Examensarbeit, 2005
111 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Anatomie der Schulter
2.1 Gelenke
2.1.1 Das Glenohumeralgelenk
2.1.2 Die Schulternebengelenke
2.2 Die Muskulatur
2.3 Die Gelenkräume
3 Die Verletzungsanfälligkeit des Schultergelenks
3.1 Akute Sportverletzung.
3.2 Chronische Überlastungsschäden
3.3 Schulterinstabilität
4 Das Impingementsyndrom
4.1 Erscheinung
4.1.1 Subakromiales Impingement
4.1.2 Subkorakoidales Impingement
4.2 Symptome
4.3 Ursachen
4.3.1 Extrinsische Faktoren
4.3.1.1 Primäres Impingement
4.3.1.2 Sekundäres Impingement
4.3.2 Intrinsische Faktoren
5 Diagnostik des Impingementsyndroms
5.1 Klinische Diagnostik
5.1.1 Inspektion
5.1.2 Palpation
5.1.3 Impingement-Tests
5.1.3.1 Painful Arc
5.1.3.2 Impingement-Test nach Neer
5.1.3.3 Impingement-Test nach Hawkins
5.1.3.4 Jobe-Test
5.1.4 Funktionstests bei Überkopfsportlern
5.1.4.1 Werfertest
5.1.4.2 Relokationstest
5.1.4.3 Apprehension-Test
5.2 Bildgebende Diagnostik
5.2.1 Röntgen
5.2.2 Sonographie
5.2.3 Magnetresonanztomographie (MRT)
5.2.4 Computertomographie (CT)
6 Therapie des Impingementsyndroms
6.1 Konservative Therapie
6.1.1 Medikamentöse Behandlung
6.1.2 Therapeutische Lokalanästhesie
6.1.3 Physikalische Schmerztherapie
6.1.3.1 Thermotherapie
6.1.3.1.1 Kryotherapie
6.1.3.1.2 Wärmeapplikation
6.1.3.2 Elektrotherapie
6.1.3.3 Ultraschall
6.1.4 Krankengymnastik
6.1.4.1 Methode nach Cyriax
6.1.4.2 Brügger-Konzept
6.1.4.3 PNF
6.1.4.3.1 PNF-Methode
6.1.4.3.2 PNF-Techniken
6.1.4.3.2.1 Grundtechniken
6.1.4.3.2.1 Arbeitstechniken
6.1.4.4.3 Bewegungsmuster der oberen Extremität
6.2 Operative Therapie
6.2.1 Subakromiale Dekompression
6.2.2 Refixationen
7 Krafttraining
7.1 Definition der motorischen Fähigkeit Kraft
7.2 Struktur der Kraftfähigkeiten
7.3 Dimensionen der Kraft
7.4 Belastungsnormative
7.4.1 Belastungsintensität
7.4.2 Belastungsdauer
7.4.3 Belastungsumfang
7.4.4 Belastungsdichte
7.4.5 Trainingshäufigkeit
7.5 Methoden des Krafttrainings
7.6 Ziele des Krafttrainings
8 Krafttraining in der Rehabilitation und Therapie
8.1 Grundsätze des Aufbautrainings
8.2 Ziele des rehabilitativen Krafttrainings
8.3 Aufbau des rehabilitativen Trainings
8.3.1 Koordinationstraining
8.3.2 Kraftausdauertraining
8.4 Rehabilitatives Krafttraining als Kompensation von Instabilität
8.5 Trainingsmittel
9 Schulterrehabilitation
9.1 Die Rolle der Skapula
9.2 Skapulasetting
9.3 Ziele der Schulterrehabilitation
9.4 Phasen der konservativen Therapie beim Impingementsyndrom
9.4.1 Schmerzbehandlung
9.4.2 Mobilisation
9.4.3 Kräftigung
9.5 Prävention eines erneuten Impingements
10 Die Impingement-Symptomatik des Sportlers
10.1 Das Modell der erworbenen Instabilität
10.2 Sportartspezifische Verletzungsmuster
10.2.1 Werferschulter
10.2.2 Schwimmerschulter
10.3 Diagnostik
10.4 Therapie
11 Gezielte Kräftigungsübungen für die Schultermuskulatur
11.1 Innen- und Außenrotatoren
11.2 Schulterblattfixatoren und –rotatoren
11.3 Bizeps
11.4 Stabilisation
12 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit analysiert die Bedeutung des Krafttrainings im Rahmen der konservativen Therapie bei einem Impingementsyndrom der Schulter. Dabei werden die anatomischen Grundlagen sowie die Pathogenese des Syndroms detailliert beleuchtet, um die Notwendigkeit spezifischer Trainingsinterventionen in der Rehabilitation zu begründen.
4.1.1 Subakromiales Impingement
Unter dem Sammelbegriff „Impingementsyndrom“ werden eine Vielzahl an Pathologien zusammengefasst, die Schulterschmerzen hervorrufen können. Es leitet seinen Namen vom lateinischen Wort „impingere“ ab, was soviel heißt wie „anstoßen“, „berühren“.
Hermann & von Torklus (1995, S. 140) definieren dieses Syndrom als „mechanische Irritation der Rotatorenmanschette und der Bursa subacromialis unter dem Schulterdach durch funktionelle und/oder strukturelle Faktoren.“
Bei der Abduktion und Elevation des Armes verschwinden die Bursa subacromialis und die Sehne des M. supraspinatus unter den knöchernen und bandartigen Strukturen des Schulterdaches. Normalerweise wird dabei der Oberarmkopf durch die Muskulatur der Rotatorenmanschette heruntergezogen, um den Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf (den subakromialen Raum) nicht zu eng werden zu lassen.
1 Einleitung: Darstellung der Relevanz der Schulterfunktion für den Alltag und Begründung, warum die konservative Therapie mit Krafttraining im Fokus dieser Arbeit steht.
2 Anatomie der Schulter: Detaillierte Beschreibung der beteiligten Gelenke, der stabilisierenden Muskulatur (insbesondere der Rotatorenmanschette) und der Gelenkräume.
3 Die Verletzungsanfälligkeit des Schultergelenks: Analyse der Ursachen für die hohe Verletzungsanfälligkeit, unterschieden in akute Traumata und chronische Überlastungsschäden.
4 Das Impingementsyndrom: Definition und Erläuterung der verschiedenen Erscheinungsformen (subakromial/subkorakoidal), Symptome und die Unterteilung in extrinsische und intrinsische Ursachen.
5 Diagnostik des Impingementsyndroms: Überblick über klinische Untersuchungsmethoden (Inspektion, Palpation, Provokationstests) sowie moderne bildgebende Verfahren.
6 Therapie des Impingementsyndroms: Darstellung konservativer Behandlungsansätze (Medikation, Physik, Krankengymnastik, PNF) im Vergleich zu operativen Möglichkeiten.
7 Krafttraining: Theoretische Fundierung des Kraftbegriffs, der Struktur der Kraftfähigkeiten und der Belastungsnormative im Training.
8 Krafttraining in der Rehabilitation und Therapie: Spezifizierung der Grundsätze des Aufbautrainings, Ziele, Koordinationstraining und die Anwendung bei Instabilität.
9 Schulterrehabilitation: Fokus auf die Bedeutung der Skapula, das Skapulasetting und die Phasen der konservativen Therapie zur Prävention erneuter Impingements.
10 Die Impingement-Symptomatik des Sportlers: Untersuchung des Modells der erworbenen Instabilität und sportartspezifischer Muster bei Überkopfsportlern wie Werfern und Schwimmern.
11 Gezielte Kräftigungsübungen für die Schultermuskulatur: Praxisteil mit detaillierten Anleitungen für gezielte Übungen zur Stärkung der Innen- und Außenrotatoren sowie der Schulterblattfixatoren.
12 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse unter Betonung der aktiven Mitarbeit des Patienten für einen erfolgreichen Therapieabschluss.
Impingementsyndrom, Schultergelenk, Krafttraining, Rehabilitation, Rotatorenmanschette, Skapulasetting, Sportmedizin, konservative Therapie, Überkopfsportler, Biomechanik, Bewegungsabläufe, Koordinationstraining, Muskelkraft, PNF, Schmerztherapie
Die Arbeit untersucht die konservative Behandlung des Impingementsyndroms der Schulter unter besonderer Berücksichtigung eines gezielten Krafttrainings.
Vor allem die Rotatorenmanschette, die Bursa subacromialis und der subakromiale Raum zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach.
Das Ziel ist die Schmerzlinderung, Wiederherstellung der Beweglichkeit und durch eine muskuläre Kräftigung die dauerhafte Zentrierung des Humeruskopfes, um ein erneutes Impingement zu vermeiden.
Die Skapula dient als stabile Basis für die Armbewegung. Eine korrekte Positionierung (Skapulasetting) ist essenziell, damit die Rotatorenmanschette den Oberarmkopf korrekt führen kann.
Da bei Sportarten wie Handball, Tennis oder Schwimmen durch die hohe Anzahl an Überkopfbewegungen gehäuft Instabilitäten und sekundäre Impingementsymptomatiken auftreten.
Es dient nicht nur dem Muskelaufbau, sondern vor allem der Wiederherstellung der muskulären Balance, der Verbesserung der Koordination und der aktiven Kompensation von Gelenkinstabilitäten.
Operative Maßnahmen werden primär bei strukturellen Läsionen oder dann in Betracht gezogen, wenn eine konservative Therapie trotz ausreichender Zeit und korrekter Ausführung nicht zum Erfolg führt.
Koordinationstraining in der Rehabilitation fokussiert auf die Automatisierung von Bewegungsabläufen und findet meist bei geringeren Reizintensitäten statt, um die muskuläre Ansteuerung zu schulen.
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