Diplomarbeit, 2006
127 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Definitionen
2.1 Einkommensbegriffe
2.2 Arten von Einkommensverteilungen
2.3 Einkommenskonzentration
2.4 Armut und Reichtum
2.5 Einkommensmobilität
3 Konzepte der statistischen Auswertung
3.1 Lageparameter
3.2 Graphische Auswertung
3.3 Konzentrationsmaße
3.3.1 Gini-Koeffizient (G)
3.3.2 Theil-Koeffizienten (Tb,t)
3.3.3 Atkinson-Indices (Aε)
3.3.4 Überblick über weitere Konzentrationsmaße
3.3.5 Beispiel als Sensitivitätstest der Konzentrationsmaße
3.4 Armuts- und Reichtumsmaße
3.4.1 Foster-Greer-Thorbecke-Maße (FGTπ)
3.4.2 Relatives Reichtumsmaß
3.4.3 Überblick über weitere Armuts- und Reichtumsmaße
3.5 Mobilitätsmaße
3.5.1 Mobiltiätsmatrix (M)
3.5.3 Shorrocks-Maß (S)
3.5.3 Überblick über weitere Mobilitätsmaße
4 Datengrundlage zur Einkommensverteilung in Deutschland
4.1 Datengrundlage dieser Arbeit
4.1.1 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)
4.1.2 Lohn- und Einkommenssteuerstatistik (LESS)
4.1.3 Sozioökonomisches Panel (SOEP)
4.1.4 Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS)
4.2 Überblick über weitere einkommensstatistische Datenquellen
5 Empirische Ergebnisse zur Einkommensverteilung in Deutschland
5.1 Funktionelle Einkommensverteilung
5.2 Sektorale Einkommensverteilung
5.3 Soziodemographische Einkommensverteilung
5.3.1 Einkommensverteilung nach Alter
5.3.2 Einkommensverteilung nach Geschlecht
5.3.3 Einkommensverteilung nach sozialer Stellung
5.3.4 Einkommensverteilung nach Haushaltstyp
5.4 Regionale Einkommensverteilung
5.5 Personelle Einkommensverteilung
5.5.1 Wachstum und Verteilung der Markteinkommen
5.5.2 Zusammensetzung der Einkommen
5.5.3 Wachstum und Verteilung der verfügbaren Einkommen
5.6 Einkommenskonzentration
5.7 Umverteilungseffekte durch staatliche Eingriffe in die Einkommensverteilung
5.8 Armut und Reichtum
5.8.1 Entwicklung von Armut und Reichtum
5.8.2 Struktur von Armut und Reichtum
5.9 Einkommensmobilität
6 Antworten auf zentrale Fragestellungen der Einkommensverteilung
6.1 Einkommenskonzentration: Zunahme oder Abnahme?
6.2 Armut und Reichtum: Polarisierung oder Egalisierung?
6.3 Ost- und Westdeutschland: Ausweitung oder Angleichung?
6.4 Umverteilung: Ausbau oder Abbau des Sozialstaats?
6.5 Einkommensmobilität: Zunehmende Dynamik oder zunehmende Stabilität?
7 Die Einkommensverteilung in Deutschland im OECD-Vergleich
7.1 Datengrundlage zur Einkommensverteilung in den OECD-Ländern
7.1.1 Überblick
7.1.2 Die Luxembourg Income Study (LIS)
7.2 Empirische Ergebnisse zur Einkommensverteilung in den OECD-Ländern
7.2.1 Arbeitseinkommensquoten im Vergleich
7.2.2 Einkommenskonzentration im Vergleich
7.2.3 Ausmaß an Umverteilung im Vergleich
8 Anforderungen an eine optimale Einkommensstatistik
8.1 Erhebungsaufbau
8.2 Auswertung
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland im Zeitraum von 1990 bis 2005. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine fundierte Analyse verschiedener empirischer Datengrundlagen zu klären, ob aktuelle Trends eher durch die Theorie der Kuznets-Kurve oder durch das Modell des „Great U-Turn“ gestützt werden.
1 Einführung
“But in different stages of society, the proportions of the whole produce of the earth which will be allotted to each of these classes [Grundbesitzer, Kapitalgeber und Arbeiter; Anm.d.Verf.] will be essentially different; (…). To determine the laws which regulate this distribution, is the principal problem in political economy.”
Ricardo weist hiermit auf die Volatilität der Einkommensverteilung hin, die ihre fortlaufende Beobachtung rechtfertigt. Gleichzeitig stellt er die Frage nach der Verteilung des Einkommens einer Volkswirtschaft auf dessen Klassen in das Zentrum des wirtschaftspolitischen Interesses. Doch waren die Schwerpunkte des politischen Handelns in der Folge oftmals nicht auf Verteilungsfragen gerichtet. Blümle stellt fest, dass in Zeiten starken Wirtschaftswachstums und Vollbeschäftigung die Einkommensverteilung in den Hintergrund tritt.
1 Einführung: Hinführung zur Bedeutung der Einkommensverteilung und Zielsetzung der Arbeit.
2 Definitionen: Erläuterung der relevanten Einkommensbegriffe und Abgrenzung verschiedener Verteilungsarten.
3 Konzepte der statistischen Auswertung: Detaillierte Vorstellung statistischer Maße zur Erfassung von Konzentration, Armut, Reichtum und Mobilität.
4 Datengrundlage zur Einkommensverteilung in Deutschland: Bewertung der wesentlichen Datenquellen (VGR, LESS, SOEP, EVS) für die empirische Analyse.
5 Empirische Ergebnisse zur Einkommensverteilung in Deutschland: Umfassende Auswertung der Längs- und Querschnittsdaten hinsichtlich Konzentration, Umverteilung und Mobilität.
6 Antworten auf zentrale Fragestellungen der Einkommensverteilung: Synthese der empirischen Befunde zu den zentralen Forschungsfragen.
7 Die Einkommensverteilung in Deutschland im OECD-Vergleich: Einordnung der deutschen Ergebnisse im internationalen Kontext anhand von LIS-Daten.
8 Anforderungen an eine optimale Einkommensstatistik: Diskussion von Verbesserungsvorschlägen für das einkommensstatistische Berichtssystem.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der Einkommensverteilung und Ableitung politischer Implikationen.
Einkommensverteilung, Einkommenskonzentration, Einkommensmobilität, Armut, Reichtum, Gini-Koeffizient, Umverteilung, SOEP, EVS, VGR, LESS, OECD-Vergleich, Wohlfahrt, Sozialstaat, Einkommensstatistik.
Die Arbeit analysiert die Dynamik und die strukturelle Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland von der Wiedervereinigung 1990 bis zum Jahr 2005.
Die Arbeit fokussiert auf Einkommenskonzentration, Armut, Reichtum, soziale Umverteilung durch den Staat sowie die Einkommensmobilität innerhalb der deutschen Gesellschaft.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob die empirische Entwicklung der Einkommen in Deutschland eher der klassischen Kuznets-Kurve folgt oder den neueren U-Turn-Hypothesen entspricht.
Die Analyse stützt sich auf eine breite Palette statistischer Maße wie den Gini-Koeffizienten, Atkinson-Indices, Theil-Koeffizienten sowie FGT-Armutsmaße und Mobilitätsmatrizen.
Der Hauptteil befasst sich nach der methodischen Grundlegung mit der umfassenden empirischen Auswertung nationaler Datenquellen sowie einem internationalen Vergleich innerhalb des OECD-Raums.
Wichtige Begriffe sind Einkommenskonzentration, personelle vs. funktionelle Einkommensverteilung, staatliche Umverteilungseffekte, relative Armut und die Qualität einkommensstatistischer Erhebungen.
Die Arbeit beleuchtet den Angleichungsprozess und das verbleibende Gefälle zwischen den alten und neuen Bundesländern, wobei insbesondere die Auswirkungen des Transformationsprozesses auf die Einkommensstruktur betrachtet werden.
Der Autor fordert eine Priorisierung der Einkommensstatistik für fundierte Entscheidungen und weist darauf hin, dass eine gezielte Bildungsförderung entscheidend ist, um Armutsgefährdung langfristig zu reduzieren.
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