Diplomarbeit, 2007
97 Seiten, Note: 2,3
Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Behavioral Finance, einer Disziplin, die die Annahmen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie in Frage stellt. Die Arbeit untersucht die Gründe für das Aufkommen der Behavioral Finance, die Zweifel, die sie an der Kapitalmarkttheorie aufkommen lässt, und prüft, ob es durch die Behavioral Finance zu Entwicklungen innerhalb der neoklassischen Theorie kommt. Das Ziel ist es, den Stand der jeweiligen Forschung zu untersuchen und die Haltung der Vertreter beider Ansätze zueinander zu ergründen.
Die Einleitung beschreibt den Hintergrund und die Relevanz der Arbeit. Sie stellt die Frage nach der Erklärung von unvorhergesehenen Marktbewegungen, insbesondere anhand des Beispiels der Kursblase am Neuen Markt Ende der 1990er. Die Arbeit untersucht, ob die neoklassische Kapitalmarkttheorie diese Phänomene ausreichend erklären kann oder ob verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie in der Behavioral Finance vertreten werden, eine ergänzende oder alternative Erklärung liefern können.
Dieses Kapitel stellt die Grundprinzipien der neoklassischen Kapitalmarkttheorie vor. Es erläutert das Menschenbild des rationalen Investors, dessen Präferenzen und die Annahme effizienter Märkte. Zudem wird das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als zentrales Modell der Kapitalmarkttheorie vorgestellt.
Dieses Kapitel beleuchtet die Ursachen für die Erweiterung des CAPM, wie Transaktionskosten, Steuern und Marktsegmentierung. Es diskutiert zudem CAPM-Anomalien und die Relativierung der Annahmen des CAPM. Darüber hinaus werden Modellerweiterungen wie das Zero-Beta CAPM, das Multi-Beta CAPM und die Arbitrage Pricing Theory vorgestellt.
Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung der Behavioral Finance und ihren Fokus auf verhaltenswissenschaftliche Entdeckungen. Es untersucht Verhaltensanomalien, Axiome oder „heuristics and biases“, veränderte Präferenzen und die Prospect Theory.
Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Ansätze zur Preisbildung im Rahmen der Behavioral Finance, wie die Behavioral Portfolio Theory und den Noise Trading Ansatz. Es erklärt, wie verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse die Preisbildung an Finanzmärkten beeinflussen können.
Dieses Kapitel analysiert die Kritikpunkte, die Vertreter der neoklassischen Kapitalmarkttheorie gegenüber der Behavioral Finance vorbringen.
Dieses Kapitel untersucht die Vorzüge beider Ansätze und diskutiert die Möglichkeit einer Synthese zwischen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Kapitalmarkttheorie, Behavioral Finance, Rationale Erwartungen, Verhaltensanomalien, Heuristiken, Präferenzen, Prospect Theory, Noise Trading, Overconfidence, Marktgleichgewicht und Effizienz der Märkte. Die Arbeit untersucht die Entwicklung und den Stand der Forschung in beiden Bereichen sowie die Möglichkeit einer Synthese beider Ansätze.
Das CAPM ist ein zentrales Modell der neoklassischen Kapitalmarkttheorie zur Bestimmung von Aktienpreisen. Es basiert auf der Annahme eines rationalen Investors und effizienter Märkte.
Sie kritisiert die Annahme des „Homo Oeconomicus“ (des rein rationalen Anlegers). Behavioral Finance zeigt durch psychologische Forschung, dass Anleger oft irrational handeln und Heuristiken oder Vorurteilen unterliegen.
Anomalien sind Marktbewegungen oder Preisentwicklungen, die nicht durch klassische Modelle wie das CAPM erklärt werden können, wie zum Beispiel Spekulationsblasen am Aktienmarkt.
Ein Kernkonzept der Behavioral Finance, das beschreibt, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko treffen. Sie besagt unter anderem, dass Verluste psychologisch stärker gewichtet werden als Gewinne.
Die Arbeit untersucht eine Synthese beider Ansätze. Während die Neoklassik einfache, mathematische Modelle liefert, bietet die Behavioral Finance eine höhere Realitätsnähe durch die Einbeziehung psychologischer Faktoren.
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