Magisterarbeit, 2007
155 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Kurzer Forschungsüberblick
3 Interkulturelle Kommunikation
3.1 Der Kulturbegriff
3.2 Internationale Werbung
4 Werbung zwischen Standardisierung und Differenzierung
4.1 Kultur als soziale Umwelt
4.2 Standardisierte Werbung
4.3 Differenzierte Werbung
4.4 Strategien für die Wahl einer Werbekampagne
5 Elemente der Werbegestaltung
5.1 Image als Teil der interkulturellen Werbung
5.2 Sprachliche Mittel der Werbegestaltung
5.3 Argumentation in der Werbung
5.4 Rhetorische Figuren in der Werbesprache
5.4.1 Positionsfiguren
5.4.2 Wiederholungsfiguren
5.4.3 Erweiterungsfiguren
5.4.4 Kürzungsfiguren
5.4.5 Appellfiguren
5.4.6 Tropen
5.5 Der Slogan als Instrument der Werbegestaltung
5.6 Der Markenname
5.7 Die Bedeutung der Bildkommunikation
6 Vergleich der Werbung in Deutschland und Russland
6.1 Deutsche Fernsehwerbung
6.2 Russische Fernsehwerbung
7 Untersuchung der Bierwerbung in Deutschland und Russland
7.1 Bierwerbung in Deutschland – die allgemeine Situation
7.2 Analyse der ausgewählten deutschen Werbespots
7.2.1 Krombacher
7.2.2 Beck’s
7.2.3 Bitburger
7.2.4 Veltins
7.2.5 Warsteiner
7.2.6 Paulaner
7.2.7 Hasseröder
7.2.8 Erdinger
7.2.9 Radeberger
7.2.10 König Pilsener
7.3 Bierwerbung in Russland – die allgemeine Situation
7.4 Analyse der ausgewählten russischen Werbespots
7.4.1 Baltika
7.4.2 Botschkarev
7.4.3 Klinskoe
7.4.4 Otschakovo
7.4.5 Zolotaja Botschka
7.4.6 Nevskoe
7.4.7 Staryji Melnik
7.4.8 Doktor Diesel
7.4.9 Tinkoff
7.4.10 Bagbier
8 Unterschiede und Gemeinsamkeiten
9 Zusammenfassung
Die vorliegende Magisterarbeit analysiert und vergleicht die Bierwerbung in Deutschland und Russland unter Berücksichtigung der interkulturellen Kommunikation. Ziel ist es, kulturspezifische Merkmale in Sprache und Bildgestaltung zu identifizieren, die den Erfolg der Werbekampagnen beeinflussen.
5.2 Sprachliche Mittel der Werbegestaltung
Die Sprache ist also ein wesentliches Element für die Ausgestaltung eines Images. Jede Sprache verfügt dabei über unzählige Sprachmittel, zur Steigerung der inhaltlichen Effektivität beispielsweise eines TV-Werbespots oder einer Anzeige.
Das Wort ist das wichtigste Instrument der Werbegestaltung. Die Wirksamkeit der Werbebotschaft hängt von der Auswahl der Wörter ab und welche Assoziationen sie vermitteln. Syntaktisch werden die folgenden Wortarten unterschieden: Substantive, Adjektive, Verben und Formwörter. Für die Werbung sind vor allem Adjektive von essentieller Bedeutung, da sie die Qualitäten und Eigenschaften des Produktes beschreiben. Aufwertende oder superlativische Adjektive kommen besonders oft zum Einsatz, um ein Produkt von anderen, ähnlichen Produkten abzuheben. Jedoch stellen viele Studien zur Werbesprache fest, dass Substantive trotzdem bevorzugt werden. Diese Dominanz der Substantive wird begründet mit „der allgemeinen Tendenz zum Nominalstil, den die Werbung aufgreife“ (s. Janich 2001, S. 103). Außerdem erscheinen Substantive eher als Reizwörter, die meist stereotype Begriffe darstellen, welche dann mit dem beworbenen Produkt verbunden werden. Diese Begriffe sind stark emotional besetzt und lösen in der Regel eine Reihe von positiven Assoziationen aus. Aber auch Verben sind in der Werbesprache unentbehrlich. Vor allem, wenn es um Dynamik geht oder das Produkt etwas „bewirken“ soll.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Bierwerbung als Teil der Alltagskultur ein und umreißt die interkulturelle Thematik sowie die Zielsetzung der Analyse.
2 Kurzer Forschungsüberblick: Dieses Kapitel gibt einen Abriss über die historische Entwicklung der Werbeforschung und die sprachwissenschaftliche Perspektive auf Werbetexte und Slogans.
3 Interkulturelle Kommunikation: Definition zentraler Begriffe wie Kultur und Image sowie Erläuterung der Rolle von Werbung als spezielle Form der interkulturellen Kommunikation.
4 Werbung zwischen Standardisierung und Differenzierung: Diskussion über die strategische Entscheidung zwischen einheitlichen globalen Kampagnen und lokal angepassten Werbestrategien vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede.
5 Elemente der Werbegestaltung: Detaillierte Betrachtung der Instrumente, die einen Werbespot ausmachen: Image, Sprache, Argumentation, rhetorische Mittel, Slogans, Markenname und Bildkommunikation.
6 Vergleich der Werbung in Deutschland und Russland: Überblick über die spezifischen Rahmenbedingungen, die Entwicklung und die aktuelle Situation der Fernsehwerbung in beiden Ländern.
7 Untersuchung der Bierwerbung in Deutschland und Russland: Hauptteil mit Analyse zahlreicher spezifischer Werbespots deutscher und russischer Biermarken unter Berücksichtigung von Markenstrategie, Bildsprache und Slogans.
8 Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Abschließende vergleichende Synthese der Analyseergebnisse bezüglich der Zielgruppenansprache, Bildmotive und sprachlichen Strukturen in beiden Märkten.
9 Zusammenfassung: Resümee der Arbeit, das die Erkenntnisse zur Bedeutung von Emotionen, Kulturabhängigkeit und der strategischen Gestaltung von Bierwerbung zusammenfasst.
Bierwerbung, Interkulturelle Kommunikation, Werbesprache, Standardisierung, Differenzierung, Image, Fernsehwerbung, Sprachwissenschaft, Bildkommunikation, Slogan, Markenname, Deutschland, Russland, Werbestrategie, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie Bierwerbung in Deutschland und Russland gestaltet ist und inwieweit kulturelle Unterschiede die Werbestrategien und die Wahrnehmung der Konsumenten beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der interkulturellen Kommunikation, der Wirksamkeit von Sprachmitteln und Bildern in der Werbung sowie dem strategischen Spannungsfeld zwischen globaler Standardisierung und kultureller Differenzierung.
Das Ziel ist es, besondere Merkmale der Bierwerbung in beiden Ländern herauszuarbeiten und die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Entlehnung und Wirkung von Werbetexten auf die Mentalität der jeweiligen Gesellschaft zu erforschen.
Die Arbeit nutzt eine sprachwissenschaftliche Analyse der Werbesprache (unter Einbeziehung rhetorischer Figuren, Slogans und Argumentation) sowie eine Untersuchung der Bildkommunikation ausgewählter Fernsehwerbespots.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Kampagnen der jeweils zehn führenden Biermarken in Deutschland und Russland, wobei sowohl die sprachliche Gestaltung als auch die Bildinhalte gegenübergestellt werden.
Zu den zentralen Begriffen zählen Bierwerbung, interkulturelle Kommunikation, Werbesprache, Image, Markenstrategie, Deutschland, Russland und Bildkommunikation.
Da sich Biere geschmacklich oft kaum unterscheiden, fungiert das Image als entscheidendes Unterscheidungsmerkmal, das durch die Werbung emotional aufgeladen wird, um Konsumenten an die Marke zu binden.
Die russische Bierwerbung ist stärker von der nationalen Mentalität geprägt und musste sich nach gesetzlichen Einschränkungen im Jahr 2004 (Verbot von Personen in Spots) kreativ durch den Einsatz von Symbolen und Humor neu erfinden.
Rhetorische Figuren und Tropen wie Metaphern, Wiederholungsfiguren und Wortspiele dienen dazu, die Werbebotschaft persuasiv zu gestalten, die Einprägsamkeit zu erhöhen und das Produkt in einen kulturellen Kontext zu setzen.
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