Diplomarbeit, 2007
141 Seiten, Note: 1,7
I EINLEITUNG
1.1 Situation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
II EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
2 KULTUR
2.1 Bestimmung des Kulturbegriffes
2.2 Konstrukte der Ermittlung und Vermittlung von Kultur
2.2.1 Etische Perspektive
2.2.1.1 Konzept der Kulturdimensionen nach Hofstede
2.2.1.2 Weitere etische Kulturerfassungsansätze
2.2.1.3 Bewertung der etischen Ansätze
2.2.2 Emische Perspektive
2.2.2.1 Konzept der Kulturstandards nach Thomas
2.2.2.2 Bewertung der emischen Ansätze
2.3 Kulturelle Transmission
2.3.1 Sozialisation
2.3.2 Enkulturation
2.3.3 Akkulturation
3 FÜHRUNG
3.1 Bestimmung des Führungsbegriffes
3.2 Trait-Theorien der Führung
3.3 Verhaltenstheorien der Führung
3.3.1 Führungsverhalten und Führungsstile
3.3.2 Führungsstilkonzepte
3.3.2.1 Eindimensionale Führungsstilkonzepte
3.3.2.2 Mehrdimensionale Führungsstilkonzepte
3.3.3 Führungstypologien nach v. Rosenstiel
3.4 Symbolische Führung
4 KULTUR UND FÜHRUNG
4.1 Verhältnis von National- und Organisationskultur
4.1.1 Bestimmung der Begriffe Nationalkultur, Organisation und Organisationskultur
4.1.2 Einfluss der Nationalkultur auf die Organisationskultur
4.2 Kulturelle Einflussfaktoren auf das Führungsverhalten
4.2.1 Grundlagen interkulturellen Führens
4.2.2 Aspekte des Führungsverhaltens im Kulturvergleich
5 HYPOTHESEN
5.1 Hypothese 1 – Ethnischer Hintergrund und Führungsstil
5.2 Hypothese 2 – Seminarbesuch und Führungsstil
5.3 Hypothese 3 – Alter und Führungsstil
5.4 Hypothese 4 – Führungsspanne und Führungsstil
III EMPIRISCHER TEIL
6 METHODIK UND VERSUCHSDURCHFÜHRUNG
6.1 Begründung des methodischen Zugangs
6.2 Forschungsdesign
6.3 Erhebungsinstrument
6.4 Vorbereitungsphase
6.5 Auswahl der Stichprobe
6.6 Datenerhebung
IV ERGEBNISSE
7.1 Beschreibung der Stichprobe
7.2 Ergebnisse zu den Fragestellungen und Hypothesen
7.2.1 Ergebnisse zur Hypothese 1
7.2.2 Ergebnisse zur Hypothese 2
7.2.3 Ergebnisse zur Hypothese 3
7.2.4 Ergebnisse zur Hypothese 4
V DISKUSSION UND AUSBLICK
VI LITERATURVERZEICHNIS
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Einfluss des ethnischen Hintergrundes auf das Führungsverständnis und Führungshandeln von in Deutschland tätigen Führungskräften zu untersuchen, um damit einen Beitrag zur kulturvergleichenden Führungsstilforschung zu leisten.
1.1 Situation und Problemstellung
Was passiert nun, wenn ein Franzose als Kind mit seinen Eltern oder als Erwachsener selbst nach Deutschland migriert? Oder als Kind französischer Eltern in Deutschland geboren wird und aufwächst? Wird er als Führungskraft anstehende Entscheidungen alleine treffen oder wird er seine Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen, wie diese es, nach den obigen Ausführungen, von deutschen Führungskräften gewohnt sein dürften?
Warum man sich mit dieser Frage auseinandersetzen sollte? Weil es im nächsten Jahrzehnt aufgrund der demographischen Entwicklung besonders an jungen und qualifizierten Arbeitskräften mangeln wird. Diese Bevölkerungsentwicklung macht einen deutlichen Beschäftigungsanstieg von ausländischen Mitarbeitern als Führungskräfte und Spezialisten in den Unternehmen erforderlich, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben (Wunderer, 2006).
Parallel dazu ist bereits jetzt eine „Wanderbewegung in Gang gekommen, die in ihrem Ausmaß in der Menschheitsgeschichte bisher einmalig ist“ (Thomas, 1989, S. 174).
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung hinsichtlich des Einflusses von kulturellem Hintergrund auf das Führungsverhalten und leitet zur Zielsetzung und dem Aufbau der Arbeit über.
2. KULTUR: Definiert den Kulturbegriff und stellt verschiedene Ansätze zur Erfassung kultureller Charakteristiken sowie Prozesse der kulturellen Transmission dar.
3. FÜHRUNG: Bestimmt den Führungsbegriff und erläutert relevante Theorien wie Trait- und Verhaltenstheorien sowie Konzepte der symbolischen Führung.
4. KULTUR UND FÜHRUNG: Verknüpft die theoretischen Konzepte aus den Kapiteln 2 und 3 und untersucht den Einfluss von National- auf Organisationskulturen sowie deren Auswirkungen auf die Führung.
5. HYPOTHESEN: Leitet auf Basis der Theorie die zu prüfenden Hypothesen zur Untersuchung des Zusammenhangs von ethnischem Hintergrund und weiteren demographischen Faktoren mit dem Führungsstil ab.
6. METHODIK UND VERSUCHSDURCHFÜHRUNG: Begründet den methodischen Zugang durch eine standardisierte Online-Befragung, beschreibt das Forschungsdesign sowie das verwendete Erhebungsinstrument.
7. ERGEBNISSE: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten zur Überprüfung der Hypothesen sowie die Beschreibung der Stichprobe.
V. DISKUSSION UND AUSBLICK: Fasst die Studienergebnisse zusammen, reflektiert diese kritisch vor dem Hintergrund methodischer Einschränkungen und gibt Empfehlungen für weitere Forschungen.
Kultur, Führung, Führungsstil, Migrationshintergrund, Akkulturation, interkulturelles Management, Organisationskultur, Sozialisation, Führungstypologie, empirische Untersuchung, Führungsstilfragebogen, Führungskräfte, interkulturelle Forschung, Arbeitswelt, Demographie.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der ethnische Hintergrund von Führungskräften deren Führungsstil und Verständnis von Führung beeinflusst.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Kultur (National- und Organisationskultur) und Führung unter Berücksichtigung von Akkulturationsprozessen.
Das Ziel ist es, festzustellen, ob sich signifikante Unterschiede im Führungsverhalten zwischen Führungskräften mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland nachweisen lassen.
Es wurde eine querschnittliche, explorative Felduntersuchung mittels eines standardisierten Online-Fragebogens durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kultur und Führung, die Verknüpfung beider Bereiche, die Herleitung von Hypothesen sowie eine detaillierte empirische Untersuchung.
Zu den Kernbegriffen zählen Führungsstil, Migrationshintergrund, interkulturelles Management, Akkulturation und Führungstypologien nach v. Rosenstiel.
Die empirische Untersuchung ergab keine signifikanten Unterschiede im Führungsstil zwischen den untersuchten Gruppen von Führungskräften.
Es konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Anzahl besuchter Führungskräfteseminare und einer Präferenz für den kooperativen Führungsstil festgestellt werden.
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