Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Status quo der Leasingbilanzierung
2.1 Allgemeines
2.2 Klassifizierung von Leasingverhältnissen
2.3 Die Beurteilungshilfen des IAS 17.10
2.4 Ansatz
2.5 Erstbewertung
2.6 Folgebewertung
2.7 Anhangsangaben
3 Kritik am Status quo der Leasingbilanzierung
3.1 Transfer of ownership test
3.2 Bargain purchase option test
3.3 Economic life test
3.4 Recovery of investment test
3.5 Spezialleasing
3.6 Die zusätzlichen Indikatoren des IAS 17
3.6.1 Verlustübernahme bei Kündigung durch den Leasingnehmer
3.6.2 Gewinne und Verluste aus Marktpreisschwankungen
3.6.3 Günstige Mietverlängerungsoptionen
4 Vorschläge zur Neuregulierung
4.1 McGregor-Ansatz
4.2 Financial Components Approach
4.2.1 Kündigungs-,Verlängerungs- oder Kaufoptionen
4.2.2 Bedingte Leasingzahlungen
4.3 Whole Asset Approach
4.4 Theoretischer Hintergrund zur Neuregulierung
4.4.1 Stellenwert des Grundsatzes der Nicht-Bilanzierung schwebender Geschäfte innerhalb der IFRS
4.4.2 Berechtigung des Grundsatzes der Nicht-Bilanzierung schwebender Geschäfte
5 Auswirkungen auf den Jahresabschluss
5.1 Allgemeine Annahmen des Modells
5.2 Ergebnisse des Modells der konstruktiven Aktivierung und Auswirkungen auf Bilanzkennzahlen
6 Kritische Würdigung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der aktuellen Leasingbilanzierung nach IFRS (IAS 17) und analysiert die Notwendigkeit sowie mögliche Ansätze einer grundlegenden Neuregulierung, um eine entscheidungsrelevante Informationsvermittlung für Kapitalmarktadressaten sicherzustellen.
3.1 Transfer of ownership test
Bei dem transfer of ownership test bzw. dem Test auf vereinbarten Eigentumsübergang wird vor Beginn der Vertragslaufzeit überprüft, ob das juristische Eigentum am Leasingobjekt zum Ende der Vertragslaufzeit auf den Leasingnehmer übertragen wird und damit auch alle Chancen und Risiken. Dadurch würde eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing erfolgen. Dabei ist generell nur der Automatismus der Eigentumsübertragung zu überprüfen, die Berücksichtigung etwaiger Kaufoptionen erfolgt an späterer Stelle. Ein solcher Sachverhalt stellt einen Kaufvertrag dar, und die Leasingraten sind als ein in Raten gezahlter Kaufpreis zu betrachten.
Das Kriterium ist als solches effektiv, da schon von Beginn an der Leasingnehmer wirtschaftlicher und zum Ende der Vertragslaufzeit auch juristischer Eigentümer am Leasingobjekt wird. Insofern hat der Leasinggeber keinerlei Einfluss auf das Objekt als solches sowie auf dessen Ertrag.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des Leasings und identifiziert die Kritik an der derzeitigen bilanziellen Behandlung nach IAS 17 als Ausgangspunkt für die geplante Neuregulierung.
2 Status quo der Leasingbilanzierung: Dieses Kapitel erläutert die bestehenden Regeln des IAS 17 für Ansatz, Bewertung und Anhangsangaben sowie die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasing.
3 Kritik am Status quo der Leasingbilanzierung: Hier werden die Schwächen des aktuellen Standards, insbesondere die Manipulationsspielräume bei den Klassifizierungskriterien, kritisch analysiert.
4 Vorschläge zur Neuregulierung: Dieses Kapitel stellt Lösungsansätze wie den Financial Components Approach und den Whole Asset Approach vor und diskutiert den theoretischen Hintergrund zur Bilanzierung schwebender Geschäfte.
5 Auswirkungen auf den Jahresabschluss: Anhand eines Modells zur konstruktiven Aktivierung werden die quantitativen Effekte von Leasingverhältnissen auf Bilanzkennzahlen wie den Verschuldungsgrad aufgezeigt.
6 Kritische Würdigung: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Reformbestrebungen vor dem Hintergrund der Komplexität und der Lobbyinteressen.
IFRS, IAS 17, Leasingbilanzierung, Finanzierungsleasing, Operating-Leasing, Alles-oder-Nichts-Ansatz, Financial Components Approach, Whole Asset Approach, Bilanzpolitik, Kapitalmarktinformation, Nutzungsrecht, Verbindlichkeit, schwebende Geschäfte, konstruktive Aktivierung, Leasingnehmer.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS (IAS 17) und untersucht, wie künftige Reformen die Transparenz und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen verbessern können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kritik am "Alles-oder-Nichts-Ansatz", der Analyse von Reformvorschlägen durch Standardsetter und der Untersuchung der bilanziellen Auswirkungen von operativen Leasingverhältnissen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die derzeitige Praxis oft ein verzerrtes Bild der Vermögenslage vermittelt und wie eine Reform, die alle Leasingverhältnisse in der Bilanz abbildet, dem Informationsbedarf von Kapitalmarktteilnehmern besser gerecht wird.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse der bestehenden Rechnungslegungsvorschriften, ergänzt durch eine kritische Diskussion der Literatur und die Anwendung eines Modells zur konstruktiven Aktivierung auf Basis von Jahresabschlussdaten.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Kritik am IAS 17, der Vorstellung alternativer Ansätze (McGregor, FCA, WAA) und der theoretischen sowie praktischen Auseinandersetzung mit dem Grundsatz der Nicht-Bilanzierung schwebender Geschäfte.
Wichtige Begriffe sind insbesondere IAS 17, Financial Components Approach, Whole Asset Approach, Off-Balance-Sheet-Finanzierung und Konstruktive Aktivierung.
Er verfolgt eine laufzeitabhängige Bilanzierung, bei der das Nutzungsrecht als bilanzierungsfähige Position aktiviert wird, anstatt Leasingverträge in Operating- und Finanzierungsleasing zu klassifizieren.
Der Autor argumentiert, dass dieser aus dem deutschen Handelsrecht stammende Grundsatz in der IFRS-Rechnungslegung den Fokus auf eine entscheidungsorientierte Kapitalmarktinformation unnötig einschränkt und einen vollständigen Ausweis von Vermögenswerten verhindert.
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