Examensarbeit, 2006
93 Seiten, Note: 2,0
Die Arbeit setzt sich zum Ziel, die Talentförderung im deutschen Fußball anhand eines umfassenden theoretischen und praktischen Rahmens zu analysieren. Dabei werden zentrale Begriffe definiert, die soziologische Theorie des Fußballs im Kontext der Systemtheorie beleuchtet und verschiedene Modelle der Talentförderung in Deutschland und im Ausland gegenübergestellt.
Die Einleitung skizziert die Relevanz des Themas „Talentförderung im deutschen Fußball“ und erläutert die Forschungsmethodik. Kapitel 2 führt zentrale Begrifflichkeiten ein, wobei verschiedene Definitionen von „Talent“, „Talenterkennung“ und „Talentförderung“ verglichen werden. Kapitel 3 behandelt die soziologische Theorie, insbesondere die Systemtheorie von Niklas Luhmann, um den Stellenwert des Fußballs für die Gesellschaft zu verdeutlichen. Kapitel 4 analysiert die Talentförderungsreform des DFB aus dem Jahr 2001 und die Auswirkungen der Bosman-Entscheidung. Kapitel 5 beschreibt das Talentförderprogramm des DFB und das Konzept zur Eliteförderung von Matthias Sammer. Kapitel 6 vergleicht Leistungszentren und Fußballinternate verschiedener Bundesligisten, darunter der Hamburger SV, Hertha BSC Berlin und Energie Cottbus. Kapitel 7 beleuchtet die Talentförderung im Schulsport und verschiedene Schulmodelle. Kapitel 8 analysiert die Talentförderung im Ausland, exemplarisch am FC Everton in Großbritannien und Ajax Amsterdam in den Niederlanden. Kapitel 9 untersucht die Integration deutscher Talente in die Profiligen und die damit verbundenen Herausforderungen.
Talentförderung, Fußball, Talent, Talenterkennung, Systemtheorie, DFB, Leistungszentren, Fußballinternate, Schulsport, Integration, Profiligen
Der statische Begriff sieht Talent als angeborene Eigenschaft, während der dynamische Begriff Talent als einen Entwicklungsprozess betrachtet, der durch Training, Motivation und Umfeld beeinflusst wird.
Auslöser waren das schlechte Abschneiden der Nationalmannschaft bei Turnieren um das Jahr 2000 sowie die Auswirkungen der Bosman-Entscheidung, die eine stärkere Förderung eigener, heimischer Talente notwendig machten.
Leistungszentren der Bundesligisten (wie beim HSV oder Hertha BSC) bieten eine professionelle Ausbildung. Internate ermöglichen es Talenten, Schule und Leistungssport optimal zu koordinieren (z.B. als Partnerschulen des Leistungssports).
Das holländische Modell gilt als Vorbild für eine durchgängige Spielphilosophie und eine sehr frühe, technisch orientierte Ausbildung, die oft als effizienter im Vergleich zu traditionellen deutschen Ansätzen angesehen wurde.
Die Arbeit nutzt die Systemtheorie, um Sport und Fußball als funktional differenzierte Teilsysteme der Gesellschaft zu analysieren, in denen Talenterkennung nach spezifischen systemeigenen Codes erfolgt.
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