Magisterarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1. Politische Meinungsbildung
1.2. Strategische Kommunikation
2. Vorgehensweise: Ziel der Analyse
3. Die Funktion der Fernsehansprache
4. Die Argumentation
4.1. Argument und Argumentation
4.2. Argumentationstheorie
4.2.1. Aufbau der Argumentkomponenten
4.2.2. Das Toulminsche Konzept
4.2.3. Die Topik
4.2.4. Die Gültigkeit von Argumenten
5. Argumente der amerikanischen Kriegsrhetorik: War Rhetoric
6. Analyse der Argumente in den Reden von Bush und Schröder
6.1. Vorgehen bei der Analyse
6.2. Analyse der Rede des US-Präsidenten George W. Bush vom 17.03.2003
6.3. Analyse der Rede des US-Präsidenten George W. Bush vom 19.03.2003
6.4. Analyse der Rede des ehm. Bundeskanzlers Schröder vom 18.03.2003
6.5. Analyse der Rede des ehm. Bundeskanzlers Schröder vom 20.03.2003
7. Sprache in der Politik
7.1. Einleitung
7.1.2 Bedeutungsgehalt von Begriffen
7.1.3 Polarisierung
8. Analyse und Interpretation rhetorischer, syntaktischer und anderer sprachlicher Mittel
8.1. Vorgehensweise
8.2. Übersicht: Fremd- und Eigengruppenreferenz (Bush 17.03 und 19.03.2003)
8.3. Analyse der Rede des US-Präsidenten George W. Bush vom 17.03. und 19.03.2003
8.3.1. Charakterisierung der Eigengruppe
8.3.2. Legitimation des Krieges
8.3.3. Beschönigung des Krieges
8.3.4. Charakterisierung der Fremdgruppe
8.3.5. Die US-Mission: Freiheit und Selbstbestimmung
8.3.6. Erzeugung von Pathos
8.4. Übersicht: Fremd- und Eigengruppenreferenz (Schröder 18.03.und 20.03.2003)
8.5. Analyse der Rede von Schröder vom 18.03. und 20.03.2003
8.5.1. Zusicherung: Deutschland wird sich nicht am Krieg beteiligen
8.5.2. Klare Worte: Statt Verharmlosung des Krieges
8.5.3. Beschreibung der Fremdgruppe: Der Irak aus Sicht Schröders
8.5.4. Bestärken der eigenen Position
8.5.5. Deutschland wird seiner internationalen Verantwortung gerecht
8.5.6. Zusicherung: Deutschland wird sich nicht am Krieg beteiligen
8.6. Überblick der verwendeten Argumente und Topoi von Bush und Schröder
9. Vergleich der Argumente und rhetorisch-sprachlichen Mittel: Bush vs. Schröder
9.1. Mittel zur tendenziösen Faktendarstellung
9.2. Pathos
10. Fazit
Die Arbeit analysiert die rhetorischen und argumentativen Strategien in ausgewählten Fernsehansprachen von US-Präsident George W. Bush und dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder während der Irak-Kriegs-Krise 2003, um aufzuzeigen, wie politische Akteure durch Sprache versuchen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Regierungsentscheidungen zu legitimieren.
Die Funktion der Fernsehansprache
Da die Fernsehansprachen in dieser Analyse primär unter rhetorischen Gesichtspunkten analysiert werden sollen, ist zum besseren Verständnis der Funktion politischer Texte eine Einordnung in die klassischen rhetorischen Gattungen von Aristoteles sinnvoll. Hierzu werde ich mich hauptsächlich auf das Buch von Clemens Ottmers „Rhetorik“(1996) beziehen, da es primär auf der klassische aristotelische Rhetorik basiert, aber auch neuere Ansätze hinzuzieht.
Aristoteles schlug ein dreigliedriges Schema aus politischer Staatsrede, juristischer Rede und Lob- und Festrede vor. Eine Fernsehansprache ist demnach der Gattung der politischen Staatsrede zuzuordnen. Schon in der Antike wurde die Rhetorik in politischen Prozessen zur Meinungsbildung und demokratischen Entscheidungsfindung eingesetzt.
1. Einleitung: Beschreibt die theoretischen Grundlagen der politischen Meinungsbildung und die Rolle strategischer Kommunikation in der Politik.
2. Vorgehensweise: Ziel der Analyse: Erläutert die methodische Herangehensweise bei der Untersuchung der Argumente und rhetorischen Mittel der untersuchten Redner.
3. Die Funktion der Fernsehansprache: Analysiert die Fernsehansprache als spezielles Genre der politischen Kommunikation und deren Einordnung in die aristotelischen Gattungen.
4. Die Argumentation: Vermittelt theoretische Grundlagen zu Argumentationstypen, Topik und Fehlschlüssen, die für die nachfolgende Analyse zentral sind.
5. Argumente der amerikanischen Kriegsrhetorik: War Rhetoric: Untersucht die spezifischen rhetorischen Traditionen und wiederkehrenden Muster in US-amerikanischen Kriegsreden.
6. Analyse der Argumente in den Reden von Bush und Schröder: Bietet eine detaillierte argumentative Analyse der vier ausgewählten Reden von Bush und Schröder.
7. Sprache in der Politik: Untersucht die semantische und strategische Bedeutung von Sprache sowie Begriffe und Polarisierung in der politischen Kommunikation.
8. Analyse und Interpretation rhetorischer, syntaktischer und anderer sprachlicher Mittel: Detaillierte Untersuchung der sprachlichen Ausgestaltung der Argumente hinsichtlich Fremd- und Eigengruppenreferenz, Beschönigung und Pathos.
9. Vergleich der Argumente und rhetorisch-sprachlichen Mittel: Bush vs. Schröder: Führt die Analyseergebnisse zusammen, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Redner zu kontrastieren.
10. Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Wirkung der eingesetzten rhetorischen Strategien.
Politische Rhetorik, Irak-Krieg 2003, George W. Bush, Gerhard Schröder, Argumentationstheorie, War Rhetoric, politische Sprache, Persuasion, Fernsehansprache, Sprachanalyse, Topoi, Polarisierung, Legitimation, Kriegsberichterstattung, Öffentlichkeitsarbeit
Die Magisterarbeit untersucht, wie politische Akteure in Fernsehansprachen Sprache einsetzen, um ihre Regierungsentscheidungen – konkret im Kontext des Irak-Krieges 2003 – rhetorisch zu legitimieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Argumentationstheorie, der amerikanischen „War Rhetoric“, der Sprache in der Politik sowie der vergleichenden Analyse rhetorischer und sprachlicher Mittel.
Ziel ist es, die argumentativen und sprachlich-rhetorischen Strategien der Redner aufzudecken, um deren persuasive Funktion und mögliche Manipulationsversuche in der politischen Kommunikation sichtbar zu machen.
Es wird eine rhetorisch-argumentative Analyse auf Basis der aristotelischen Rhetorik sowie weiterführender Ansätze wie dem Toulminschen Modell und der Topik-Lehre durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Argumentationsstrukturen von Bush und Schröder, gefolgt von einer Untersuchung der verwendeten sprachlichen Mittel, wie Euphemismen, Metaphern und Polarisierungsstrategien.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie politische Rhetorik, War Rhetoric, Persuasion, Polarisierung und Legitimationsstrategien aus.
Während Bush stark auf Polarisierung, das „War Rhetoric“-Schema und eine Vielzahl an Topoi setzt, um einen Präventivschlag zu begründen, setzt Schröder auf eine eher neutralere Charakterisierung, um eine friedliche Lösung innerhalb des UN-Rahmens zu betonen.
Die MVW dienen bei Bush als zentrales Argument für die akute Bedrohung, während Schröder die Entwaffnung des Irak nicht als notwendigen Grund für einen Krieg, sondern als Ziel für diplomatische Bemühungen unter UN-Mandat anführt.
„Freiheit“ wird als zentrales „Miranda“ (positives Schlagwort) genutzt, um die US-Mission als Befreiungsakt zu framen, wobei Bush individuelle Freiheit und Selbstbestimmung als universell anstrebenswerte Ideale postuliert.
Nein, die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der rhetorischen Mittel und Intentionen der Redner; eine empirische Untersuchung der Wirkung beim Publikum wird explizit nicht vorgenommen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

