Magisterarbeit, 2006
169 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sprachpolitik
2.1. Formen von Sprachpolitik
2.2. Motive für Sprachpolitik
2.3. Objekte von Sprachpolitik
2.4. Definitionen
2.4.1. Sprachlenkung
2.4.2. Sprachplanung
2.4.3. Sprach- / Sprachenpolitik
2.4.4. Das Verhältnis von Sprachplanung und Sprachpolitik
2.4.5. Begrifflichkeiten anderer Sprachen
2.5. Europäische Sprachpolitik als Rahmen
2.6. Der sprachpolitische Rahmen in Spanien
3. Die externe Sprachgeschichte des Katalanischen
4. Katalonien und Valencia: Sprachen, Sprachpolitik und Sprachverhalten
4.1. Katalonien
4.1.1. Comunitat de Catalunya
4.1.1.1. politisch
4.1.1.2. geographisch
4.1.1.2. soziologisch
4.1.1.3. wirtschaftlich
4.1.2. Die Bedeutung der Sprache in Katalonien
4.1.3. Die Sprachpolitik seit 1975
4.1.4. Die Llei de política lingüística, Llei 1/1998
4.1.4.1. Präambel
4.1.4.2. Grundsatzbestimmungen
4.1.4.3. Öffentliche Verwaltung und Justiz
4.1.4.4. Namenskunde
4.1.4.5. Bildungssystem
4.1.4.5.1. Nicht-universitäre Ausbildung
4.1.4.5.2. Universitäre Ausbildung
4.1.4.5.3 Erwachsenenbildung
4.1.4.6. Massenmedien und Kulturgewerbe
4.1.4.7. Sozioökonomie
4.1.4.8. Institutionelle Unterstützung
4.1.5. Die Auswirkungen der Llei de política lingüística auf Sprachkompetenz und Sprachverhalten in Katalonien
4.1.5.1 Sprachkompetenz
4.1.5.2. Sprachverhalten
4.1.6. Das neue Autonomiestatut von 2006 und seine Auswirkung auf die Sprachpolitik
4.2. Valenzianisch: Eigene Sprache oder Dialekt des Katalanischen?
4.3. Valencia
4.3.1. Comunitat Valenciana
4.3.1.1. politisch
4.3.1.2. geographisch
4.3.1.3. soziologisch
4.3.1.4. wirtschaftlich
4.3.2. Die Sprachpolitik seit 1975
4.3.3. Die Llei d’ ús i ensenyament del valencià, Llei 4/1983
4.3.3.1. Präambel
4.3.3.2. Grundsatzbestimmungen
4.3.3.3. Valenzianisch in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich
4.3.3.4. Valenzianisch im Bildungswesen
4.3.3.5. Valenzianisch in den Massenmedien
4.3.3.6. Handlungsweise der Behörden
4.3.3.7. Überwiegend valenzianischsprachige und spanischsprachige Gebiete
4.3.4. Die Auswirkungen der Llei d’ ús i ensenyament del valencià auf Sprachkompetenz und Sprachverhalten in Valencia
4.3.4.1 Sprachkompetenz
4.3.4.2. Sprachverhalten
4.4. Vergleich
4.4.1. Vergleich der Sprachpolitik in Katalonien und der Comunitat Valenciana
4.4.2. Vergleich der Sprachkompetenz und des Sprachverhaltens der Bevölkerungen Kataloniens und Valencias
4.4.2.1. Sprachkompetenz
4.4.2.2. Sprachverhalten
4.4.3. Schlussfolgerungen
5. Katalanischkenntnisse und Sprachverhaltens lateinamerikanischer Einwanderer in Katalonien und Valencia
5.1. Migrationsbewegungen und ihr Einfluss auf die sprachliche Situation in Katalonien und Valencia
5.2. Immigration in Katalonien
5.3. Untersuchung der Katalanischkenntnisse und des Sprachverhalten lateinamerikanischer Einwanderer in Katalonien und Valencia
5.3.1. Der Fragebogen
5.3.2. Katalanischkenntnisse der lateinamerikanischen Einwanderer in Katalonien und Valencia
5.3.3. Sprachverhalten der lateinamerikanischen Einwanderer in Katalonien und Valencia
5.3.4. Haltung der lateinamerikanischen Einwanderer in Katalonien und Valencia gegenüber dem Katalanischen
5.4. Ergebnis
6. Schlussfolgerungen
Ziel dieser Arbeit ist ein wissenschaftlicher Vergleich der Sprachpolitik in der Autonomen Gemeinschaft Katalonien und der Comunitat Valenciana. Es wird untersucht, wie das Katalanische in beiden Regionen geschützt und verbreitet werden soll, unter Einbeziehung des gesetzlichen Rahmens, der historischen Entwicklung und der Auswirkungen auf Sprachkompetenz und Sprachverhalten der Bevölkerung, ergänzt durch eine eigene Umfrage unter lateinamerikanischen Einwanderern.
Die Sprachpolitik seit 1975
Ein bedeutender Wendepunkt in der Geschichte des Katalanischen trat im Jahr 1975 ein, als sich mit dem Tod Francos das Ende der Diktatur abzeichnete. Ein ausbrechendes Nationalgefühl sowie die wachsende Begeisterung für ihre eigene Kultur und Sprache machte die katalanische Gesellschaft zu einem wichtigen Träger der einsetzenden sprachpolitischen Bewegungen. Die Verabschiedung des Autonomiestatuts im Jahr 1979 läutet denn auch offiziell die Ära einer modernen sprachpolitischen Entwicklung in Katalonien ein. Dessen Artikel 3 Absatz 1 bestimmt das Katalanische zur Landessprache (kat. llengua pròpia) Kataloniens. Gemäß dessen Absatz 2 ist das Katalanische zusammen mit dem Kastilischen, das in ganz Spanien offiziell ist, Amtssprache (kat. llengua oficial) Kataloniens. Als Amtssprachen werden die für die Kommunikation mit staatlichen Stellen zulässigen Sprachen bezeichnet.
Schon seit 1979 können sich die Katalanen in beiden Sprachen, Spanisch und Katalanisch, an die Institutionen der Generalitat wenden. Zudem verpflichtet sich die katalanische Landesregierung in Artikel 3 Absatz 3, alle nötigen Anstrengungen zur Gewährleistung der Gleichstellung der beiden Amtssprachen in den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu unternehmen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Sprachpolitik im globalisierten Kontext ein und begründet das wissenschaftliche Interesse an einem Vergleich zwischen Katalonien und Valencia.
2. Sprachpolitik: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen, definiert zentrale Begriffe der Sprachplanung und Sprachpolitik und bettet diese in den europäischen sowie spanischen Kontext ein.
3. Die externe Sprachgeschichte des Katalanischen: Es wird ein Überblick über die historische Entwicklung der katalanischen Sprache von der Hispanischen Mark bis zur Zeit nach dem Bürgerkrieg gegeben.
4. Katalonien und Valencia: Sprachen, Sprachpolitik und Sprachverhalten: Hier werden die sprachpolitischen Gesetze und deren Auswirkungen in beiden Regionen detailliert gegenübergestellt, inklusive der Frage nach der Eigenständigkeit des Valenzianischen.
5. Katalanischkenntnisse und Sprachverhaltens lateinamerikanischer Einwanderer in Katalonien und Valencia: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Befragung lateinamerikanischer Einwanderer zu deren Sprachgebrauch und Einstellungen gegenüber dem Katalanischen.
6. Schlussfolgerungen: Das Fazit synthetisiert die Ergebnisse und stellt fest, dass Katalonien über eine umfassendere und wirksamere Sprachpolitik verfügt als Valencia.
Sprachpolitik, Katalonien, Valencia, Katalanisch, Valenzianisch, Sprachplanung, Zweisprachigkeit, Immigration, Sprachgesetzgebung, Sprachverhalten, Sprachkompetenz, Autonomie, Identität, Llei de política lingüística, Llei d’ús i ensenyament del valencià.
Die Arbeit vergleicht die sprachpolitische Situation und Gesetzgebung in den spanischen autonomen Gemeinschaften Katalonien und Valencia.
Zu den Schwerpunkten gehören der gesetzliche Rahmen, die historische Sprachgeschichte, der Einfluss der Immigration sowie die sprachliche Kompetenz und das tatsächliche Sprachverhalten der Bevölkerung.
Ziel ist es, die Unterschiede in der sprachpolitischen Herangehensweise beider Regionen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Verbreitung und Stärkung des Katalanischen bzw. Valenzianischen zu bewerten.
Neben einer theoretischen und juristischen Analyse der Sprachgesetze wird eine eigene Datenerhebung in Form einer Fragebogenumfrage unter lateinamerikanischen Einwanderern durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die historische Sprachgeschichte, die Analyse der spezifischen Sprachgesetze jeder Region sowie einen direkten Vergleich dieser Faktoren.
Zentrale Begriffe sind Sprachpolitik, Sprachplanung, territoriale Autonomie, sprachliche Identität, Sprachkompetenz und soziale Integration durch Sprache.
Die Arbeit behandelt das Valenzianische aus linguistischer Sicht als Varietät des Katalanischen, stellt aber fest, dass die Unterscheidung in Valencia stark politisch instrumentalisiert ist.
Die Arbeit zeigt, dass die Immigration von Nicht-Muttersprachlern eine Herausforderung für die angestrebte Normalisierung des Katalanischen darstellt, da diese vornehmlich zum Spanischen tendieren.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass Katalonien eine weitaus gezieltere, umfassendere und erfolgreichere Sprachpolitik betreibt als Valencia, wo die Bemühungen oft eher symbolischer Natur sind.
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