Diplomarbeit, 2006
89 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Thematik und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Begrifflichkeiten und Grundlagen
2.1 Risiko und Risikomanagement
2.2 Marktpreisrisiken und Unternehmensrisiken
2.3 Hedging-Maßnahmen zur Risikoabsicherung
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.5 Cash Flow als Zielgröße
3 Konzept und Berechnungsverfahren des Value at Risk
3.1 Value at Risk als Risikomaß
3.2 Grundlagen zu den Berechnungsmethoden des Value at Risk
3.3 Berechnungsmethoden des Value at Risk
3.4 Kritische Analyse des Value at Risk
3.5 Value at Risk im Nichtfinanzsektor
4 Konzept und Berechnungsverfahren des Cash Flow at Risk
4.1 Cash Flow at Risk und Earnings at Risk
4.2 Anforderungen an ein Cash Flow at Risk-Verfahren
4.3 Verfahren I: Der Bottom-up-Ansatz
4.3.1 Grundidee
4.3.2 Exposure Mapping
4.3.3 Langfristige Prognosen
4.3.4 Ermittlung des Cash Flow at Risk
4.3.5 Darstellung des Bottom-up-Ansatzes an einem Beispiel
4.3.5.1 Ausgangssituation und Identifikation der Risikofaktoren
4.3.5.2 Aufstellen der Exposure Map
4.3.5.3 Simulation von Preispfaden
4.3.5.4 Cash Flow at Risk-Berechnung
4.3.6 Kritische Analyse des Bottom-up-Ansatzes
4.4 Verfahren II: Cash Flow at Risk-Berechnung mittels Regressionsanalyse
4.4.1 Grundidee
4.4.2 Multiple Regressionsanalyse
4.4.3 Cash Flow at Risk-Berechnung
4.4.4 Anwendung des Verfahrens an einem Beispiel
4.4.5 Kritische Analyse des Verfahrens
4.5 Verfahren III: Der Top-down-Ansatz
4.5.1 Grundidee
4.5.2 Ein-Schritt-Prognosen
4.5.3 Vergleichbare Unternehmen
4.5.4 Cash Flow at Risk-Berechnung
4.5.5 Modifikationen des Top-down-Ansatzes
4.5.6 Kritische Analyse des Top-down-Ansatzes
4.6 Abschließender Vergleich der Verfahren
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Eignung finanzwirtschaftlicher Risikomaße wie den Value at Risk (VaR) für die Risikoquantifizierung in Industrie- und Handelsunternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, verschiedene Verfahren zur Berechnung des Cash Flow at Risk (CFaR) zu analysieren und zu bewerten, um festzustellen, ob ein Verfahren existiert, das anderen Methoden zur Risikomessung überlegen ist.
4.3.1 Grundidee
Aus Kapitel 3 ist bekannt, dass Änderungen von Marktpreisrisiken den Wert eines Portfolios beeinflussen. Bei dem Bottom-up-Ansatz steht dieses Phänomen, d. h. die Auswirkung der Marktpreisrisiken auf den zukünftigen Cash Flow bzw. auf dessen Komponenten, im Mittelpunkt. Mit Hilfe des so genannten Exposure Mapping wird der Effekt der Marktpreisrisiken auf die einzelnen Komponenten der Zielgröße in Form von Gleichungen abgebildet. Bevor die Ausführungen zur Grundidee des Bottom-up-Ansatzes fortgeführt werden, soll jedoch an dieser Stelle zunächst der Begriff Exposure erläutert werden. Als zu untersuchende Zielgröße wird im vierten Kapitel der zukünftige Cash Flow zum Ende eines Prognosezeitraums betrachtet. Das Exposure gibt in dieser Hinsicht an, in welchem Ausmaß der Cash Flow von den zu betrachtenden Risiken gelenkt bzw. beeinflusst wird.
Adler und Dumas (1984) definieren Exposure als den Betrag, der durch die zukünftige Sensitivität der Zielgröße in Folge von zufälligen Schwankungen der Risikofaktoren ausgedrückt wird. Dementsprechend spiegelt eine Exposure Map, wie bereits oben erwähnt, die Einflüsse der relevanten Risikofaktoren auf die Komponenten der Zielgröße wider.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Risikolandschaft für Unternehmen ein und formuliert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Diplomarbeit.
2 Begrifflichkeiten und Grundlagen: Das Kapitel erläutert fundamentale Konzepte wie Risiko, Risikomanagement, Marktpreisrisiken, Hedging-Instrumente und definiert den Cash Flow als zentrale Zielgröße.
3 Konzept und Berechnungsverfahren des Value at Risk: Es wird das VaR-Konzept detailliert dargestellt, gängige Berechnungsmethoden werden analysiert und ihre Anwendbarkeit im Nichtfinanzsektor kritisch hinterfragt.
4 Konzept und Berechnungsverfahren des Cash Flow at Risk: Dieser Hauptteil analysiert drei verschiedene Verfahren (Bottom-up, Regressionsanalyse, Top-down) zur CFaR-Berechnung basierend auf formulierten Anforderungskriterien.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der CFaR-Verfahren sowie den aktuellen Stand der Forschung im Unternehmens-Risikomanagement.
Risikomanagement, Marktpreisrisiken, Value at Risk, VaR, Cash Flow at Risk, CFaR, Exposure Mapping, Bottom-up-Ansatz, Regressionsanalyse, Top-down-Ansatz, Risikoquantifizierung, Liquiditätssicherung, Hedging, Unternehmensrisiken, Prognosemodelle
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Risikomaßen für Unternehmen des Industrie- und Handelssektors, speziell mit der Übertragung des VaR-Konzepts auf die Cash Flow-Ebene mittels verschiedener Cash Flow at Risk (CFaR)-Verfahren.
Zentrale Themen sind die Risikoquantifizierung durch Marktpreisrisiken, die methodische Differenzierung zwischen VaR und CFaR sowie die operative Risikosteuerung und Absicherung mittels Hedging-Maßnahmen.
Ziel ist es, die Eignung finanzwirtschaftlicher Risikomaße wie den VaR für Unternehmen zu prüfen und drei spezifische CFaR-Berechnungsverfahren anhand definierter Kriterien auf ihre Praxistauglichkeit zu vergleichen.
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen des Risikomanagements mit einer methodischen Untersuchung dreier Modellansätze (Bottom-up, Regressionsanalyse, Top-down), ergänzt durch fiktive Fallbeispiele zur Veranschaulichung der Berechnungen.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden die drei CFaR-Verfahren – Bottom-up-Ansatz, Regressionsanalyse und Top-down-Ansatz – detailliert beschrieben, mathematisch hergeleitet und kritisch hinsichtlich ihrer Erfüllung von Anforderungskriterien bewertet.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cash Flow at Risk (CFaR), Exposure Mapping, Risikoidentifizierung, Marktpreisrisiken und Risikodiversifikation geprägt.
Der Bottom-up-Ansatz zerlegt die Zielgröße (Cash Flow) in ihre einzelnen Komponenten und modelliert diese über Gleichungen, während die Regressionsanalyse den direkten statistischen Zusammenhang zwischen Marktpreisen und dem gesamten Cash Flow aufdeckt.
Der Top-down-Ansatz verzichtet absichtlich auf die Identifizierung unternehmensspezifischer Risikofaktoren, was die Ableitung gezielter, risikoindividueller Strategieempfehlungen oder Hedging-Maßnahmen erheblich erschwert.
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