Diplomarbeit, 2006
118 Seiten, Note: 2,1
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Die Rolle des Vaters in der Familie
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Vaterentbehrung
2.2.1 Vaterlosigkeit
2.2.2 Vaterverlust
2.2.3 Vaterabwesenheit
Kapitel 3: Kinder in der Adoleszenz und ihre Väter
3.1 Jugendalter
3.2 Beziehung zwischen Vätern und Jugendlichen
3.2.1 Bedeutung des Vaters für den männlichen Adoleszenten
3.2.2 Bedeutung des Vaters für die weibliche Adoleszentin
Kapitel 4: Folgen einer Scheidung für Jugendliche und ihre Väter
4.1 Scheidung
4.1.1 Scheidung als Prozess
4.1.2 Modell der Scheidungs-Stress-Bewältigung
4.2 Situation der Väter und Kinder im Scheidungsprozess
4.2.1 Väter in der Scheidungssituation
4.2.2. Jugendliche in der Scheidungssituation
4.3 Ausgewählte Studien
4.3.1 Zusammengefasste Ergebnisse der akuten Krise
4.3.2 Zusammengefasste Ergebnisse der Konsolidierungsphase
4.4 Auswirkungen des Stressors „Vaterabwesenheit“
4.4.1 Vaterabwesenheit
4.4.2 Töchter
4.4.3 Söhne
Kapitel 5: Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Unterstützungsansätze für Scheidungsväter und betroffene Jugendliche
Diese Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Vaterabwesenheit nach einer elterlichen Scheidung auf die betroffenen Kinder im Jugendalter. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Söhne und Töchter diesen Stressor in der kritischen Phase der Adoleszenz verarbeiten und welche geschlechtsspezifischen Unterschiede in ihrer Entwicklung sowie in ihrer Identitätsbildung dabei auftreten.
4.2.2. Jugendliche in der Scheidungssituation
»„Das Haus lasse ich euch nicht“ hörten die Kinder den Vater zur Mutter sagen. Seit zwei Stunden saßen die Eltern nun schon in der Küche, ab und zu, wenn ihre Stimmen lauter wurden, hörten Sabine und Joachim die Auseinandersetzungen bis in ihr Schlafzimmer hinauf. Das würde jetzt wieder die halbe Nacht so weitergehen, dachte die vierzehnjährige Sabine und holte sich bei ihrem sechzehnjährigen Bruder ein paar CDs: „Hast du das gehört?“, fragte sie ängstlich. „Ja, die streiten schon wieder. Mach dir nur ja nichts draus, die sind halt so“, versuchte Joachim Sabine zu beruhigen. „Ja aber das mit dem Haus!“ „Du glaubst doch selbst nicht, dass sie sich wirklich scheiden lassen würden. Dazu sind sie doch viel zu feige.“ Joachim spielte den coolen älteren Bruder. Er fand die Ehe seiner Eltern geradezu lächerlich schlecht. Wie sie sich seit Jahren zankten, vor allem um die Erziehung der Kinder. Zunehmend affig war das. Früher war er schluchzend in sein Zimmer gerannt. Daran konnte sich Sabine noch gut erinnern. Wieso spielte er jetzt den Unverletzbaren? Sie hingegen hatte für beide Eltern Verständnis und war deshalb jedes Mal von neuem betroffen. Sie wusste auch nicht, wie es mit ihren Eltern weitergehen sollte, hatte auch keine Lösung für das, was alle in der Familie wussten. Dass die beiden einander einfach nicht mehr ausstehen konnten. Anderentags, als Joachim und Sabine aus der Schule kamen, wurden sie von ihrer Mutter vor vollendete Tatsachen gestellt. Es sei nun endgültig so weit, sie würde sich von Vater trennen und ausziehen. Ihnen, den Kindern, würde sie freistellen, bei wem sie nun wohnen wollten, allerdings wüssten sie ja selbst, wie wenig Zeit ihr Vater für sie aufbringen könnte, schließlich wäre da seine zeit- und kraftraubende Arbeit in der Firma....«
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung erläutert die persönlichen und gesellschaftlichen Motive der Arbeit und definiert die zentrale Fragestellung rund um die Auswirkungen der Vaterabwesenheit auf Jugendliche nach der Scheidung.
Kapitel 2: Die Rolle des Vaters in der Familie: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über den Wandel des Vaterbildes und definiert verschiedene Formen der Vaterentbehrung wie Vaterlosigkeit, Vaterverlust und Vaterabwesenheit.
Kapitel 3: Kinder in der Adoleszenz und ihre Väter: Hier werden die Entwicklungsstufen des Jugendalters und die spezifische Bedeutung des Vaters als Rollenmodell und Orientierungsgeber für die Identitätsfindung von Söhnen und Töchtern analysiert.
Kapitel 4: Folgen einer Scheidung für Jugendliche und ihre Väter: Das Kapitel untersucht den Scheidungsprozess als kritisches Lebensereignis und analysiert die psychischen Reaktionen von Jugendlichen sowie die spezifische Situation der Väter, ergänzt durch empirische Studien.
Kapitel 5: Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und skizziert praktische Unterstützungsansätze für Scheidungsväter und Jugendliche, wie z.B. Mentorenprogramme und eine kooperative Elternschaft.
Vaterabwesenheit, Scheidung, Adoleszenz, Identitätsfindung, Vaterrolle, Familienforschung, Scheidungsfamilie, Vater-Kind-Beziehung, Bewältigungsstrategien, Erziehungskompetenz, Jugendalter, Scheidungssituation, Rollenmodell, Geschlechtsidentität, Sozialisation
Die Arbeit untersucht, wie sich das Fehlen des Vaters infolge einer Ehescheidung auf die Entwicklung und Identitätsbildung von Jugendlichen auswirkt.
Die zentralen Felder sind der historische Wandel des Vaterbildes, die spezifischen Entwicklungsanforderungen in der Adoleszenz sowie die psychologischen Folgen der Scheidung für Kinder und Väter.
Das Hauptziel ist es, Eltern und Fachleute über die Folgen der Vaterabwesenheit nach der Scheidung zu informieren und zu sensibilisieren, um die Bedürfnisse der betroffenen Jugendlichen besser zu verstehen.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, unter Einbeziehung zahlreicher Längs- und Querschnittstudien aus der Familien- und Scheidungsforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Jugendalters, eine Analyse der Scheidung als Prozess und eine detaillierte Ausarbeitung der väterlichen Abwesenheit, differenziert nach den Auswirkungen auf Söhne und Töchter.
Vaterabwesenheit, Adoleszenz, Identitätsfindung, Scheidungsforschung und Vater-Kind-Beziehung stehen im Zentrum der terminologischen Untersuchung.
Jungen in der Adoleszenz leiden oft unter dem fehlenden männlichen Rollenmodell, was ihr Risiko für Identitätskrisen, Delinquenz oder eine Orientierung an problematischen Gruppen erhöhen kann.
Die Verfasserin schlägt vor, dass männliche Ratgeber wie Lehrer, Trainer oder Stiefväter als Mentoren die fehlende väterliche Präsenz kompensieren und stabilisierend auf die Identitätsbildung wirken können.
Töchter geraten oft in eine konfliktreiche Situation, in der sie einerseits die Mutter als primäre Bindungsperson sehen, andererseits aber unter zu hoher Verantwortung oder dem Gefühl leiden, nicht ausreichend unterstützt zu werden.
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