Diplomarbeit, 2006
101 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Zielsetzung der Arbeit
2 Begriff Investor Relations
2.1 Definition des Begriffes Investor Relations
2.2 Historische Entwicklung von Investor Relations-Aktivitäten
2.3 Abgrenzung zwischen Investor Relations und anderen Kommunikationsarten
2.4 Erläuterung des Shareholder-Value-Ansatz sowie Einordnung von Investor Relations in den Kontext
3 Unternehmerische Voraussetzungen für erfolgreiche Investor Relations-Arbeit
4 Organisatorische Anordnung von Investor Relations im Unternehmen
4.1 Einbindung in die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
4.2 Finanzkommunikation als Teil des Finanzressorts
4.3 Investor Relations als eigene Organisationseinheit
4.4 Investor Relations als Stabsstelle
4.5 Externer Bezug von Investor Relations-Leistungen
5 Ablauf des Investor Relations-Prozesses
6 Ziele von Investor Relations
6.1 Einhaltung von Vorgaben aus verschiedenen Gesetzesquellen
6.2 Ziele von Investor Relations über die gesetzlichen Anforderungen hinaus
6.2.1 Finanzpolitische Ziele
6.2.2 Kommunikationspolitische Ziele
6.2.3 Bewältigung schlechter Nachrichten
7 Zielgruppen von Investor Relations
7.1 Investoren
7.2 Fremdkapitalgeber
7.3 Mezzanine-Kapitalgeber
7.4 Multiplikatoren
7.5 Online-Community
8 Investor Relations-Maßnahmen
8.1 Persönliche Pflichtinstrumente
8.1.1 Hauptversammlung
8.1.2 Analystenmeeting
8.2 Unpersönliche Pflichtinstrumente
8.2.1 Geschäftsbericht
8.2.2 Quartals- und Zwischenbericht
8.2.3 Ad-hoc Publizität
8.2.4 Börsenprospekt
8.3 Freiwillige Investor Relations-Instrumente
8.3.1 Persönliche freiwillige Maßnahmen
8.3.2 Unpersönliche freiwillige Maßnahmen
8.4 Investor Relations im Internet
8.4.1 Investor Relations-Tätigkeiten im Internet
8.4.2 Bedeutung des Internets für Investor Relations in der Zukunft
9 Auswertung und Erfolgsmessung von Investor Relations
10 Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung von Investor Relations für die Kapitalbeschaffung von Unternehmen in einem sich wandelnden Marktumfeld. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Einfluss eine professionelle Informationspolitik und Kommunikation gegenüber Kapitalgebern auf den unternehmerischen Erfolg und die Kapitalkosten hat.
8.2.3 Ad-hoc Publizität
An den Börsen gibt es diverse Gründe, die dafür sorgen können, dass der Kurs einer Aktie stark beeinflusst wird. Erkennt die Aktiengesellschaft eine Tatsache in ihrem Umfeld, die den Kurs ihrer eigenen Aktie stark beeinflussen könnte, so ist das Unternehmen wie schon erläutert gesetzlich dazu verpflichtet, diese in Form einer Ad-hoc-Meldung unverzüglich zu veröffentlichen.
Die Veröffentlichung muss entweder über ein elektronisches Informationsverbreitungssystem oder in einem überregional erscheinenden Börsenpflichtblatt stattfinden. Ziel dieser Verpflichtung zur Veröffentlichung ist es, Insidergeschäfte zu vermeiden. Insidergeschäfte sind in diesem Zusammenhang Transaktionen mit Aktien, die getätigt werden, weil eine Vertragspartei einen Wissens beziehungsweise einen Informationsvorsprung gegenüber der anderen Kontraktseite hat, der sich nach Bekanntwerden auf den Kurs der Aktie auswirken wird.
Insbesondere Geschäftsführung und Aufsichtsorgane haben aufgrund ihrer Position häufig vorab Kenntnis von Tatsachen, die später den Kurs beeinflussen können. Von ihnen getätigte Transaktionen mit Wertpapieren des eigenen Unternehmens werden Director`s Deal genannt.
Damit diese Transaktionen kontrollierbar bleiben und mit den Ad-hoc-Informationen des Unternehmens abgeglichen werden können, werden die Details der Wertpapierkäufe und –verkäufe dieser Personen veröffentlicht. Grundsätzlich soll die Verpflichtung zur Ad-hoc Publizität sämtliche Informationsasymmetrien beseitigen, die am Markt zwischen Teilnehmern, die die Informationen kennen und Solchen, denen die Neuigkeiten noch nicht geläufig sind, herrschen können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel an den Kapitalmärkten und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Kommunikation mit Kapitalgebern neu zu gestalten, um Kapitalkosten zu optimieren.
2 Begriff Investor Relations: Dieses Kapitel definiert Investor Relations, zeichnet deren historische Entwicklung nach und grenzt sie von anderen Kommunikationsformen wie Public Relations ab.
3 Unternehmerische Voraussetzungen für erfolgreiche Investor Relations-Arbeit: Es werden die notwendigen Rahmenbedingungen innerhalb eines Unternehmens skizziert, wie eine wettbewerbsfähige Strategie und eine kundenorientierte Ausrichtung.
4 Organisatorische Anordnung von Investor Relations im Unternehmen: Verschiedene Organisationsformen wie Einbindung in die PR, das Finanzressort, als Stabsstelle oder Out-Sourcing werden hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bewertet.
5 Ablauf des Investor Relations-Prozesses: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Zielableitung, Budgetplanung und Erfolgsbewertung am Beispiel der RWE AG.
6 Ziele von Investor Relations: Hier werden sowohl die gesetzlich verpflichtenden Ziele als auch strategische finanz- und kommunikationspolitische Zielsetzungen detailliert erörtert.
7 Zielgruppen von Investor Relations: Die verschiedenen Adressaten der Finanzkommunikation, darunter Investoren, Fremdkapitalgeber, Multiplikatoren und die Online-Community, werden charakterisiert.
8 Investor Relations-Maßnahmen: Eine umfassende Analyse der Instrumente wird vorgenommen, unterteilt in Pflicht- und freiwillige Maßnahmen sowie persönliche und unpersönliche Kommunikation.
9 Auswertung und Erfolgsmessung von Investor Relations: Das Kapitel thematisiert die Schwierigkeit, den direkten Erfolg von Investor Relations-Aktivitäten quantitativ zu messen und diskutiert alternative Bewertungsmethoden.
10 Fazit und Ausblick: Abschließend wird die wachsende Bedeutung von Investor Relations im Zuge der Digitalisierung und der verstärkten Orientierung am Shareholder-Value-Prinzip zusammengefasst.
Investor Relations, Kapitalbeschaffung, Finanzkommunikation, Shareholder-Value, Finanzmärkte, Aktienkurs, Kapitalmarktkommunikation, Ad-hoc-Publizität, Unternehmensführung, Finanzanalysten, Kapitalgesellschaften, Online-Community, Unternehmensimage, Corporate Governance, Kapitalkosten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Investor Relations als zentralem Instrument der modernen Finanzkommunikation zur Optimierung der Kapitalbeschaffung von Unternehmen.
Die Arbeit behandelt die strategische Einordnung von IR, die Analyse von Kommunikationsinstrumenten, die Identifikation relevanter Zielgruppen sowie die Messung von IR-Erfolgen.
Ziel ist es, die Investor Relations-Arbeit zu systematisieren, ihre Bedeutung für die Unternehmensfinanzierung transparent zu machen und aufzuzeigen, wie sie zum Unternehmenswert beitragen kann.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die durch Praxiseinblicke und Expertenwissen, insbesondere am Beispiel der RWE AG, ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die organisatorische Struktur von IR, den Prozess der Finanzkommunikation, die Analyse von Zielgruppen sowie eine detaillierte Gegenüberstellung verschiedener Kommunikationsinstrumente.
Zentrale Begriffe sind Investor Relations, Kapitalkosten, Shareholder-Value, Finanzkommunikation, Aktienkurs und Kapitalmarkt.
Das Internet bietet eine kostengünstige, zeitnahe und interaktive Plattform, um eine wachsende und internationalisierte Zielgruppe direkt und individuell mit relevanten Unternehmensinformationen zu versorgen.
Die RWE AG dient als Fallbeispiel, anhand dessen der praktische Investor Relations-Prozess, die organisatorische Anordnung und der Umgang mit spezifischen Instrumenten verdeutlicht werden.
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