Diplomarbeit, 2002
79 Seiten, Note: 1,3
1 GRUNDLEGUNG DER ARBEIT
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 STRATEGIEN UND INSTRUMENTE DER ZENTRALBANKEN
2.1 Geldpolitik und der Transmissionsmechanismus
2.2 Geldpolitische Strategien der Zentralbanken
2.2.1 Zentralbanken auf der Suche nach einer optimalen Strategie
2.2.2 Geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank
2.2.3 Geldpolitische Strategie des Federal Reserve Systems
2.3 Mechanische Geldpolitik
2.4 Instrumentarien und Geldmarktsteuerung der EZB
2.5 Instrumentarien und Geldmarktsteuerung des FED
2.6 Zinsen oder Geldmenge? Steuerungsgröße der Transmission
3 TRANSMISSIONSKANÄLE
3.1 Grundlagen des Transmissionsmechanismus´
3.2 Interdependenzen auf den Finanzmärkten
3.2.1 Geldmarkt- und Kapitalmarktzinsen
3.2.2 Korrelation der Bankkredit- und Bankguthabenzinsen
3.2.3 Reaktion des Aktienmarktes
3.3 Wechselkurseffekt
3.4 Zinskanal
3.4.1 Monetaristisches Konzept
3.4.2 Portfoliotheoretisches Konzept
3.4.3 Kapitalkosteneffekte
3.4.4 Vermögenseffekte
3.4.5 Einkommenseffekte
3.5 Kreditkanal
3.5.1 Bankenkanal
3.5.2 Bilanzkanal
3.5.3 Empirische Relevanz des Kreditkanals
3.5.4 „Trade Credit Channel“
4 REALWIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN UND REAKTIONEN DER PREISE
4.1 Auswirkung auf das BIP
4.2 Beschäftigungswirkung
4.3 Inflationswirkung
4.4 Transmissionsmechanismus anhand von VAR-Modelle
5 FAZIT
Die Arbeit untersucht Unterschiede im monetären Transmissionsmechanismus zwischen dem Eurogebiet und den USA, um zu prüfen, ob geldpolitische Differenzen der Europäischen Zentralbank und des Federal Reserve Systems auf diese Mechanismen zurückzuführen sind.
1.1 Problemstellung
In der vorliegenden Arbeit werden anhand des monetären Transmissionsmechanismus´ Unterschiede in der Transmission geldpolitischer Maßnahmen im Eurogebiet und den USA untersucht. Dabei findet eine Prüfung der Hypothese statt, inwieweit die Unterschiede der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und des Federal Reserve Systems auf verschiedene monetäre Transmissionsmechanismen zurückzuführen sind. Wenn die Transmission geldpolitischer Effekte im Eurogebiet genauso verliefe wie in den USA, dann bestände theoretisch kein Bedarf an unterschiedlicher Zentralbankpolitik der EZB und der FED.
Verschiedene Wege sind für eine Übertragung monetärer Impulse auf die Volkswirtschaft verantwortlich. Als monetärer Transmissionsmechanismus wird die Kombination der einzelnen Kanäle bezeichnet, wobei das Wissen oder auch Unkenntnisse über deren Wirkung, die Strategien von Zentralbanken bilden sollten.
Es setzt sich zunehmend die Meinung durch, dass geldpolitische Maßnahmen langfristig keinen Einfluss auf reale Variablen haben, sondern lediglich das Preisniveau verändern. Andererseits sind sich weder die Politik noch die Volkswirte darüber einig, wie monetäre Impulse genau auf das Preisniveau übertragen werden oder wie sich kurz- bis mittelfristig reale Variablen verändern. Die Schwierigkeit besteht darin, die einzelnen Kanäle in ihrer Wirkungsweise der geldpolitischen Maßnahmen von Einflüssen externer Faktoren zu bereinigen. Solche externen Faktoren, wie Angebots- oder Nachfrageschocks, technischer Fortschritt oder struktureller Wandel können Zentralbankmaßnahmen überlagern, und es fällt schwer, diese herauszufiltern, um isoliert die Wirkung der Geldpolitik auf verschiedene Variablen zu analysieren. Erschwerend kommt hinzu, dass der reale Wirtschaftssektor erst mit Verzögerung auf monetäre Maßnahmen reagiert, was eine zukunftsgerichtete Geldpolitik unabdingbar macht.
1 GRUNDLEGUNG DER ARBEIT: Einführung in die Fragestellung und den Vergleich der monetären Transmissionsmechanismen von EZB und FED.
2 STRATEGIEN UND INSTRUMENTE DER ZENTRALBANKEN: Historische Einordnung und Analyse der geldpolitischen Strategien sowie der Instrumente zur Steuerung des Geldmarktes.
3 TRANSMISSIONSKANÄLE: Theoretische Erläuterung der verschiedenen Transmissionswege, einschließlich Zins- und Kreditkanal sowie deren Interdependenzen.
4 REALWIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN UND REAKTIONEN DER PREISE: Untersuchung der Auswirkungen auf BIP, Beschäftigung und Inflation sowie Darstellung von Modellsimulationen.
5 FAZIT: Vergleich der Ergebnisse mit den Strategien der Zentralbanken und Überlegungen zur Effektivitätssteigerung der Geldpolitik.
Geldpolitik, Transmissionsmechanismus, Europäische Zentralbank, Federal Reserve System, Zinskanal, Kreditkanal, Preisstabilität, Inflationssteuerung, Kapitalmarkt, Finanzmarkt, Geldmengensteuerung, BIP, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsstruktur, Geldillusion
Die Arbeit vergleicht die Art und Weise, wie geldpolitische Maßnahmen im Eurogebiet und in den USA auf die reale Wirtschaft übertragen werden.
Im Zentrum stehen der monetäre Transmissionsmechanismus, die Strategien der Zentralbanken, die Rolle der Finanzmärkte sowie spezifische Kanäle wie der Zins- und Kreditkanal.
Es wird geprüft, ob die unterschiedlichen Geldpolitiken von EZB und FED durch abweichende monetäre Transmissionsmechanismen in den jeweiligen Währungsräumen erklärt werden können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Transmissionskanäle, eine Analyse realwirtschaftlicher Daten und zieht Vergleiche auf Basis vorliegender empirischer Studien und VAR-Modellsimulationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Strategien, eine umfassende Untersuchung der Transmissionskanäle (Zins, Kredit, Wechselkurs) und deren Auswirkungen auf reale ökonomische Variablen.
Wichtige Begriffe sind Transmissionsmechanismus, Geldpolitik, EZB, FED, Kreditkanal, Zinskanal, Preisstabilität und Kapitalmarkt.
Während die EZB eine eher komplexe Zwei-Säulen-Strategie verfolgt, zeichnet sich das Federal Reserve System durch einen Multi-Indikatoren-Ansatz aus, wobei das FED historisch durch die hohe Reputation seines Vorsitzenden punktete, während die EZB besonderen Wert auf eine explizite institutionelle Transparenz legt.
Der Kreditkanal fungiert als Verstärkungsmechanismus, insbesondere bei restriktiver Geldpolitik, da Kreditangebotsbeschränkungen die Kapitalkosten für Unternehmen erhöhen, die keinen direkten Zugang zum Kapitalmarkt haben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

