Diplomarbeit, 2007
139 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Musik-Festivals
2.1 Definition und Geschichte
2.2 Festivalarten und Unterscheidungsmerkmale
2.3 Entwicklung/Wandel der Gesellschaft
2.4 Erlebnisgesellschaft, Eventkultur
2.5 Eventtourismus
2.6 Marktdaten und Veränderungen in der Musikwirtschaft
3. Festivalveranstaltung
3.1. Definition Veranstaltung – Event
3.2. Umweltfaktoren
3.2.1 Elemente der Mikroumwelt
3.2.2 Elemente der Makroumwelt
3.3. Der Marketing-Mix für Veranstalter
3.3.1 Marktanalyse
3.3.2 Produktpolitik
3.3.3 Preispolitik
3.3.4 Markenpolitik, Kommunikationspolitik
3.3.5 Distributionspolitik
3.4. Finanzierungsformen
4. Stadtmarketing
4.1 Definition, Aufgabenbereich
4.2 Events/Festivals im Stadtmarketing
4.3 Ziele und Zielgruppen des Stadtmarketings
5. Modelle zur Analyse der ökonomischen Effekte von Festivals
5.1 Nachfragemethoden
5.2 Angebotsmethoden
5.2.1 Methode der saisonalen Differenz
5.2.2 Methode der Bestimmung der Einnahmereste
5.2.3 Methode der Angebotsseitenschätzung
5.2.4 Methode der Ausgabenhochrechnung
5.3 Messung der Wirkungen auf den Arbeitsmarkt
5.3.1 Beschäftigtenzählung
5.3.2 Einfache Berechnung nach Touristenausgaben
5.3.3 Methode des Vergleichs touristischer und nicht-touristisch Regionen
5.4 Modelle zur Bestimmung der ökonomischen Wirkungszusammenhänge
5.4.1 Multiplikatormethode
5.4.2 Wertschöpfungsmodell
5.4.3 Input-Output-Modell
5.5 Modelle zur Messung der Kommunikationswirkung
5.5.1 Stufenmodelle / Wirkungshierarchiemodelle
5.5.2 Behavioristische Analysemodelle
5.5.3 Modell zur Erklärung der Wirkungsweise von Event-Markteting
6. „Bochum Total“
6.1 Standortbedingungen
6.1.1 Ruhrgebiet
6.1.2 Bochum
6.1.3 Bermuda Dreieck
6.2 „Bochum Total“ Daten und Fakten
6.2.1 Geschichte des Festivals
6.2.2 Finanzierung
6.2.3 Ziele des Festivals
6.2.4 Festivalvorbereitung
6.3 Analyse „Bochum Total“
6.3.1 Protokolle der Besprechungen mit Interessenvertretern
6.3.2 Methodik der Analyse
6.3.3 Die ökonomischen Effekte des Festivals
6.3.4 Effekte durch Transport und Unterbringung
6.3.5 Primärökonomische Effekte
6.3.6 Fiskaleffekte
6.3.7 Nettowertschöpfung
6.3.8 Image- und Bekanntheitseffekte
6.3.9 Soziale und ökologische Aspekte
6.3.10 Kritikpunkte
7. Zusammenfassung und Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Analyse und Überprüfung ökonomischer und touristischer Effekte von Musikfestivals am Beispiel des eintrittsfreien Festivals "Bochum Total". Die Forschungsarbeit untersucht, inwiefern Festivals als Instrumente des Stadtmarketings fungieren können und welche ökonomischen Wirkungszusammenhänge bei derartigen Großveranstaltungen existieren.
2.1 Definition und Geschichte von Musik-Festivals
Def.: Unter einem Musikfestival versteht man eine Veranstaltung, auf welcher mehrere, also mindestens zwei Künstler auftreten und ihre Musik präsentieren. Der Großteil der Festivals in Deutschland präsentiert zwischen 5 bis 20 verschiedene Künstler, welche meist der gleichen oder einer ähnlichen Musikrichtung angehören. Festivals können eine Dauer von einem Tag bis zu mehreren Tagen haben. Entscheidend hierbei ist, dass das Programm bei mehrtägigen Festivals an aufeinander folgenden Tagen angeboten wird. Vielfach wird fälschlicherweise von Festivals gesprochen, wenn mehrere Künstler in gewissen zeitlichen Abständen auftreten, z.B. jeden Samstag im Mai. Hierbei handelt es sich nicht um ein Festival im eigentlichen Sinne, sondern um eine Reihe von Konzerten einer bestimmten Musikrichtung bzw. zu einem bestimmten Thema. Der vom Deutschen Musikrat veröffentlichte Musikalmanach betont: „Allen Festivals und Festspielen ist gemein, dass sie – meist in der Sommerzeit – befristet zu einer zusätzlichen Attraktivität für Einwohner eines oder mehrerer Bundesländer, von Regionen und Städten beitragen und damit ein echter Wirtschaftsfaktor geworden sind“.
Geschichte
Wann die ersten Festspiele durchgeführt wurden, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Schon die im antiken Griechenland durchgeführten Theateraufführungen fanden im Rahmen von Festspielen statt, die Oberammergauer Passionsspiele existieren seit 1634. Viele europäische Fürsten- und Königshäuser waren ebenso für ihre Fest- und Opernspiele bekannt. Das erste Schlossfestspiel Deutschlands fand 1665 am Hof der Heidecksburg in Rudolstadt statt. Die Gründe zur Veranstaltung waren zu dieser Zeit meist politisch motiviert, sie sollten Macht und Einfluss demonstrieren oder hatten religiöse Hintergründe. Die späteren bürgerlichen Festspiele dienten der Demonstration des wachsenden Einflusses des Bürgertums und der Würdigung großer Komponisten und Musiker vergangener Zeiten.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Forschungsziel der Arbeit, die ökonomischen und touristischen Effekte von Musikfestivals anhand des Festivals „Bochum Total“ zu analysieren.
2. Musik-Festivals: Das Kapitel definiert den Festivalbegriff, beleuchtet die geschichtliche Entwicklung und analysiert den Wandel der Gesellschaft sowie Marktdaten der Musikwirtschaft.
3. Festivalveranstaltung: Hier werden Planung, Organisation, Umweltfaktoren sowie der Marketing-Mix inklusive Preis- und Markenpolitik für Veranstalter detailliert erläutert.
4. Stadtmarketing: Dieses Kapitel definiert Stadtmarketing als Prozess und analysiert die Bedeutung von Events und Festivals innerhalb kommunaler Marketingstrategien.
5. Modelle zur Analyse der ökonomischen Effekte von Festivals: Der Abschnitt stellt wissenschaftliche Methoden wie Nachfrage- und Angebotsanalysen sowie Multiplikatormodelle zur Messung von ökonomischen und kommunikativen Wirkungen vor.
6. „Bochum Total“: Dies ist der empirische Hauptteil der Arbeit, in dem der Standort Bochum und das Festival „Bochum Total“ einer umfassenden ökonomischen Analyse unterzogen werden.
7. Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und gibt abschließende Handlungsempfehlungen für zukünftige Festivalveranstaltungen.
Musikfestivals, Bochum Total, Stadtmarketing, ökonomische Effekte, Eventtourismus, Wertschöpfung, Multiplikatoreffekt, Kulturtourismus, Sponsoring, Standortmarketing, Musikwirtschaft, Fiskaleffekte, Veranstaltungsmanagement.
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomische und touristische Bedeutung von Musikfestivals in Deutschland, wobei das kostenfreie Festival „Bochum Total“ als konkretes Fallbeispiel dient.
Die Arbeit behandelt die Definition und Geschichte von Festivals, die Planung und Organisation (Marketing-Mix), Stadtmarketing-Konzepte sowie die wissenschaftliche Messung von wirtschaftlichen Festival-Effekten.
Ziel ist es, die ökonomischen Effekte durch Musikfestivals wissenschaftlich zu analysieren, zu bewerten und am Praxisbeispiel des „Bochum Total“ zu quantifizieren.
Es kommen verschiedene Modelle zur Anwendung, darunter Nachfrage- und Angebotsmethoden, Multiplikator-Berechnungen, das Wertschöpfungsmodell sowie Input-Output-Analysen zur Bestimmung der Gesamtwirkung.
Der Hauptteil beinhaltet die theoretischen Grundlagen des Eventmanagements und des Stadtmarketings sowie eine detaillierte Analyse der ökonomischen Effekte von „Bochum Total“ (Primär-, Fiskal- und Imageeffekte).
Zentrale Begriffe sind Musikfestivals, Bochum Total, Stadtmarketing, ökonomische Effekte, Eventtourismus, Wertschöpfungsmodell, Multiplikatormethode und Sponsoring.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die durch das Festival induzierten positiven ökonomischen Effekte sowie die Imagegewinne die städtischen Aufwendungen deutlich übersteigen.
Der Autor weist auf die Schwierigkeit der Datenbeschaffung bei nicht-kommerziellen Veranstaltungen sowie auf Definitions- und Abgrenzungsprobleme zwischen vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen hin.
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