Examensarbeit, 2004
104 Seiten, Note: 1,0
1 Kulturlandschaft – Definition und Dimension
1.1 Definition des Begriffes Kulturlandschaft
1.2 Kulturlandschaft und Volkskunde
1.3 Kulturlandschaft und die Europäische Union
1.4 Einflußgrößen auf Kulturlandschaft
2 Ressourcenschutz für die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft
2.1 Schutz biotischer Ressourcen
2.1.1 Pflanzen
2.1.2 Tiere
2.2 Schutz abiotischer Ressourcen
2.2.1 Luft
2.2.2 Boden
2.2.3 Wasser
2.3 Schutz ästhetischer Ressourcen
3 Förderprogramme zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft
3.1 Gefährdung der Kulturlandschaft
3.2 Rechtliche Grundlagen für den Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft
3.3 Programme für die Erhaltung der Kulturlandschaft
3.3.1 Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm
3.3.2 Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm
3.3.3 Landschaftspflegeprogramm
4 Umsetzung von Förderprogrammen durch extensive Grünlandnutzung
4.1 Definition von extensiver Grünlandnutzung
4.2 Zielsetzung und Anforderungen der extensiven Grünlandbewirtschaftung
4.3 Nutzungsformen des extensiven Grünlandes
5 Kritische Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Erhalt und die Pflege der bayerischen Kulturlandschaft vor dem Hintergrund intensiver landwirtschaftlicher Produktionsweisen. Das primäre Ziel ist die Analyse von Förderprogrammen, die den Landwirt durch Extensivierungsmaßnahmen in eine Rolle als Landschaftspfleger integrieren, um ökologische, ökonomische und ästhetische Funktionen der Landschaft zu sichern.
1.1 Definition des Begriffes Kulturlandschaft
„Ein Stück Umwelt konkretisiert sich als Kulturlandschaft in den natürlichen Gegebenheiten wie Relief, Klima, Boden oder Pflanzenkleid und in den vom Menschen gestalteten Bau- und Nutzungsstrukturen mit Städten, Dörfern, Fluren und Wegen. Sie ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Wechselwirkung von naturräumlichen Voraussetzungen und menschlichem Handeln“ (Treml, 1984, S.49).
Der Begriff der Kulturlandschaft ist ein sehr verschwommener, obwohl er nicht selten in Gesetzen der Landesplanung, des Naturschutzes und der Landwirtschaft auftaucht. Die Kulturlandschaft ist ein vom Menschen kulturell überformter natürlicher Lebensraum. Kultur hat in diesem Zusammenhang nichts mit Goethe oder Schiller zu tun. Es leitet sich von dem lateinischen „colere“ ab, was „(be)bauen, (be)wohnen, pflegen“ heißt. Es geht hier also um die Kunst des Kultivierens von Boden. Kulturlandschaft ändert sich mit dem Menschen, seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten, Erde zu bebauen und im Sinne seiner persönlichen Entfaltung umzugestalten (nach Treml, 1984, S.51f).
Kulturlandschaft – Definition und Dimension: Definitorische Abgrenzung der Kulturlandschaft im Kontext der Volkskunde und der europäischen Politik.
Ressourcenschutz für die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft: Erörterung der Schutzbedürftigkeit biotischer, abiotischer und ästhetischer Ressourcen in der modernen Landwirtschaft.
Förderprogramme zur Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der konkreten Förderinstrumente in Bayern.
Umsetzung von Förderprogrammen durch extensive Grünlandnutzung: Untersuchung der fachlichen Anforderungen, Zielsetzungen und ökonomischen Folgen einer extensiven Bewirtschaftungsweise.
Kritische Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit von Förderprogrammen und der Zukunftsfähigkeit der bayerischen Kulturlandschaft.
Kulturlandschaft, Volkskunde, Europäische Union, Gemeinsame Agrarpolitik, Extensive Grünlandnutzung, Naturschutz, Ressourcenschutz, Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm, Vertragsnaturschutzprogramm, Landschaftspflege, Biodiversität, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft, Grünlandbewirtschaftung.
Die Arbeit analysiert, wie die bayerische Kulturlandschaft durch extensive landwirtschaftliche Nutzung erhalten und gepflegt werden kann.
Der Fokus liegt auf der Definition von Kulturlandschaft, der Bedeutung des Ressourcenschutzes sowie der Funktionsweise staatlicher Förderprogramme.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Landwirte motiviert werden können, durch Extensivierung ökologische Leistungen zu erbringen, die über die reine Nahrungsmittelproduktion hinausgehen.
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die Einbeziehung politischer Rahmenvorgaben sowie auf praxisnahe Rechenbeispiele zur wirtschaftlichen Bilanz extensiver Bewirtschaftung.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Schutz biotischer und abiotischer Ressourcen sowie der spezifischen Umsetzung der Förderprogramme wie KuLaP und Vertragsnaturschutz.
Kulturlandschaft, Extensivierung, Agrarpolitik, Naturschutz und Grünlandnutzung sind die zentralen Begriffe.
Da Grünland ein wesentlicher Bestandteil der bayerischen Landschaft ist, ist dessen extensive Pflege entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt und des Landschaftsbildes.
Das Rechenbeispiel zeigt, dass eine Umstellung auf Extensivierung ohne finanzielle Ausgleichszahlungen oft zu Einkommensverlusten führt, was die Notwendigkeit von Fördergeldern untermauert.
Sie fungieren als Akteure, die in Zusammenarbeit mit Landwirten und Kommunen gezielte Maßnahmen zum Artenschutz auf Flächen initiieren können.
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