Magisterarbeit, 2007
91 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Pressefreiheit in Russland während der Regierungszeit von Boris Jelzin (1991-1999). Sie befasst sich mit der Frage, inwieweit die Abschaffung der sowjetischen Zensur tatsächlich zu einer freien und unabhängigen Presse führte oder ob es auch unter Jelzin Einschränkungen der Pressefreiheit gab. Dabei werden sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Entwicklungen als auch die staatliche Einflussnahme auf die Massenmedien analysiert.
Kapitel 2 befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Massenmedien in Russland. Es werden wichtige Gesetze wie die Verfassung von 1993 und das Gesetz "Über die Massenmedien" von 1992 analysiert und ihre Bedeutung für die Pressefreiheit diskutiert. Kapitel 3 analysiert die ökonomischen Rahmenbedingungen für die Massenmedien und beleuchtet die Auswirkungen der marktwirtschaftlichen Reformen auf die Medienlandschaft. Besondere Aufmerksamkeit wird den Oligarchen gewidmet und ihrem Einfluss auf die Medien während des Präsidentschaftswahlkampfes von 1996. Kapitel 4 beleuchtet die staatliche Einflussnahme auf die Massenmedien unter Jelzin und untersucht, inwiefern Präsident und Parlament die Medien kontrollierten.
Pressefreiheit, Russland, Boris Jelzin, Verfassung, Massenmedien, Medienrecht, Oligarchen, Präsidentschaftswahl, Staatliche Einflussnahme, Wirtschaftsreformen, Zensur.
Obwohl nach dem Ende der Sowjetunion liberale Gesetze verabschiedet wurden, war die Ära durch ökonomische Abhängigkeiten und den Einfluss mächtiger Oligarchen geprägt.
Oligarchen wie Gusinskij und Beresowskij bauten private Medienimperien auf, die sie zur politischen Einflussnahme nutzten, besonders während der Präsidentschaftswahl 1996.
Es gilt formal als eines der liberalsten Pressegesetze weltweit und sollte die Unabhängigkeit der Medien in Russland garantieren, stieß in der Praxis jedoch auf Durchsetzungsprobleme.
Dies bezeichnet die Einschränkung der journalistischen Freiheit durch finanzielle Notlagen, die Medien dazu zwangen, sich zahlungskräftigen Investoren oder dem Staat unterzuordnen.
Trotz offizieller Abschaffung gab es Episoden kurzfristiger Zensur, wie etwa während der Verfassungskrise 1993, sowie indirekte Kontrolle durch staatliche Medienimperien.
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