Bachelorarbeit, 2007
47 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Determinanten des Zinszusammenhanges aus theoretischer Sicht
2.1. Zinsarbitrage
2.2. Zinsparität
2.3. Inflation
3. Der transatlantische Zinszusammenhang aus empirischer Sicht
3.1. Parallelität der Zinsentwicklung ohne direkten Zinszusammenhang
3.1.1. Der direkte parallele Konjunkturzusammenhang
3.1.2. Das Faktorpreisausgleichstheorem
3.1.3. Gleichlauf von externen Schocks
3.1.4. Ähnliche Geld- und Fiskalpolitik
3.2. Zusammenhang der Nominalzinssätze
3.2.1. Der Einfluss von Wechselkurssystemen auf Nominalzinsen
3.2.2. Der kurzfristige Nominalzinssatz
3.2.3. Der langfristige Nominalzinssatz
3.2.4. Die Faktorenanalyse
3.3. Zusammenhang der Realzinssätze
3.3.1. Der Einfluss des Wechselkurssystems und der Inflationsrate auf Realzinsen
3.3.2. Problematiken bei der Definition des Realzinses
3.3.3. Der kurzfristige Realzins
3.3.4. Der langfristige Realzins
4. Erklärungen für die abgeleiteten Ergebnisse
4.1. Transaktionskosten als Hindernis für einen Zinszusammenhang
4.2. Administrative Beschränkungen des Kapitalmarktes
4.2.1. Arten von Kapitalverkehrsbeschränkungen
4.2.2. Gespaltene Devisenmärkte
4.2.3. Steuern auf Kapitalerträge und -transaktionen
4.2.4. Mindestreserve
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht den transatlantischen Zinszusammenhang zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika, um zu prüfen, ob eine signifikante Abhängigkeit der Zinssätze besteht. Im Kern steht die Forschungsfrage, ob eine globale Kapitalmarktliberalisierung zu einer Fremdbestimmung der nationalen Zinspolitik führt oder ob nationale Autonomie erhalten bleibt.
4.1. Transaktionskosten als Hindernis für einen Zinszusammenhang
Von primärer Bedeutung ist die Frage, ob eine Zinsarbitrage durch die Existenz von Transaktionskosten so stark behindert wird, dass eine Zinsdifferenz hierdurch ausreichend erklärt werden kann.
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist eine Auslandsanlage mit höheren Kosten verbunden als eine identische Inlandsanlage. Ersichtliche Gründe sind:
• Kosten für die Devisenmarkttransaktionen
• Erhöhte Transaktionskosten durch die Einschaltung von mehreren Finanzintermediären bei keinem direkten Zugang zu den relevanten Märkten
• Höhere Informationskosten (werden der Einfachheit halber unter die Transaktionskosten subsumiert)
Da eine Auslandsanlage mit erhöhten finanziellen Belastungen verbunden ist, kann es zu Abweichungen von der gesicherten und ungesicherten Zinsparität kommen. Der durch Arbitragegeschäfte zusätzlich erwirtschaftete Gewinn reicht möglicherweise nicht aus, diese Zusatzkosten zu decken. Arbitragebewegungen setzen folglich erst dann ein, wenn die Abweichungen von der Zinsparität ein ausreichend großes Ausmaß annehmen. Es entsteht ein Band um die Zinsparitätenlinie, innerhalb dessen sich die Zinssätze bewegen können, ohne internationale Kapitalbewegungen auszulösen. Ein permanenter Zinsausgleich wird dadurch völlig ausgeschlossen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Forderung nach Kapitalmarktliberalisierung seit den 60er Jahren und die damit verbundenen Ängste vor einem Verlust autonomer nationaler Zinspolitik durch internationale Zinsübertragungseffekte.
2. Determinanten des Zinszusammenhanges aus theoretischer Sicht: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Grundlagen, insbesondere Zinsarbitrage, das Zinsparitätentheorem sowie den Einfluss der Inflation auf das Anlagekalkül.
3. Der transatlantische Zinszusammenhang aus empirischer Sicht: Hier erfolgt die empirische Untersuchung kurz- und langfristiger Nominal- und Realzinssätze zwischen der BRD und den USA, unterstützt durch grafische Darstellungen und eine Faktorenanalyse.
4. Erklärungen für die abgeleiteten Ergebnisse: Dieses Kapitel untersucht Gründe für die empirisch festgestellte fehlende Zinsparallelität, wie Transaktionskosten sowie administrative Beschränkungen des Kapitalmarktes.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass in der untersuchten Periode kein signifikanter transatlantischer Zinszusammenhang nachweisbar war und eine autonome nationale Wirtschaftspolitik weiterhin möglich bleibt.
Zinszusammenhang, Kapitalmarktliberalisierung, Zinsparität, Nominalzins, Realzins, Transaktionskosten, Kapitalmobilität, Faktorenanalyse, Wechselkurssysteme, Geldpolitik, Bundesrepublik Deutschland, USA, Zinsarbitrage, Kapitalverkehrskontrollen, Inflation
Die Arbeit analysiert, ob zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA ein signifikanter transatlantischer Zinszusammenhang existiert und inwieweit die Zinssätze beider Länder von einander beeinflusst werden.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Zinsbildung, eine empirische Analyse von Zinsreihen, den Einfluss von Inflationsraten und Wechselkursen sowie die Barrieren des internationalen Kapitalverkehrs.
Das Ziel ist die Prüfung der These, ob eine zunehmende internationale Kapitalmarktverflechtung zwangsläufig zu einer globalen Zinsparallelität und damit zum Verlust nationaler geldpolitischer Autonomie führt.
Die Arbeit verwendet ökonometrische Verfahren wie Korrelationsanalysen sowie die Faktorenanalyse, um Zusammenhänge zwischen den Zinsentwicklungen in verschiedenen Dekaden zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Zinsdeterminanten und eine umfangreiche empirische Untersuchung von Nominal- und Realzinssätzen zwischen 1970 und 2006.
Wichtige Begriffe sind Zinszusammenhang, Zinsparität, Kapitalmarktliberalisierung, Nominal- und Realzins, Faktorenanalyse sowie Kapitalverkehrskontrollen.
Das Fisher-Theorem beschreibt, dass die Erwartung einer Inflation die Wirtschaftssubjekte zu Verhaltensänderungen bewegt, die den Nominalzins in einem Umfang steigen lassen, dass der Realzins konstant bleibt.
Die Arbeit identifiziert insbesondere Transaktionskosten und administrative Kapitalverkehrsbeschränkungen als Hindernisse, die ein "neutrales Band" um die Zinsparitätenlinie bilden, innerhalb dessen die Zinssätze unabhängig voneinander schwanken können.
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