Masterarbeit, 2007
57 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Studien zur Mediation
1.2 Studien über Projekterfolg im IT Markt
1.2.1 Studien der Standish Group
1.2.2 OASIG
1.2.3 SUCCESS Studie
2 Theorie, Ansätze und Konzepte
2.1 Definitionen aus dem IT-Bereich
2.1.1 Projekt
2.1.2 Projektleitung und Projektmanagement
2.1.3 Spezialfall: Software-Projekt
2.2 Definitionen aus dem Bereich der Konfliktregelung
2.2.1 Konflikt
2.2.2 Merkmale von Konflikten
2.2.3 Verfahren zur Konfliktbehandlung
2.2.4 Konfliktmanagement
2.2.5 Mediation
2.2.6 Auswirkung von Konflikten
2.3 Rolle Mediator und Software-Projektleiter
2.4 Bezug zur Arbeit
3 Untersuchung
3.1 Fragestellung
3.2 Interviewführung
3.2.1 Auswertung
3.3 Umfeld der Studie
3.3.1 Befragte Personen und untersuchte Projekte
3.3.2 Umfang der betrachteten Projekte
3.3.3 Erfahrung und Ausbildung der Interviewpartner
3.4 Rollenverständnis
3.4.1 Die Aufgabe eines Projektleiters
3.4.2 Rollenverständnis und Erwartungen an Projektmitarbeiter
3.4.3 Motivieren des Projektteams
3.4.4 Projektentscheidungen
3.4.5 Kommunikation
3.4.6 Soft-Skills gegenüber „herkömmlichen“ Methoden
3.5 Konfliktfelder in Software-Projekten
3.5.1 Woran scheitern Projekte
3.5.2 Auswirkung von Konflikten
3.5.3 Mit welcher Rolle gibt es Konflikte
3.5.4 Der Umgang mit Konflikten
3.5.5 Die Rolle des Projektleiters bei einem eskalierenden Konflikt
3.5.6 Was hilft bei der Problemlösung
4 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Problemfelder von Software-Projekten, insbesondere den Einfluss sozialer Konflikte auf den Projekterfolg, und analysiert, inwieweit Methoden der Mediation als strukturiertes Konfliktlösungsverfahren den Projektalltag unterstützen können. Ziel ist es, die Rolle des Software-Projektleiters in Konfliktsituationen zu beleuchten und Handlungsmöglichkeiten sowie Ansätze zur professionellen Konfliktbewältigung aufzuzeigen.
3.5.1 Woran scheitern Projekte
Als Antwort auf die Frage, warum Projekte am Häufigsten scheitern, wird von allen Interviewpartnern eine Reihe von Gründen genannt. Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, wurden verwandte Themen zu gemeinsamen Kategorien gruppiert.
1. Schlecht definierte Ziele/Umfang
„Projekte scheitern zu einem großen Teil bereits bevor der Vertrag unterschrieben wird – also in der Entwurfsphase. Hier ist vor allem Kommunikation gefragt, um ein einheitliches Verständnis zu schaffen und späteren Missverständnissen vorzubeugen.“
Ist kein gemeinsames Verständnis geschaffen worden, so führen voneinander abweichende Erwartungen zu Konflikten: „Ein häufiges Problem ist, dass es eine starke Abweichung zwischen dem was erwartet wird, und dem was man eigentlich liefern kann gibt. Oft wird das schlecht abgestimmt und nicht dokumentiert. Dann wird ein Ferrari erwartet, man hat allerdings nur Zeit und Budget, einen Golf zu bauen.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Software-Projekten ein und stellt die Relevanz von Mediation zur Verbesserung der Erfolgsquoten durch Konfliktlösung dar.
2 Theorie, Ansätze und Konzepte: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten aus der IT (Projektmanagement) und der Konfliktregelung (Mediation) definiert und zueinander in Bezug gesetzt.
3 Untersuchung: Der Hauptteil beschreibt eine qualitative Studie mittels Experteninterviews, um das Rollenverständnis von Projektleitern und deren Umgang mit Konflikten in der Praxis zu analysieren.
4 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick: Hier werden die Forschungsergebnisse reflektiert, die Hypothese bestätigt und praktische Empfehlungen für Organisationen abgeleitet.
Software-Projektmanagement, Mediation, Konfliktmanagement, Projekterfolg, Konfliktlösung, Projektleiter, Systemtheorie, Kommunikation, Soft-Skills, Organisationsentwicklung, Konfliktursachen, Stakeholdermanagement, IT-Projekte, Unternehmenskultur, Projektrisiko
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, wie Software-Projektleiter mit eskalierenden Konflikten umgehen und ob Mediation als strukturiertes Verfahren dabei eine wertvolle Unterstützung bieten kann.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von IT-Projekten, die verschiedenen Dimensionen von Konflikten in Organisationen sowie die Rolle und das Rollenverständnis von Projektleitern in einem oft intuitiv geprägten Arbeitsumfeld.
Das Ziel ist es, Problemfelder in Software-Projekten zu identifizieren und zu klären, warum Projektleiter häufig keine strukturierten Methoden zur Konfliktbearbeitung anwenden und welche Folgen dies für den Projekterfolg hat.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsmethode, basierend auf elf Experteninterviews mit IT-Projektleitern, die mittels eines semi-strukturierten Leitfadens geführt und anschließend ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden das Projektumfeld, das Rollenverständnis, Soft-Skills gegenüber technischen Methoden sowie konkrete Konfliktfelder – wie schlecht definierte Ziele oder Rollenkonflikte – detailliert analysiert.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Software-Projektmanagement, Mediation, Konfliktmanagement, Projekterfolg, Kommunikation, Projektleiter und Organisationsentwicklung.
Die Befragten merken an, dass bei internen Projekten oft die strengen vertraglichen Regelungen fehlen, die bei externen Kunden für Klarheit bei Änderungen sorgen, was zu einer unverbindlicheren Haltung und schwierigerer Verantwortungszurechnung führt.
Die Studie zeigt, dass Projektleiter externe Hilfe bei Konflikten oft als Schwäche oder persönliches Versagen werten. Zudem werden solche unterstützenden Angebote in vielen Organisationen weder offiziell bereitgestellt noch strategisch gefördert.
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