Diplomarbeit, 2002
109 Seiten, Note: sehr gut
Diese Diplomarbeit untersucht Wolfgang Hilbigs Roman "Das Provisorium" aus politikwissenschaftlicher Perspektive. Ziel ist es, die sozialwissenschaftliche Relevanz von belletristischer Literatur und ihre Ergiebigkeit für die Politikwissenschaft zu belegen.
Die Vorbemerkung erläutert die Idee, einen literarischen Text als Material für eine politikwissenschaftliche Untersuchung zu verwenden. Die Einleitung führt in die Thematik „Literatur und Politik“ ein, beleuchtet verschiedene Perspektiven auf den Politischen Begriff und untersucht das Verhältnis von Wissenschaft und Literatur.
Der zweite Abschnitt widmet sich Wolfgang Hilbig als Autor und seiner Biografie sowie der Frage, ob seine Prosa als sozialwissenschaftliches Material betrachtet werden kann. Die dritte Sektion beinhaltet eine tiefgehende Textanalyse von "Das Provisorium", inklusive der Beschreibung des Inhalts, der Erzählsituation und der thematischen Ebenen, wie Fremdheit, Orientierungslosigkeit und Selbstzerstörung, sowie dem Verhältnis zwischen Ost und West.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie der deutsch-deutschen Geschichte, der politischen Kultur der DDR, der Wendezeit, den Folgen der Wiedervereinigung, sowie der Frage, ob und wie Literatur als politikwissenschaftliches Material genutzt werden kann. Wichtige Schlüsselbegriffe sind: Literatur als Als-ob-Welt, DDR-Forschung, Transformationsliteratur, Fremdheit, Orientierungslosigkeit, Selbstzerstörung, Machtgefüge, sozialer Wandel.
Ja, die Arbeit nutzt Wolfgang Hilbigs Roman "Das Provisorium", um die Ergiebigkeit belletristischer Texte für die politikwissenschaftliche Forschung zu demonstrieren.
Der Roman behandelt die Erfahrungen eines DDR-Schriftstellers im Westen, die Orientierungslosigkeit zwischen den Systemen und die Folgen der Wiedervereinigung.
Die Arbeit untersucht Motive wie Fremdheit, Konsumkritik im Westen und den Determinismus sowie die "Nicht-Existenz" in der DDR-Vergangenheit.
Es beschreibt die Fähigkeit der Literatur, Realität fiktional zu spiegeln und dadurch tieferliegende soziale und psychologische Wahrheiten greifbar zu machen.
Die Arbeit prüft, ob der Text eher als Chronik der Ereignisse oder als tiefergehender Erklärungsansatz für die gesellschaftliche Krise der Wendezeit zu sehen ist.
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