Examensarbeit, 2006
83 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Bilderbuch
2.1 Die Geschichte des Bilderbuches
Der Struwwelpeter – ein modernes Bilderbuch
2.2 „Bilderbuch“ – ein Definitionsversuch
2.3 Die innere Ordnung der Gattung Bilderbuch: Kategorien und Wertungen
2.3.1 Kaufhausbilderbuch vs. Künstlerisch und inhaltlich anspruchvolles Bilderbuch
2.3.2 Das Bilderbuch – die Vielfalt der Genres
2.4 Qualitätsmerkmale von Bilderbüchern
2.4.1 „Kindgemäßheit“ als Qualitätsmerkmal
2.4.2 Inhaltliche Qualität: Aufbereitung von Problemen
2.4.3 Künstlerische Qualität
2.4.4 Die sprachliche Qualität
2.4 Bilderbücher im Religionsunterricht der Grundschule
3. Kinderfreundschaften
3.1 Ein Definitionsversuch
3.2 Fünf Stufenmodell nach Selman
3.2.1 Reflektion des Stufenmodell von Selman
3.3 Warum brauchen Kinder Freunde?
3.4 Entstehung und Entwicklung von Freundschaft
4. Ausblick/ oder etwa: Kindheit, Freundschaft und das Bilderbuch – unbedingt ein Thema für den Religionsunterricht?
4.1 Freundschaft im Bilderbuch
4.2 Freundschaft im Bilderbuch – Ein Thema für den Religionsunterricht der Grundschule?
5. Bilderbuchanalysen
5.1 „Freundinnen“ von Sybille Rieckhoff (Illustration Jürgen Rieckhoff)
5.2 „Lustiges Bullerbü“ von Astrid Lindgren (Illustration Ilon Wikland)
5.3 Vergleich der beiden Bilderbücher „Lustiges Bullerbü“ und „Freundinnen“
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Potenzial von Bilderbüchern als Unterrichtsmedium für den Religionsunterricht in der Grundschule, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern sich Bilderbücher zum Thema Freundschaft als sinnvolles und fruchtbares Medium für diesen pädagogischen Kontext eignen. Dabei wird reflektiert, wie Bilderbücher kindgerecht eingesetzt werden können, um neben inhaltlichen Botschaften auch soziale Kompetenzen und das Freundschaftsverständnis der Kinder zu fördern.
Die Geschichte des Bilderbuches
Das Bilderbuch, wie wir es kennen, zeichnet sich aus durch die Gleichrangigkeit von Bild und Text oder sogar einer Dominanz der Bilder gegenüber dem Text. Gängig ist dies jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert. Bilderbücher erscheinen seit über 500 Jahren, und sie zeigten während dieser Zeit sehr verschiedene Gesichter. Die wichtigsten Entwicklungslinien hinsichtlich der Zielgruppen und Inhalte von Bilderbüchern sowie des Verhältnisses von Wort und Bild sollen im folgenden erläutert sein.
Geschichte und Entwicklung des Bilderbuchs begannen mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Buchdruck ermöglichte es, Texte kostengünstig und in hoher Anzahl herzustellen. Dadurch war gegeben, dass auch für das einfache Volk Druckerzeugnisse erschwinglich waren. Allerdings konnten nur sehr wenige Menschen lesen. Um dies auszugleichen, wurden schon bald die ersten Texte mit Bebilderung veröffentlicht. Aufgrund der Illustrationen war es nun auch den „einfachen“ Menschen möglich, die Texte zu verstehen.
Wenn man heute von Bilderbüchern spricht, geht man meist davon aus, dass diese für Kinder bestimmt seien. Zu Anfang des Bilderbuchzeitalters waren jedoch nicht die Kinder als Zielgruppe gedacht, sondern Erwachsene. Die Entwicklung von Bilderbüchern war, wie gesagt, primär motiviert durch den Analphabetismus der damaligen Epoche, sowie durch das Streben nach kommerzieller Verbreitung von Druckerzeugnissen.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, die sich mit der Bedeutung von Bilderbüchern im Religionsunterricht der Grundschule befasst.
2. Bilderbuch: Detaillierte Untersuchung der Gattung, inklusive geschichtlicher Entwicklung, Definitionsversuchen und Qualitätsmerkmalen für den schulischen Einsatz.
3. Kinderfreundschaften: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Wesen und der Entwicklung von Freundschaften unter Kindern, basierend auf entwicklungspsychologischen Modellen.
4. Ausblick/ oder etwa: Kindheit, Freundschaft und das Bilderbuch – unbedingt ein Thema für den Religionsunterricht?: Synthese der Ergebnisse aus den vorherigen Kapiteln zur Beantwortung der Frage nach der Eignung von Bilderbüchern als Unterrichtsmedium.
5. Bilderbuchanalysen: Exemplarische Analyse und Vergleich der zwei Kinderbücher "Freundinnen" und "Lustiges Bullerbü" hinsichtlich ihrer inhaltlichen und bildnerischen Eignung.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Reflexion über den Nutzen der Arbeit für die zukünftige berufliche Tätigkeit.
Bilderbuch, Religionsunterricht, Grundschule, Freundschaft, Kindgemäßheit, Sozialkompetenz, Identifikation, Entwicklungsstufen, Problemorientierung, Bildanalyse, Pädagogik, Selman, Lesemotivation, Wertevermittlung, Interpersonales Verstehen.
Die Hausarbeit untersucht die didaktische Eignung von Bilderbüchern als Unterrichtsmedium für den Religionsunterricht an Grundschulen.
Die Arbeit verknüpft die Gattung "Bilderbuch" (Geschichte, Kriterien, Qualität) mit dem Thema "Kinderfreundschaften" (Entwicklung, Bedeutung für Kinder).
Das Ziel ist es, die Berechtigung und die Chancen von Bilderbüchern zum Thema Freundschaft als fruchtbares Medium im Religionsunterricht zu begründen.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und führt eine exemplarische Analyse sowie einen Vergleich zweier spezifischer Bilderbücher durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Gattung Bilderbuch, die Darstellung der Entwicklung von Kinderfreundschaften (nach Selman) und die abschließende Synthese beider Themenfelder.
Bilderbuch, Religionsunterricht, Freundschaft, Kindgemäßheit, Entwicklung, Soziale Kompetenz, Identifikation.
Das Modell dient als theoretische Grundlage, um das Verständnis von Kindern für Freundschaften altersgerecht einzuordnen und daraus Rückschlüsse für die Auswahl passender Literatur zu ziehen.
Das Buch "Juul" wird zur kritischen Auseinandersetzung mit der "Kindgemäßheit" bei "Problembüchern" genutzt, um die Sensibilität bei der Auswahl von Literatur zu Gewalt und Ausgrenzung zu verdeutlichen.
Die Abgrenzung von "Kaufhausbilderbüchern" zu künstlerisch anspruchsvollen Werken dient als Kriterium zur qualitativen Bewertung für den Einsatz im Bildungskontext.
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