesserung und Umsetzung von Supply Chain Prozessen geboten. Das SCOR-Modell als Prozessreferenzmodell verbindet dabei die drei Managementkonzepte Business Process Reengineering, Benchmarking und das Konzept der Best-Practices Analyse. Abbildung 11 zeigt ihre Zusammenführung zum Prozessreferenzmodell.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von M&A-Transaktionen in der heutigen Wirtschaftspraxis und identifiziert die Notwendigkeit, das Supply Chain Management als strategisches Erfolgsinstrument zur Synergienutzung und Wettbewerbssteigerung in diesen Prozess zu integrieren.
2. Der M&A-Begriff: Dieses Kapitel definiert M&A-Transaktionen als strategisch motivierte Zusammenschlüsse unter Übertragung von Leitungs- und Kontrollrechten, klassifiziert verschiedene Formen und beleuchtet die Motive sowie den prozessorientierten Ablauf einer M&A-Transaktion.
3. Supply Chain Management: Das Kapitel erläutert das SCM-Verständnis als strategische Managementaufgabe zur unternehmensübergreifenden Optimierung der Wertschöpfungskette und führt das SCOR-Modell als Prozessreferenzmodell für die Analyse und Steuerung der Supply Chain ein.
4. Supply Chain Management bei M&A-Transaktionen: Hier werden die beiden Disziplinen zusammengeführt, wobei aufgezeigt wird, wie SCM sowohl als Treiber als auch als Quelle für den Erfolg von M&A-Transaktionen agiert, unterstützt durch ein synergieorientiertes Konzept auf Basis des SCOR-Modells.
5. Empirische Studie: Die Studie untersucht anhand von 53 beantworteten Fragebögen die unternehmerische Praxis und den Entwicklungsstand des SCM bei M&A-Transaktionen, analysiert die Zufriedenheit mit Integrationsmaßnahmen und leitet Handlungsempfehlungen für zukünftige Transaktionen ab.
6. Conclusio: Das Fazit bestätigt, dass trotz einer theoretischen Vernachlässigung das SCM in der Praxis bei M&A-Transaktionen eine wichtige Rolle spielt, jedoch noch großes Verbesserungspotential durch eine frühzeitige und konsequente Integration besteht.
7. Abstract: Das Abstract fasst in englischer Sprache die Kernhypothese zusammen, dass der Erfolg einer M&A-Transaktion eng mit der Integration der beteiligten Supply Chains verknüpft ist.
8. Anhang 1 - Fragebogen: Der Anhang enthält den für die empirische Studie verwendeten Fragebogen, der zur Erhebung des Entwicklungsstandes des Supply Chain Managements und der Prozessgestaltung bei M&A-Transaktionen diente.
9. Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Publikationen auf, die zur theoretischen Fundierung der Arbeit beigetragen haben.
Supply Chain Management, Mergers & Acquisitions, Unternehmenszusammenschluss, Synergien, Wertschöpfungskette, Integrationsplanung, SCOR-Modell, Post-Merger Integration, Due Diligence, Prozessoptimierung, Wettbewerbsvorteile, Unternehmenswertsteigerung, Prozessreferenzmodell, Integrationsmanagement, Empirische Studie.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Supply Chain Managements (SCM) in den Prozess von Mergers & Acquisitions (M&A). Ziel ist es zu untersuchen, wie durch eine gezielte Verzahnung der beiden Bereiche die Erfolgsquote von Unternehmenskäufen und -fusionen durch Synergieeffekte gesteigert werden kann.
Die zentralen Themenfelder sind die theoretische Fundierung von M&A-Prozessen, die Definition und Optimierung von Supply Chains (unter Nutzung des SCOR-Modells), die Identifikation von Synergiepotentialen bei Unternehmenszusammenschlüssen sowie die empirische Analyse der SCM-Integration in der Unternehmenspraxis.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, dass SCM einen wesentlichen Beitrag zum M&A-Erfolg leistet. Die Arbeit erforscht, wie SCM als Treiber und Quelle von Erfolg fungieren kann und präsentiert ein Konzept, um Synergien entlang der Wertschöpfungskette effektiv zu identifizieren und zu realisieren.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer quantitativen Befragung durchgeführt. Dabei wurden 409 Unternehmen kontaktiert, und 53 verwertbare Fragebögen von Entscheidungsträgern aus den Bereichen Unternehmensführung, SCM/Logistik und M&A ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in M&A und SCM, die Zusammenführung beider Konzepte zu einem Synergiekonzept, die detaillierte Betrachtung der SCM-Rolle in den drei Phasen des M&A-Prozesses (Pre-Merger, Transaktion, Post-Merger) und die Auswertung der empirischen Studie.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Supply Chain Management, Mergers & Acquisitions, Synergierealisierung, SCOR-Modell, Post-Merger Integration und Wertschöpfungsketten-Integration charakterisiert.
Das SCOR-Modell dient als Standard für die Prozessreferenzierung. Es ermöglicht eine strukturierte, branchenunabhängige Identifikation und Bewertung von Prozessen, was die Vergleichbarkeit (Benchmarking) und damit die systematische Synergiehebelung zwischen zusammengeschlossenen Unternehmen erheblich vereinfacht.
Die Studie empfiehlt dringend eine frühzeitige Einbindung von SCM-Verantwortlichen bereits in der Pre-Merger Phase und die Durchführung einer dedizierten Supply Chain Due Diligence, um eine realistische Bewertung der Synergiepotentiale zu ermöglichen und Integrationsrisiken frühzeitig zu adressieren.
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