Examensarbeit, 2006
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und methodisches Vorgehen
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das Down-Syndrom
2.1.1 Variationen des Down-Syndroms
2.2 Zweisprachigkeit / Bilingualismus
2.2.1 Definitionen zur Zweisprachigkeit
2.2.2 Fachwissenschaftliche Systematik der Definitionen
2.2.3 Konzeptualisierungen der Zweisprachigkeit
2.2.4 Arbeitsdefinition: Zweisprachigkeit
2.2.5 Semilingualismus
2.3 Zusammenfassung: früher Zweitspracherwerb und Kinder mit Down-Syndrom
3. Forschungslage zur Zweisprachigkeit bei Kindern mit Down-Syndrom
3.1 Studien von Kay-Raining Bird: positive Auswirkungen der Zweisprachigkeit
3.2 Erfahrungsberichte: Methoden der simultanen und sukzessiven Zweisprachigkeit
3.2.1 Methoden der simultanen Zweisprachigkeit
3.2.2 Beispiele der sukzessiven Zweisprachigkeit
3.3 Weitere Quellen
3.3.1 Sanda: gebärdensprachliche Kommunikation
3.3.2 Launonen: Konsequenzen der „Sprachmentalität“
3.3.3 Vallar und Papagnos: Mehrsprachigkeit
3.3.4 Woll und Groves: Sprachmodalität
3.3.5 Elterninitiative – „Hanen“ : gemischte Meinungen
3.4 Schlussfolgerungen
4. Förderansätze zum frühen Zweitspracherwerb für Kinder mit Down-Syndrom
4.1 Die Bedeutung der Sprache in der multilingualen Welt
4.2 Besonderheiten des Spracherwerbs beim Down-Syndrom
4.3 Förderansätze
4.3.1 Förderung der nicht-lautlichen Sprachmodalität
4.3.2 Sprachförderung durch frühes Lesenlernen
4.3.3 Förderung mit Felzers Multisensorischem Programm
5. Schlussbemerkung
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Auswirkungen des frühen Zweitspracherwerbs bei Kindern mit Down-Syndrom, mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen und praxistaugliche Förderansätze für den sonderpädagogischen Kontext abzuleiten.
Die Bedeutung der Sprache in der multilingualen Welt
Sprache ist mehr als nur das Äußern von Worten. Sie ist ein komplexes System aus Sprachverständnis, kognitiver und sozialer Entwicklung und damit ein Hauptmerkmal des Menschen. Sie reicht von nonverbalen, mimisch-gestisch komplexen und wenig definierten Symbolen von Bedeutungen bzw. Sinngehalten bis hin zu abstrakten Formen schriftlicher Zeichensysteme und bietet uns damit die Möglichkeiten zur Abstraktion und zur Verallgemeinerung, zur Begriffsbildung und zum Systematisieren von Erfahrungen (Baun 1982: 20).
Durch Sprache lässt sich die Welt differenzierter erfassen und verstehen, durch Sprache lassen sich abstrakte Zusammenhänge ausdrücken, was ohne sie nicht möglich wäre. Je größer der Wortschatz eines Menschen, desto differenzierter kann er die Welt erfassen und über Zusammenhänge nachdenken, was die kognitive Entwicklung positiv beeinflusst (Wilken 2003: 94f.).
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit und Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung von Zweisprachigkeit und Down-Syndrom.
2. Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung des Down-Syndroms sowie der verschiedenen Definitionen und Konzepte von Zweisprachigkeit, inklusive einer Arbeitsdefinition.
3. Forschungslage zur Zweisprachigkeit bei Kindern mit Down-Syndrom: Auswertung wissenschaftlicher Studien und praktischer Erfahrungsberichte zum Zweitspracherwerb in diesem Personenkreis.
4. Förderansätze zum frühen Zweitspracherwerb für Kinder mit Down-Syndrom: Vorstellung konkreter Fördermethoden, wie die gebärden-unterstützte Kommunikation und das frühe Lesenlernen, zur Unterstützung des Zweitspracherwerbs.
5. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Empfehlungen für eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung und Förderung von Kindern mit Down-Syndrom unter Berücksichtigung individueller Potenziale.
Down-Syndrom, Zweisprachigkeit, Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Sprachförderung, Gebärden-unterstützte Kommunikation, GuK, Frühes Lesenlernen, Inklusion, Sprachentwicklung, Trisomie 21, Mehrsprachigkeit, Pädagogik, Sprachkompetenz, Kommunikation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, ob und wie Kinder mit Down-Syndrom eine zweite Sprache erwerben können, und entwickelt daraus förderpädagogische Ansätze.
Zentral sind die theoretischen Konzepte von Zweisprachigkeit, der aktuelle Forschungsstand zum Zweitspracherwerb bei Kindern mit Down-Syndrom und die praktische Anwendung von Fördermethoden.
Die Arbeit will Vorurteile gegenüber einer zweisprachigen Erziehung bei Kindern mit Down-Syndrom ausräumen und aufzeigen, dass diese Kinder durch geeignete Methoden in einer multilingualen Welt partizipieren können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der systematischen Auswertung der Fachliteratur, wissenschaftlicher Studien sowie gesammelter Erfahrungsberichte basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Zweisprachigkeit, die Analyse des Forschungsstands und die Entwicklung konkreter Förderansätze (Gebärden, Lesenlernen).
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Down-Syndrom, Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Sprachförderung und Gebärden-unterstützte Kommunikation charakterisiert.
Da Kinder mit Down-Syndrom oft eine stärkere visuelle Auffassungsgabe haben, dienen Gebärden als visuelle Brücke zur Lautsprache und erleichtern den Zugang zu einer zweiten Sprache.
Das frühe Lesenlernen wird als multisensorische Methode vorgestellt, um den Sprachaufbau zu visualisieren und auditive Defizite bei Kindern mit Down-Syndrom auszugleichen.
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