Examensarbeit, 2006
98 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Informationstechnologische Ausstattung der Grundschulen und die Regelung des Supports
2.1 Ausstattung mit IT-Technik
2.1.1 Hardware Ausstattung
2.1.2 Software
2.1.3 Standorte und Vernetzung der Computer
2.1.4 Unterrichtseinsatz des Computers
2.2 Technische Wartung der IT-Ausstattung
3 Betrachtung der Positionen von Gegnern und Befürwortern des Computereinsatzes in der (Grund)-Schule
4 Aspekte der Gestaltung des Unterrichts und des Lehrens
4.1 Aspekte der Unterrichtstheorie nach Bruner
4.1.1 Gestaltung der Lernsituation
4.1.2 Die Struktur des zu erlernenden Wissensbereichs
4.1.3 Anschauung und individuelle Thematisierung des Lerngegensatandes unter Berücksichtigung des Vorwissens der Lernenden
4.1.4 Extrinsische Motivation
4.2 Selbstständiges eigenverantwortliches Lernen im Unterricht
4.2.1 Aktiv entdeckendes Lernen
4.2.2 Strukturiertes und automatisiertes Üben
4.2.3 Lernen in Sinnzusammenhängen oder Lernen am komplexen Gegenstand
4.2.4 Individualität von Lernprozessen
4.2.5 Eigenverantwortliches Lernen
4.2.6 Die Bedeutung des sozialen Lernens
5 Eine Utopie des computerunterstützten Mathematikunterrichts
6 Arten von Lernsoftware
6.1 Inhaltliche Erörterung der Lernsoftwaretypen
6.1.1 Übungsprogramme
6.1.2 Didaktische Programme
6.1.3 Software, die entdeckendes Lernen ermöglicht
6.1.4 Cognitive Tools
6.2 Anmerkung
7 Lernsoftware im Mathematikunterricht
8 Bewertung von Lernsoftware
8.1 Beurteilung des Lernprogramms „Mathetiger“
8.1.1 Technische Angaben
8.1.2 Didaktische Untersuchung
9 Experiment
9.1 Ablauf des Experiments
9.2 Ergebnisse des Experiments
10 Fundamentale Ideen der Informatik im Mathematikunterricht
10.1 Fundamentale Ideen der Informatik in Verbindung mit dem Mathematikunterricht der Primarstufe
10.1.1 Moduln-Modularisieren
10.1.2 Strukturen-Strukturieren
10.1.3 Darstellung
10.1.4 Realisieren
10.1.5 Qualität (Beurteilung von Algorithmen)
11 Fazit
12 Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Voraussetzungen für den Einsatz von Lernsoftware im Mathematikunterricht der Primarstufe und analysiert, wie ein solcher Unterricht gestaltet sein muss, um Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu fördern.
3 Betrachtung der Positionen von Gegnern und Befürwortern des Computereinsatzes in der (Grund)-Schule
Die Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der schulischen Computernutzung wurden wie bspw. der folgende Wortlaut zeigt, oft auf emotionaler und nicht auf Grundlage empirischer Befunde geführt.
„Die Pädagogik ist wiedermal bereit, einem Unbekannten zu dienen, wenn er nur imponierend auftritt.“ (Hentig 1993, S. 34)
Die Argumente der Gegner des Computereinsatzes in der Grundschule basieren in erster Linie auf dem schlechten Image des Computers, welches im Hinblick auf seine Benutzung durch Kinder und Jugendliche entstand. Dabei werden Videospiel-Konsolen (Play-Station, X-Box, Gameboy, etc.), Lernspiel-Geräte und der Personal Computer unter dem Oberbegriff „Computer“ miteinander vermischt (vgl. Mitzlaff 1996, S. 23).
Im Vordergrund der Auseinandersetzung mit dem „Neuen Medium“ standen dabei meist mögliche negative Auswirkungen auf ihre Nutzer. Dabei wurde befürchtet, dass durch die Beschäftigung mit dem Computer soziale Kompetenzen vernachlässigt und der sozialen Isolation der Benutzer und dem Leben in Ersatzwelten Vorschub geleistet werde. Außerdem trage die Beschäftigung am Computer dazu bei, dass die körperliche Bewegung und Betätigungen, insbesondere feinmotorische Fertigkeiten, wie etwa das Schreiben von Zahlen und Buchstaben, vernachlässigt würden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche Voraussetzungen für den erfolgreichen Computereinsatz im Mathematikunterricht der Primarstufe notwendig sind.
2 Informationstechnologische Ausstattung der Grundschulen und die Regelung des Supports: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Hardware- und Softwareausstattung an Grundschulen sowie die häufig prekäre Situation bei der technischen Wartung.
3 Betrachtung der Positionen von Gegnern und Befürwortern des Computereinsatzes in der (Grund)-Schule: Hier werden kritische Stimmen, die den Computer als Gefahr für soziale Kompetenzen und körperliche Entwicklung sehen, mit empirischen Befunden kontrastiert.
4 Aspekte der Gestaltung des Unterrichts und des Lehrens: Das Kapitel erläutert unter Einbeziehung von Bruners Unterrichtstheorie und Ansätzen des selbstständigen Lernens die methodischen Grundlagen für einen effektiven Unterricht.
5 Eine Utopie des computerunterstützten Mathematikunterrichts: Hier wird ein bewusst überspitztes Szenario für einen idealen computergestützten Unterricht skizziert.
6 Arten von Lernsoftware: Dieser Teil differenziert das Softwareangebot in vier Hauptkategorien: Übungsprogramme, didaktische Programme, Programme für entdeckendes Lernen und Cognitive Tools.
7 Lernsoftware im Mathematikunterricht: Dieses Kapitel diskutiert, wie Lernsoftware gezielt in den Mathematikunterricht integriert werden kann, um Lernprozesse zu bereichern.
8 Bewertung von Lernsoftware: Es wird exemplarisch anhand des Programms „Mathetiger“ aufgezeigt, welche Kriterien für eine fundierte Beurteilung von Lernprogrammen herangezogen werden können.
9 Experiment: Dieses Kapitel beschreibt ein Experiment mit Grundschülern, welches die Diskrepanz zwischen theoretischen Erwartungen und der praktischen Handhabung aufdeckt.
10 Fundamentale Ideen der Informatik im Mathematikunterricht: Abschließend wird dargestellt, wie informationstechnologische Basiselemente wie Algorithmen, Datenstrukturen und Abstraktion im Mathematikunterricht thematisiert werden können.
11 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Appelle an Schulträger, Softwareentwickler und die Lehrerausbildung.
12 Literatur: Ein Verzeichnis aller in der Arbeit zitierten Quellen.
Lernsoftware, Mathematikunterricht, Primarstufe, Computer, Unterrichtsgestaltung, Bruner, entdeckendes Lernen, IT-Ausstattung, Medienkompetenz, Algorithmen, Grundschule, Softwareevaluation, soziales Lernen, Informatik, Lehrerausbildung.
Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen und Möglichkeiten eines effektiven Computereinsatzes im Mathematikunterricht der Primarstufe, wobei der Fokus darauf liegt, wie durch Lernsoftware fruchtbare Lernprozesse gewährleistet werden können.
Zentrale Themen sind die technische IT-Ausstattung von Schulen, didaktische Prinzipien der Unterrichtsgestaltung nach Bruner, die Klassifizierung von Lernsoftware sowie die praktische Bewertung von Softwarebeispielen.
Das Ziel ist es, den Status Quo des Computereinsatzes zu analysieren, Kriterien für die Auswahl geeigneter Programme zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Schüler neben dem reinen Anwenden auch informatische Grundstrukturen verstehen lernen können.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse zur Unterrichtstheorie und Informatikdidaktik nutzt der Autor ein praktisches Experiment, um die tatsächliche Reaktion von Grundschülern auf Lernsoftware zu untersuchen.
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Einbettung von Lernsoftware in den Unterricht, der Vorstellung verschiedener Softwaretypen und der detaillierten didaktischen Analyse des Lernprogramms „Mathetiger“.
Wichtige Schlagworte sind Lernsoftware, Mathematikunterricht, Primarstufe, didaktische Prinzipien, Informatikgrundlagen und Medienkompetenz.
Obwohl es für das Kopfrechnen geeignet ist, wird kritisiert, dass es nur eingeschränkt selbstständiges und entdeckendes Lernen ermöglicht und dass Widersprüche in der Bedienoberfläche bei Neulingen zu Irritationen führen.
Der Autor bemängelt, dass die Folgekosten und der Wartungsaufwand für IT-Ausstattung in Schulen systematisch vernachlässigt werden und die Wartung oft auf ehrenamtlichem Engagement lastet.
Der Autor empfiehlt, den Computer nicht für eine isolierte Einzelarbeit zu nutzen, sondern durch Partnerarbeit und den Austausch über Lösungswege soziale Lernsituationen gezielt zu arrangieren.
Es sind Basiskonzepte wie Modularisierung, Strukturierung, Darstellung, Realisierung und Qualitätsbeurteilung von Algorithmen, die helfen sollen, den Computer für Schüler zu „entmystifizieren“.
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