Bachelorarbeit, 2004
81 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Voraussetzungen
1.1 Körperliche Voraussetzungen
1.1.1 Entwicklung des Körpers
1.1.1.1 Haltung
1.1.1.2 Haltung im Stehen
1.1.1.3 Stärkung der Ausdauer
1.1.1.4 Drei Normen der aufrechten Haltung:
1.1.1.5 Mund- und Kieferbau
1.1.1.6 Entwicklungsstand der Hände und Finger
1.1.1.7 Lotgerechte Haltung
1.1.1.8 Das Problem der Atmung
1.1.2 Kindgerechte Instrumente
1.1.2.1 Der Begriff
1.2 Psychische Voraussetzungen
1.2.1 Lernreife
1.2.2 Musikalität
1.2.2.1 Psychologische Erkenntnisse und Perspektiven
1.2.2.2 Entwicklungsverläufe von Instrumentalisten
1.2.2.3 Staccato
1.2.2.4 Sinnvolles Üben: Physiologische und psychologische Grundlagen
1.2.2.5 Musikalische Fähigkeiten – Entwicklungsstadien im Vergleich
1.2.2.5.1 Kinder vor dem Vorschulalter
1.2.2.5.2 Kinder im Vorschulalter
1.2.2.5.3 Kinder im Grundschulalter
1.2.2.5.4 Jugendliche
1.2.2.5.5 Erwachsene
1.2.2.2 Musikalische Hochbegabung: Erkenntnisse und Anhaltspunkte
1.2.2.2.1 allgemeine Ebene
1.2.2.2.2 schnelle Auffassungsgabe und schnelle Lernfortschritte bei spezifischen Grundfertigkeiten
1.2.2.2.3 Kleinkindalter
1.2.2.2.4 später
1.2.2.3 Tipps für den Unterricht: Überprüfung der Musikalität
1.2.2.4 Allgemeine altersbedingte Besonderheiten der Persönlichkeitsentwicklung
1.2.2.4.1 Vorschulalter (6. bis 7. Lebensjahr)
1.2.2.4.2 Tipps zum Unterricht
1.2.2.4.3 Besondere Empfehlungen für den Instrumentalunterricht mit Kindern im Vorschulalter
1.2.2.4.4 2. Grundschulalter (7. bis 10. Lebensjahr)
1.2.2.4.5 Tipps zum Unterricht
1.2.3 Die Prävention möglicher „Spielunarten" oder „Spielschäden"
1.3 Leseverständnis
2. Kindgerechter Unterricht
2.1 Der Gebrauch von Noten
2.2 Spiele
2.3 Zeichengebung
2.4 Kretivitätsförderung
2.4.1 Malen und Zeichen
2.4.2 Improvisation
2.4.3 Hörspiele – Gehörschulung
2.4.4 Bewegung
2.4.4.1 Positive Gefühle als Lernhilfe
3. Kindgerecht gebaute Instrumente
3.1 B-, C- und Es-Klarinetten
3.2 Sopranklarinette, Schalmei, G-Klarinetten
3.3 Das Blatt
3.4 Das Mundstück
3.4.1 Die Blattzwinge
3.5 Die Daumenstütze
3.5.1 Allgemeine Aspekte
3.5.2 Die medizinische Betrachtungsweise
3.5.2.1 Neurophysiologische Aspekte
3.5.2.2 Der Greifvorgang – Haltung der Klarinette
3.5.2.3 Das Modell des Greifvorgangs ist für das Instrumentalspiel von großer Bedeutung.
3.6 Der Halsgurt, der Tragegurt
Holzblasinstrumente - Hosenträgergurtsystem
3.6.1 Bemerkungen zur Materialausstattung
3.7 Das Material der Klarinette
3.8 Die Anzahl der Klappen
3.9 Anwendungen beim Saxophon
3.10 Anregungen für den Instrumentenbau
3.11 Umstieg auf Erwachsenen-Instrumente
4. Indikatoren
4.1 Ist das gewählte Instrument für den Schüler passend?
Beratung bei der Wahl des geeigneten Instruments
4.1.1 Wann erkennt man ob die Wahl des Instrumentes
richtig war?
4.1.2 Gibt es Instrumente, die sich zumindest
vorübergehend besser eignen?
4.2 Kontrolle
4.2.1 Körperhaltung
4.2.2 Atmung und Ansatz
4.3 Ist das Kind mit dem Instrument überfordert?
4.4 Hat das Kind körperliche Schwierigkeiten?
4.5 Einfluss des sozialen Umfeldes
5. Schluss
6. Weiterbearbeitung des Themas
7. Literatur- und Bildnachweis
8. Anhang (Bilder)
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den notwendigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Bläserunterricht am Beispiel der Klarinette, wobei die Aspekte Musikpädagogik, Psychologie, Physiologie und Instrumentenbau ganzheitlich betrachtet werden, um den optimalen Einstieg für Kinder zu ermöglichen.
1. Voraussetzungen
Das Instrumentalspiel reduziert sich nicht nur auf den Kontakt mit dem Instrument. Für den Nicht-Musiker sieht das Spiel eines Blasinstrumentes aus, als hätte der Musiker nur dafür zu sorgen, dass er genug „Luft“ in das Instrument befördert und dass die Finger eine möglichst schnelle Bewegung am Instrument vornehmen. Diejenigen, die ein Blasinstrument schon einmal spielen probiert haben, entdecken, dass das Reinblasen aus Ansatz und Atmung besteht. Nur die Beschäftigung mit einem Instrument lässt erkennen, dass ein Ganz-Körper-Einsatz zum Musizieren notwendig ist. Musizieren ist vergleichbar mit Hochleistungssport. Ausdauer, Krafteinteilung, optimierte Atmung, Körperhaltung und Mentale Stärke beeinflussen die Entwicklung zum Musiker.
Ohne pädagogisches Zutun kommen aber nur die so genannten „Natur-Talente“ weiter in Richtung Profi-Musiker. Natur-Talente haben das Problem, dass sie nicht lernen brauchen ihren Körper zu optimieren. Dieses Problem führt dazu, dass gegen kleine Mängel oder Schäden nicht vorgebeugt oder gearbeitet wird. Diese führen zu Krankheiten und Krankheiten führen zum Scheitern.
1. Voraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert die physischen und psychischen Grundlagen des Instrumentalspiels und betont die Notwendigkeit einer physiologischen Haltung zur Vermeidung von Schäden.
2. Kindgerechter Unterricht: Hier werden methodische Ansätze beschrieben, wie der Unterricht durch spielerische Elemente und eine altersgerechte Herangehensweise an Noten und Kreativität gestaltet werden kann.
3. Kindgerecht gebaute Instrumente: Der Abschnitt untersucht spezifische Instrumentenmodelle für Kinder, analysiert Anforderungen an Material und Bauweise und diskutiert die Sinnhaftigkeit eines frühen Umstiegs auf Erwachseneninstrumente.
4. Indikatoren: Dieses Kapitel liefert praktische Merkmale zur Beurteilung, ob ein Instrument zum Entwicklungsstand eines Kindes passt und wie der Lehrer körperliche oder psychische Überforderungen erkennen kann.
Klarinettenunterricht, Musikerziehung, Kindgerechte Instrumente, Physiologie, Musikpädagogik, Körperhaltung, Atmung, Ansatz, Spielschäden, Ergonomie, Lernreife, Musikalität, Instrumentenbau, Psychologie, Feinmotorik
Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen für einen erfolgreichen und gesunden Bläserunterricht, speziell am Beispiel der Klarinette für Kinder.
Die Arbeit verknüpft musikpädagogische Ansätze mit psychologischen Erkenntnissen, physiologischen Aspekten der Körperhaltung sowie Anforderungen an den Instrumentenbau.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein kindgerechter Unterricht gestaltet werden kann, der langfristig die Freude am Musizieren fördert und körperliche Überlastungen verhindert.
Der Autor stützt sich auf interdisziplinäre Erkenntnisse aus der Musikpsychologie, Physiologie und Pädagogik sowie eigene Erfahrungen als Instrumentallehrer.
Der Hauptteil gliedert sich in Voraussetzungen, kindgerechte Unterrichtsmethoden, die Analyse spezieller Instrumente für Kinder und die Identifikation von Indikatoren zur passenden Instrumentenwahl.
Zentrale Begriffe sind Klarinettenunterricht, kindgerechte Instrumente, Ergonomie, Körperhaltung, Prävention von Spielschäden und musikalische Entwicklung.
Weil Standardinstrumente oft nicht an die physischen Gegebenheiten kleiner Kinder (Handgröße, Lungenkapazität) angepasst sind, was zu Haltungsschäden oder mangelnder Motivation führen kann.
Es handelt sich um eine präventiv wirksame Bewegungsform, bei der rhythmische Pendelbewegungen unter Ausnutzung der Schwerkraft dazu dienen, die Motorik zu ordnen und die Stabilität zu fördern.
Die Arbeit empfiehlt, den Beginn des Instrumentalunterrichts nicht mit dem Schulanfang zusammenzulegen, sondern etwa ein halbes Jahr davor oder danach, um Überforderungen des Kindes zu vermeiden.
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