Magisterarbeit, 2005
75 Seiten, Note: 2,3
Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Frage nach der Erfassbarkeit religiöser Gefühle im Kontext einer modernen, areligiös ausgerichteten Emotionskonzeption zu untersuchen. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Analyse der Grenzen und Möglichkeiten dieser Konzeption im Hinblick auf die Spezifität religiöser Gefühle gelegt.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die die Bedeutung von Emotionen im Allgemeinen und im Kontext religiöser Welterfahrung hervorhebt. Anschließend widmet sich Kapitel I der Darstellung und Diskussion einer modernen Emotionskonzeption, die exemplarisch durch die Arbeit von Ronald de Sousa repräsentiert wird. Dieses Kapitel beleuchtet die biologischen, kognitiven und funktionalen Aspekte von Emotionen und geht auf die Fragen nach ihrer Objektivität und Rationalität ein. Kapitel II konzentriert sich auf die Analyse von Religion, Religiosität und religiösen Emotionen. Es werden die Struktur und die spezifischen Merkmale religiöser Gefühle untersucht, wobei das Gefühl des Mitleids als Beispiel dient. Schließlich befasst sich Kapitel III mit der Frage, inwiefern die von de Sousa entwickelte Emotionskonzeption in der Lage ist, religiöse Gefühle adäquat zu erfassen. Es werden die Grenzen und Möglichkeiten dieses Ansatzes diskutiert und das Problem des Außen und Innen im Zusammenhang mit religiösen Erfahrungen beleuchtet.
Religiöse Gefühle, Emotionskonzeption, Ronald de Sousa, Objektivität, Rationalität, Religion, Religiosität, ,bootstrapping', Außen und Innen
Die Arbeit untersucht, ob eine säkulare Theorie wie die von Ronald de Sousa das Wesen religiöser Gefühle adäquat abbilden kann oder ob sie an ihre Grenzen stößt, wenn sie diese nur als „natürliche“ Phänomene begreift.
De Sousa betrachtet Emotionen unter biologischen, kognitiven und funktionalen Aspekten und analysiert ihre Rationalität anhand von sogenannten „Schlüsselszenarien“.
Die Struktur wird über drei Dimensionen analysiert: die Objektwahrnehmung (das Heilige/Göttliche), die Tiefe des Gefühls und die Pragmatik (die Auswirkungen auf das Handeln).
Das Gefühl des Mitleids wird herangezogen, um den Unterschied zwischen einer rein natürlichen Emotion und einer spezifisch religiös motivierten Emotion aufzuzeigen.
Es beschreibt die Schwierigkeit, dass eine areligiöse Außenperspektive die subjektive, religiöse Innenqualität einer Erfahrung möglicherweise nicht vollständig erfassen oder erklären kann.
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