Diplomarbeit, 1999
114 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Anlaß und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Vorstellung der Bertrandt AG
2 Gestaltungsmöglichkeiten der Konzernkapitalflußrechnung
2.1 Ermittlungsmethoden der Konzernkapitalflußrechnung
2.1.1 Originäre Ermittlung
2.1.2 Additive Ermittlung
2.1.3 Derivative Ermittlung
2.2 Gliederung der Konzernkapitalflußrechnung
2.2.1 Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
2.2.2 Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
2.2.3 Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
2.2.4 Veränderung des Finanzmittelbestandes
3 Besonderheiten der Konzernkapitalflußrechnung
3.1 Einheitlicher Abschlußstichtag
3.2 Änderungen des Konsolidierungskreises
3.3 Eliminierung innerkonzernlicher Beziehungen
3.4 Währungsumrechnung
3.5 Internationale Normen
3.5.1 US-GAAP und IAS
3.5.2 Entwurf des DRS 2
3.5.3 Konvergenz der Normen
4 Darstellungsmöglichkeiten im SAP R/3
4.1 Einordnung und Entwicklung der Komponente EC-CS
4.2 Analysemöglichkeiten der Datenbasis
4.2.1 Ledger
4.2.2 Kontierungsebenen
4.2.3 Belegarten
4.2.4 Sichten
4.2.5 Versionen
4.3 Datenübernahme
4.3.1 Manuelle Eingabe und Upload
4.3.2 Datenüberleitungsverfahren
4.4 Berichtsformen
4.4.1 Rechercheberichte
4.4.2 Aktives Excel
4.4.3 Report Writer
4.4.4 Report Painter
5 Aufbau des Reports „Konzernkapitalflußrechnung“
5.1 Anlegen einer Bibliothek
5.2 Anlegen des Reports „Konzernkapitalflußrechnung“
5.2.1 Allgemeine Merkmale und Merkmalswerte
5.2.2 Definition der Schlüsselspalten
5.2.3 Definition der Berichtsspalten
5.2.4 Definieren der Berichtszeilen
5.2.5 Formatieren der Zeilen und Spalten
5.2.6 Formatieren des Berichtsumfeldes
5.3 Anlegen einer Berichtsgruppe
5.4 Transport des Reports
5.5 Ausführen des Reports
6 Verwendete Stammdaten
6.1 Positionen und Positionsplan
6.2 Unterpositionen
6.3 Variablen
6.4 Sets
6.4.1 Art und Kennzeichen der Sets
6.4.2 Aufbau der verwendeten Sets
7 Kritische Würdigung und Ausblick
Das primäre Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung einer Lösung zur Erstellung einer Konzernkapitalflussrechnung in der SAP-Komponente EC-CS, da eine automatisierte Generierung in der Standardauslieferung der Version 4.0B nicht vorgesehen ist. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie mithilfe der verfügbaren Berichtswerkzeuge unter Berücksichtigung internationaler Normen und spezifischer Konzernstrukturen ein praxistauglicher Report implementiert werden kann.
2.1.1.1 Ermittlung über Buchungsschlüssel
Da die originäre Ermittlung der Konzernkapitalflußrechnung die Erstellung aus den Einzahlungen und Auszahlungen jedes einzelnen Buchungspostens bedeutet, müßten im Finanzmodul der Buchhaltungssoftware mindestens zwei neue Buchungsschlüssel definiert werden, damit die Ein- und Auszahlungen auch als solche gekennzeichnet werden können und die Zuordnung zu den jeweiligen betrieblichen Bereichen ermöglicht wird. Die einzelnen Transaktionen der Finanzbuchhaltung müssen daher bei der Verbuchung als „zahlungs-unwirksam“ oder „zahlungswirksam“ und mit den Bereichen „laufende Geschäftstätigkeit“, „Finanzierung“ oder „Investition“ gekennzeichnet werden.
Weiterhin muß zur Erkennung bzw. Konsolidierung der konzerninternen Transaktionen die Zusatzkontierung „Partner“ gepflegt werden, um diese internen Zahlungsströme zu eliminieren. Diese Methode zur originären Ermittlung der Konzernkapitalflußrechnung ist in der Praxis nur mit großem Aufwand zu implementieren. So lag zum Beispiel das Belegvolumen der Bertrandt AG als mittelständisches Unternehmen im Jahr 1998 bei etwa 60.000 Belegen. Da jeder Beleg meist aus mind. zwei Positionen besteht und jeweils zwei weitere Zuordnungen (Zahlungswirksamkeit und Geschäftsbereich) getätigt werden müßten, wären für die Buchhaltungsmitarbeiter mindestens 240.000 Interaktionen mehr als bei einer „normalen“ Buchhaltung notwendig.
Aus diesen Gründen wurde die Möglichkeit der originären Ermittlung einer Konzernkapitalflußrechnung für die Bertrandt AG verworfen und wird auch für die meisten Unternehmen dieser Größe aufgrund des immensen Mehraufwandes für das Rechnungswesen nicht zu realisieren sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund gesetzlicher Anforderungen und der SAP-Softwarenutzung und erläutert die Zielsetzung sowie das Beispielunternehmen.
2 Gestaltungsmöglichkeiten der Konzernkapitalflußrechnung: Das Kapitel erörtert verschiedene Ermittlungsmethoden und Gliederungsansätze, wobei die derivative Methode als effizientester Weg für die Praxis identifiziert wird.
3 Besonderheiten der Konzernkapitalflußrechnung: Hier werden die spezifischen Anforderungen im Konzernkontext, wie Abschlusstichtage, Währungsumrechnungen und internationale Normen, beleuchtet.
4 Darstellungsmöglichkeiten im SAP R/3: Das Kapitel bietet einen Einblick in die Architektur der EC-CS Komponente, die Datenbasis sowie verschiedene Berichtswerkzeuge des SAP-Systems.
5 Aufbau des Reports „Konzernkapitalflußrechnung“: Dieser Abschnitt beschreibt den technischen Prozess der Reporterstellung, von der Bibliotheksanlage über die Definition der Berichtsstrukturen bis hin zur Ausführung.
6 Verwendete Stammdaten: Dieses Kapitel definiert die für den Report essenziellen Stammdatenstrukturen, insbesondere den Positionsplan sowie die Konzepte von Variablen und Sets.
7 Kritische Würdigung und Ausblick: Abschließend erfolgt eine Bewertung des entwickelten Ansatzes, verbunden mit Empfehlungen zur weiteren Optimierung und Skalierbarkeit des Systems.
Konzernkapitalflussrechnung, SAP R/3, EC-CS, Konsolidierung, Report Painter, derivative Ermittlung, Finanzmittelbestand, Konzernrechnungslegung, IAS, US-GAAP, DRS 2, Konzernstruktur, Stammdaten, Berichterstattung, Unternehmenscontrolling.
Die Arbeit befasst sich mit der automatisierten Erstellung einer Konzernkapitalflussrechnung unter Nutzung der SAP-Komponente EC-CS für Industrieunternehmen.
Zentral sind die Methoden der Kapitalflussrechnung, die Anforderungen an den Konzernabschluss nach internationalen Normen sowie die technische Implementierung von Berichten im SAP R/3 System.
Das Ziel ist die Erstellung eines Reports "Konzernkapitalflussrechnung" in der SAP-Komponente EC-CS, da das System in der Standardauslieferung keine entsprechende Lösung bietet.
Es wird eine anwendungsorientierte Untersuchung und Systemanalyse durchgeführt, die theoretische Grundlagen der Rechnungslegung mit der technischen Implementierung im ERP-System verbindet.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Kapitalflussrechnung, den Systemaufbau in SAP EC-CS sowie die konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Reporterstellung.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Konzernkapitalflussrechnung, SAP R/3, EC-CS, Konsolidierung und Report Painter charakterisiert.
Aufgrund des immensen Mehraufwandes originärer oder additiver Verfahren bei der Bertrandt AG bietet die derivative Methode das beste Aufwand-Nutzen-Verhältnis bei der Arbeit mit EC-CS Daten.
Der Report Painter wird aufgrund seiner graphischen und benutzerfreundlichen Oberfläche als ideales Instrument für die komplexe Berichtsdefinition im EC-CS-Umfeld verwendet.
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