Masterarbeit, 2006
119 Seiten, Note: 1,1
1 Einführung
1.1 Fragestellung
1.2 Ziel
1.3 Grundlagen
1.4 Aufbau
2 Marktforschung und Ausrichtung: Die strategische Ebene
2.1 Engagementsituation
2.2 Rahmenbedingungen
2.3 Personengruppen
2.4 Motive
2.5 Handlungsmöglichkeiten
3 Personalmarketing: Die taktische Ebene
3.1 Leistungspolitik
3.2 Kommunikationspolitik
3.3 Distributionspolitik
3.4 Anreizpolitik
4 Beschaffung und Verfügbarkeit: Die operative Ebene
4.1 Beschaffungsarten
4.2 Beschaffungswege
4.3 Verfügbarkeit
5 Untersuchungskonzept
5.1 Untersuchungsziel
5.2 Durchführung
5.3 Auswertung
6 Untersuchungsergebnisse
6.1 Bedürfniseinschätzung und Bedürfnisse
6.2 Fördermaßnahmen und Wahrnehmung
6.3 Fördermaßnahmen und Bedürfnisse
6.3.1 Managementebene
6.3.2 Faktorenebene
6.3.3 Itemebene
6.4 Spezielle Problemfelder
6.4.1 Tätigkeitsbereiche
6.4.2 Mitgliederwerbung
6.4.3 Freistellung
6.4.4 Doppelmitgliedschaft
6.5 Zusammenfassung
7 Fazit
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, konkrete Ansatzpunkte für eine systematische kommunale Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Freiwilligen Feuerwehren zu identifizieren, um deren Funktionsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit ein Abgleich zwischen den Bedürfnissen der Ehrenamtlichen und der tatsächlichen Fördersituation der Kommunen ungenutzte Potenziale aufdeckt und welche personalwirtschaftlichen Maßnahmen zur Optimierung beitragen können.
1.1 Fragestellung
Der Bericht der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ wie auch der sogenannte Freiwilligensurvey zeigen, dass durchaus ehrenamtliches Potential vorhanden ist. Dies gilt es aus Sicht der Kommunen systematisch zu fördern, d.h. zu erschließen und zu erhalten, um größtmöglichen Nutzen daraus ziehen zu können. Wie aber sieht eine systematische Förderung aus?
Auf diese Frage soll der theoretische Teil der Arbeit aus dem Blickwinkel des Personalmanagements Lösungsansätze liefern. Dazu wird untersucht, in wieweit die Grundsätze des Personalmanagements für gewinnorientierte Unternehmen auf ehrenamtliche Arbeit übertragen werden können. Die Möglichkeiten der Personalgewinnung und -erhaltung sollen unter Berücksichtigung der besonderen Funktionsweise des ehrenamtlichen Engagements bei der Freiwilligen Feuerwehr dargestellt werden. Um die Fördermöglichkeiten des Personalmanagements systematisch zu gliedern, werden Personalbeschaffung und -erhaltung in Anlehnung an die Unternehmensführung in die drei von Scholz unterschiedenen Managementebenen unterteilt. Dies sind die strategische Ebene, die taktische Ebene und die operative Ebene.
Auf strategischer Ebene der Personalbeschaffung und -erhaltung orientiert sich ein Unternehmen – hier die Kommunen – auf Grundlage der Besonderheiten des Arbeitsplatzangebotes auf externe und interne Arbeitsmärkte. Diese Arbeitsmärkte unterliegen spezifischen Regeln, die bekannt sein müssen, um bei der Personalgewinnung und -erhaltung erfolgreich sein zu können. Klarheit bringt die Arbeitsmarktforschung. Ihre Ergebnisse bilden eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für Förderentscheidungen auf der strategischen Ebene wie auch auf der taktischen und operativen Ebene.
Übertragen auf ehrenamtliches Engagement stellen sich folgende wesentlichen Fragen: Wie sieht der Markt des Ehrenamtes aus? Welche Personengruppen fragen aus welcher Motivation heraus ehrenamtliche Tätigkeiten nach und welche Rahmenbedingungen werden im Zusammenhang mit der Freiwilligen Feuerwehr geboten? Welche langfristig angelegten Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus auf der unternehmensübergreifenden Ebene?
1 Einführung: Erläutert die Relevanz der Freiwilligen Feuerwehr für den Brandschutz und leitet die Notwendigkeit einer systematischen Förderung durch die Kommunen mittels Personalmanagement-Instrumenten her.
2 Marktforschung und Ausrichtung: Die strategische Ebene: Analysiert den Markt für ehrenamtliches Engagement, beleuchtet Rahmenbedingungen, Zielgruppen wie Frauen oder Arbeitslose sowie die Rolle von Motiven für die strategische Ausrichtung.
3 Personalmarketing: Die taktische Ebene: Überträgt marketingpolitische Instrumente (Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik, Anreizpolitik) auf das Ehrenamt in der Feuerwehr.
4 Beschaffung und Verfügbarkeit: Die operative Ebene: Behandelt konkrete Arten und Wege der Personalbeschaffung sowie die Herausforderungen bei der Verfügbarkeit der Einsatzkräfte, insbesondere die Freistellungssituation.
5 Untersuchungskonzept: Beschreibt das methodische Vorgehen der Untersuchung, inklusive Zielsetzung, Auswahl der Online-Befragung als Instrument und die Strukturierung der Stichprobe.
6 Untersuchungsergebnisse: Präsentiert die empirischen Ergebnisse des Abgleichs zwischen den Bedürfnissen der Feuerwehren und den Maßnahmen der Kommunen auf verschiedenen Managementebenen.
7 Fazit: Führt die theoretischen Erkenntnisse und Untersuchungsergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Handlungsbedarfe.
Personalmanagement, Ehrenamt, Freiwillige Feuerwehr, Kommunale Förderung, Personalmarketing, Personalbeschaffung, Verfügbarkeit, Engagementsituation, Freiwilligensurvey, Strategische Ebene, Taktische Ebene, Operative Ebene, Arbeitgeberproblematik, Motivation, Anreizpolitik.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Freiwilligen Feuerwehren durch Kommunen, wobei Instrumente des modernen Personalmanagements als Lösungsansatz dienen.
Die Schwerpunkte liegen auf Marktforschung für das Ehrenamt, strategischer Personalausrichtung, Personalmarketing zur Mitgliederbindung sowie operativen Maßnahmen zur Beschaffung und Sicherstellung der Verfügbarkeit.
Das Ziel ist es, konkrete Ansatzpunkte zu finden, wie Kommunen ihre Unterstützung so gestalten können, dass die Freiwillige Feuerwehr ihre Pflichtaufgaben nachhaltig erfüllen kann, indem Bedürfnisse der Engagierten und kommunale Angebote besser in Einklang gebracht werden.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und führt eine empirische Online-Befragung bei Kommunen und Freiwilligen Feuerwehren durch, um den Status quo der Förderung zu ermitteln.
Der Hauptteil analysiert das Engagement auf strategischer, taktischer und operativer Ebene, evaluiert die Bedürfnisse der Zielgruppen und vergleicht diese mit den realen Fördermaßnahmen der Kommunen.
Zentrale Begriffe sind Personalmanagement, Ehrenamt, Freiwillige Feuerwehr, Kommunale Förderung, Personalmarketing, Personalbeschaffung, Verfügbarkeit und Motivation.
Die Arbeit identifiziert Überzeugungsarbeit durch Gespräche mit Arbeitgebern sowie finanzielle Anreize für Arbeitgeber als zentrale Ansätze, um die Freistellungssituation für Feuerwehrangehörige zu verbessern.
Die Arbeit sieht in der Doppelmitgliedschaft – also dem Dienst bei einer Feuerwehr am Wohnort und einer am Beschäftigungsort – eine Möglichkeit, die Tageseinsatzstärke der Freiwilligen Feuerwehren zu erhöhen.
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