Wissenschaftlicher Aufsatz, 2000
36 Seiten
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
A. Einleitung
B. Die Codex Alimentarius Kommission
I. Aufbau und Arbeitsweise der CAK
1. Konferenzen, Exekutivkomitee und Sekretariat
2. Die Untergremien der CAK
a) Regionale und weltweite Codex Komitees
b) Horizontale und vertikale Komitees
c) Regionale Koordinierungskomitees
d) Ad hoc Intergouvernmental Task Forces
e) Beratende Gremien
II. Ziele und Aufgaben der CAK
III. Rechtliche Handlungsformen
1. Die Codex Standards
2. Die Codes of Practice und Guidelines
IV. Das Zustandekommen der Codex Standards
1. Das Verfahren
2. Die Annahme der Standards
V. Verfassungsrechtliche Bedenken hinsichtlich des Zustandekommens der Standards
VI. Beeinflussung des EG-Rechts durch die Codex Standards
1. Annahme der Standards durch die Europäische Gemeinschaft
2. Beachtung der Codex Standards durch den EuGH
3. Unsicherheit über die künftige Wirkungsweise der Codex Standards
VII. Würdigung der Arbeit der CAK
C. Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen
I. Einführung
II. Anwendungsbereich
1. Zusätze
2. Verunreinigungen, Toxine und krankheitsverursachende Organismen
3. Von Tieren übertragene Krankheiten
4. Anwendung auf Vorschriften über gentechnische Veränderungen
5. Anwendung auf Vorschriften über die Bestrahlung von Lebensmitteln
6. Ergebnis
III. Verhältnis zu weiteren Abkommen im Rahmen der WTO
1. Übereinkommen über Technische Handelshemmnisse
2. Verhältnis des SPS-Abkommens zum GATT
IV. Verstoß nationaler Maßnahmen gegen das SPS-Abkommen
1. Verstoß gegen Art. 3.1 und 3.3 SPS-Abkommen
a) Beweislastverteilung
b) Anwendbarkeit internationaler Standards
c) Bindungswirkung der internationalen Standards
d) Wissenschaftliche Begründungspflicht
2. Verstoß gegen Art. 5.1 SPS-Abkommen
3. Verstoß gegen Art. 5.5 SPS-Abkommen
a) Willkürlicher und nicht gerechtfertigter Unterschied im Schutzstandard
b) Keine Diskriminierung und kein verschleiertes Handelshemmnis
4. Nichtdiskriminierungsverbot des Art. 2.3
5. Bewertung der Berufungsentscheidung
V. Beteiligung der EG in Streitschlichtungsverfahren
VI. Auswirkungen des SPS-Abkommens
D. Ergebnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen nationalen Gesundheitsschutzmaßnahmen und internationalen Handelsliberalisierungsbemühungen innerhalb der Welthandelsorganisation (WTO). Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung des Codex Alimentarius im Lebensmittelrecht sowie auf der rechtlichen Einordnung des SPS-Abkommens und dessen Auswirkungen auf nationale Spielräume bei der Festlegung von Lebensmittelsicherheitsstandards.
I. Aufbau und Arbeitsweise der CAK
Durch einfache Erklärung gegenüber dem Generaldirektor können der CAK sämtliche Mitgliedstaaten und assoziierte Mitglieder der FAO und WHO beitreten (Art. 2 der Satzung, Regel I Nr. 1 der Verfahrensordnung). Ziel dieser schlichten Prozedur ist die Gewährleistung einer möglichst großen Zahl teilnehmender Staaten.
Als gemeinsames Unterorgan der FAO und WHO verfügt die CAK über eigene Organe, ein eigenes Sekretariat und Budget sowie über eine eigene Satzung und Verfahrensregeln. Ihre Tätigkeit zeichnet sich durch eine weitgehende Selbständigkeit und Unabhängigkeit gegenüber den beiden UN-Sonderorganisationen aus.
A. Einleitung: Beschreibt das Spannungsfeld zwischen protektionistischen Gesundheitsschutzmotiven und dem internationalen Ziel der Liberalisierung des Lebensmittelhandels.
B. Die Codex Alimentarius Kommission: Analysiert den Aufbau, die Entscheidungsprozesse und die wachsende Bedeutung der CAK für die weltweite Standardsetzung bei Lebensmitteln.
C. Übereinkommen über die Anwendung gesundheitspolizeilicher und pflanzenschutzrechtlicher Maßnahmen: Erläutert den Anwendungsbereich, die Harmonisierungsziele und die rechtliche Einordnung des SPS-Abkommens im Rahmen der WTO.
D. Ergebnis: Fasst zusammen, wie das SPS-Abkommen nationale Spielräume einengt und kritisiert die Auswirkungen auf das Verbraucherschutzniveau durch den Druck zur Angleichung an internationale Standards.
Gesundheitsschutz, WTO, Codex Alimentarius, SPS-Abkommen, Handelshemmnisse, Lebensmittelrecht, Risikobewertung, Hormonstreit, Vorsorgeprinzip, Gentechnik, Lebensmittelbestrahlung, internationale Standards.
Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Einordnung und den Auswirkungen internationaler Lebensmittelstandards, insbesondere jener der Codex Alimentarius Kommission, auf nationale Gesundheitsschutzmaßnahmen im Kontext des WTO-Regelwerks.
Zentral sind die Funktionsweise der Codex Alimentarius Kommission, die Struktur des SPS-Abkommens, das Verhältnis zwischen Freihandel und Gesundheitsschutz sowie die Analyse von WTO-Streitschlichtungsfällen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie internationale Abkommen die nationale Autonomie bei der Ausgestaltung von Lebensmittelsicherheitsstandards einschränken und welchen rechtlichen Status internationale Normen in diesem Prozess einnehmen.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die internationale Verträge, Satzungen der Codex Alimentarius Kommission sowie relevante Panel- und Berufungsberichte der WTO auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der CAK, die Analyse der Bestimmungen des SPS-Abkommens (Anwendungsbereich, Verstoßtatbestände) sowie eine kritische Bewertung der Berufungsentscheidungen der WTO im Kontext der EG-Politik.
Wichtige Begriffe sind WTO, SPS-Abkommen, Gesundheitsschutz, Codex Alimentarius, Risikobewertung, Vorsorgeprinzip und Handelsliberalisierung.
Der Autor konstatiert erhebliche Defizite hinsichtlich Transparenz und demokratischer Legitimation, da Entscheidungen oft in geheimer Abstimmung getroffen werden und eine adäquate Beteiligung der Öffentlichkeit sowie von Verbraucherschutzorganisationen fehlt.
Das Vorsorgeprinzip ist zentral für die Argumentation der EG bei Handelskonflikten. Der Autor arbeitet heraus, dass das WTO-Berufungsgremium dieses Prinzip zwar im Rahmen des Art. 5.7 SPS-Abkommen anerkennt, es jedoch nicht als umfassendes Vorrangprinzip gegenüber den materiellen Anforderungen des Abkommens akzeptiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

