Diplomarbeit, 2006
121 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
2 Konflikte und Problemlagen in der Stadt
2.1 Einführung
2.2 Soziale Ausgrenzung und Segregation
2.2.1 Soziale Ausgrenzung
2.2.2 Segregation
2.3 Benachteiligte Stadtteile
2.3.1 Ursachen
2.3.2 Herausbildung und Folgen
3 Bund-Länder-Programm Die Soziale Stadt
3.1 Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf
3.2 Programminhalte und -strukturen
3.3 Der Schwerpunkt: Aktivierung und Beteiligung
3.3.1 Aktivierung
3.3.2 Beteiligung
3.4 Das Berliner Quartiersmanagement
3.4.1 Die Quartiersmanagement-Gebiete
3.4.2 Funktionsweise
3.4.3 Finanzierungsgrundlage
3.4.4 Ziele und Aufgaben
4 Das Gebiet Köpenick-Oberschöneweide
4.1 Beschreibung des Gebietes
4.1.1 Stadträumliche Lage
4.1.2 Historischer Überblick
4.1.3 Entwicklung des Gebietes
4.1.4 Defizite und Probleme im Gebiet
4.2 Das Gebiet wird zum Sanierungsgebiet
4.2.1 Sanierungsziele und bisherige Maßnahmen
4.2.2 Wirksamkeitsgrenzen
5 Das Quartiersmanagement Oberschöneweide
5.1 Initiierung des Quartiersmanagements Oberschöneweide
5.2 Gebietsspezifische Ziel- und Aufgabenstellung
5.2.1 Wohnen und Wohnumfeld
5.2.2 Bildung und Erziehung
5.2.3 Arbeit und Gewerbe
5.2.4 Integration und Zusammenleben
5.2.5 Bewohnerbeteiligung
5.3 Der Schwerpunkt der Bewohnerbeteiligung und -aktivierung
5.3.1 Vorbemerkungen
5.3.2 Umsetzung im Quartiersmanagement Oberschöneweide
5.3.2.1 Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld
5.3.2.2 Handlungsfelder Bildung und Erziehung, Arbeit und Gewerbe
5.3.2.3 Handlungsfeld Integration und Zusammenleben
5.3.2.4 Handlungsfeld Bewohnerbeteiligung
5.3.2.5 Öffentlichkeitsarbeit
5.3.3 Grenzen der Bewohneraktivierung
5.3.4 Bewertung
6 Fazit
6.1 Ansatzpunkte für das Quartiersmanagement Oberschöneweide
6.1.1 Bessere Vernetzung von Schulen und Kindertagesstätten
6.1.2 Quartierszentrum
6.1.3 Bürgermoderator
6.1.4 Weitere Empfehlungen
6.2 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert am Beispiel des Quartiersmanagements Oberschöneweide, wie Bewohner eines problembeladenen Stadtteils in die städtebauliche Entwicklung einbezogen werden können, und bewertet die Kluft zwischen dem programmseitigen Anspruch und der tatsächlichen Wirkung. Die Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere die Wirksamkeit der Partizipationsformen sowie die Barrieren bei der Mobilisierung der Quartiersbevölkerung.
Die Neugestaltung des Marktplatzes an der Griechischen Allee
Der Marktplatz, zusammen mit dem angrenzenden Griechischen Park, bildet einen Schwerpunkt des städtischen Raumes in Oberschöneweide und wurde daher vom Quartiersmanagement und einer gewählten Bürgerjury für die Vergabe der Fördermittel im Rahmen des Quartiersfonds als eines der wichtigsten Projekte eingestuft. Der Platz wurde vor der Neugestaltung als öffentlicher Parkplatz und seit 1907 als gelegentlicher Wochenmarkt genutzt. Zur Umgestaltung des Marktplatzes Griechische Allee hatte das Quartiersmanagement Oberschöneweide gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH zu einem Gestaltungswettbewerb aufgerufen.
Im April 2002 wurden insgesamt fünf Planungsbüros eingeladen und beauftragt, Gestaltungsvorschläge zu erarbeiten, die für den Platz die Möglichkeit für ein lebendiges Marktplatzgeschehen und einen angenehmen Aufenthalt schaffen. Mit einer einstimmigen Entscheidung hat das Planungsbüro Lützow 7 den Auftrag bekommen, und unter der Leitung des Tiefbauamtes haben die Baumaßnahmen im Februar 2003 begonnen. Durch unvorhersehbare Arbeiten der Wasserbetriebe und zum Teil sehr lange Lieferzeiten von Baumaterialien dauerten die Bauarbeiten länger als ursprünglich geplant, und so konnte der neu gestaltete Marktplatz Schöneweide in der Griechischen Allee erst am 10. August 2004 wieder eröffnet und dauerhaft genutzt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik sozialräumlicher Polarisierung in deutschen Städten ein und stellt die Zielsetzung der Untersuchung sowie das methodische Vorgehen dar.
2 Konflikte und Problemlagen in der Stadt: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe zu sozialer Ausgrenzung und Segregation und beleuchtet deren Ursachen und Folgen für betroffene Stadtteile.
3 Bund-Länder-Programm Die Soziale Stadt: Das Kapitel beschreibt das Förderprogramm als integrierten Ansatz zur Stadtentwicklung und definiert die Instrumente wie das Quartiersmanagement.
4 Das Gebiet Köpenick-Oberschöneweide: Hier erfolgt eine detaillierte Beschreibung der Entwicklung, der industriellen Geschichte und der spezifischen Defizite des Untersuchungsgebiets Oberschöneweide.
5 Das Quartiersmanagement Oberschöneweide: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Initiierung, die Handlungsfelder und die praktische Umsetzung der Bewohneraktivierung im Quartier Oberschöneweide.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, gibt Handlungsempfehlungen für die Quartiersarbeit und reflektiert über die Möglichkeiten und Grenzen nachhaltiger Stadtteilentwicklung.
Quartiersmanagement, Oberschöneweide, Soziale Stadt, Stadtteilentwicklung, Segregation, Soziale Ausgrenzung, Bürgerbeteiligung, Bewohneraktivierung, Stadterneuerung, Wohnumfeld, Empowerment, Integrierte Stadtentwicklung, soziale Infrastruktur, Berliner Quartiersmanagement, Partizipation.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien zur Aufwertung benachteiligter Stadtteile durch das Programm "Soziale Stadt" am Beispiel des Quartiersmanagements Oberschöneweide.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Segregation, den Instrumenten zur Förderung der sozialen Infrastruktur sowie der Bewohnerbeteiligung und -aktivierung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bewohner aktiv in Stadtteilentwicklungsprozesse eingebunden werden können und eine Bewertung der Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und der Realität vor Ort vorzunehmen.
Die Autorin kombiniert eine umfassende Literaturanalyse mit der Auswertung eigener empirischer Daten aus Umfragen unter Bewohnern sowie Online-Befragungen von lokalen Initiativen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Situation in Oberschöneweide, die praktische Umsetzung des Quartiersmanagements in verschiedenen Handlungsfeldern und die Evaluation der Beteiligungsprozesse.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Quartiersmanagement, soziale Ausgrenzung, Partizipation und integrierte Stadtentwicklung charakterisieren.
Die Bürgerjury dient dazu, lokale Akteure und Bewohner direkt an Entscheidungsprozessen über Fördermittel zu beteiligen und somit die Mitverantwortung für die Gestaltung des Quartiers zu stärken.
Als Grenzen werden unter anderem die oft situative Motivation, langwierige bürokratische Verfahren und die Schwierigkeit, sozial schwächere Schichten dauerhaft in formale Gremien einzubinden, benannt.
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