Bachelorarbeit, 2006
25 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
Was ist Islam
Wer ist Muslim
Was ist der Koran
Die religiösen Pflichten
Das Gebet
Das Gesetz
Aufgaben (Rechte/ Pflichten) der Geschlechter
Ungleichbehandlung von Mann und Frau
Kopftuch/ Kleiderordnung
Hochzeit/Ehe
Polygamie
Genussehe
Sexualität
Kinder
Beschneidung
Scheidung
Arbeiten und Studieren im Islam für Frauen
Wahlrecht
Sterben
Die Arbeit untersucht das alltägliche Leben von Männern und Frauen im Islam, beleuchtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Geschlechterrollen sowie den Einfluss religiöser Vorgaben auf das soziale Umfeld und die Lebensumstände.
Hochzeit/Ehe
Die Ehe gilt im Islam als einzig richtige Lebensform und sie wird hauptsächlich zur Gründung einer Familie und zur Zeugung von Nachwuchs vollzogen. Laut dem Koran ist die Ehe mit ungläubigen Männern und Frauen (Heiden) untersagt. Außerdem ist die Heirat zwischen bestimmten Verwandtschaftsverhältnissen strikt verboten und zwar zwischen Blutsverwandten mütterlicher und väterlicherseits. Es ist einem Moslem auch nicht gestattet zwei Schwestern zu ehelichen.
Dem Mann ist nach dem Koran die Ehe mit einer andersgläubigen Frau gestattet, der Frau allerdings nicht. Sie darf keinen Mann heiraten, welcher nicht Moslem ist. Wobei auch die Ehe von einem islamischen Mann mit einer Nicht-Muslimin ungern gesehen wird, weil hier bestehe die Gefahr, dass die Frau zu viel Einfluss gewinnen und nicht mehr auf ihren Mann hören könnte, wodurch er seine Vormachtstellung verlieren könnte.
Nach traditioneller Ansicht sollten islamische Mädchen von ihren Eltern verheiratet werden, sobald ihre erste Regelblutung eintritt. Dabei ist es wichtig, dass das Mädchen noch Jungfrau war, denn es gilt als Schande, außerehelichen Geschlechtsverkehr zu haben. Das geht sogar so weit, dass das arabische und persische Gewohnheitsrecht verlangt, dass ein unverheiratetes Mädchen von ihren männlichen Familienangehörigen getötet wird, sobald es sexuellen Kontakt vor der Ehe hat, oder nur in den Verdacht gerät, keine Jungfrau mehr zu sein. Diese Normvorstellung der jungfräulichen Braut hat sich traditionell fortgesetzt und besteht auch heut noch im Islam.
Vorwort: Einleitung zur demografischen Relevanz des Islams in Deutschland und Erläuterung der persönlichen Motivation sowie Methodik der Arbeit.
Was ist Islam: Definition des Islams als monotheistische Religion und Abgrenzung islamischer Länder.
Wer ist Muslim: Erläuterung des muslimischen Selbstverständnisses und der Aufnahme in die Gemeinschaft durch das Glaubensbekenntnis.
Was ist der Koran: Beschreibung der Rolle des Korans als heilige Schrift und primäre Quelle des islamischen Gesetzes.
Die religiösen Pflichten: Darstellung der fünf Säulen des Islams als persönliche und gesellschaftliche Handlungen.
Das Gebet: Beschreibung der rituellen Bedingungen, Waschungen und der Gebetspraxis.
Das Gesetz: Einführung in die Scharia und deren Einfluss auf das gesellschaftliche Zusammenleben.
Aufgaben (Rechte/ Pflichten) der Geschlechter: Analyse der Ungleichheiten in der familiären Verantwortung und Vormachtstellung.
Ungleichbehandlung von Mann und Frau: Aufzeigen von Rechtsunterschieden bei Heirat, Erbe und Zeugenaussagen.
Kopftuch/ Kleiderordnung: Bedeutung der Kleidung als Identitätsmerkmal und Schutzmaßnahme.
Hochzeit/Ehe: Erläuterung der Ehe als Vertrag und der soziokulturellen Hintergründe der Eheschließung.
Polygamie: Analyse der Bedingungen und restriktiven Praxis der Mehrehe.
Genussehe: Kritik an der zeitlich befristeten „Heirat auf Zeit“ (Mut'a).
Sexualität: Darstellung der islamischen Sicht auf Geschlechtsverkehr, Fortpflanzung und Familienplanung.
Kinder: Bedeutung von Nachkommen, Erziehung und der Sonderrolle männlicher Kinder.
Beschneidung: Analyse der Praktiken und kulturellen Hintergründe bei Jungen und Mädchen.
Scheidung: Darstellung der Hürden und sozialen Stigmatisierung bei einer Scheidung.
Arbeiten und Studieren im Islam für Frauen: Übersicht über den historischen Wandel und die heutige Situation muslimischer Frauen in Bildung und Beruf.
Wahlrecht: Darstellung der politischen Partizipation und der oft eingeschränkten Autonomie der Frau bei Wahlen.
Sterben: Beschreibung der traditionellen Riten am Lebensende und bei Bestattungen.
Islam, Scharia, Koran, Geschlechterrollen, Ehe, Familie, Frau im Islam, Bildung, Diskriminierung, Polygamie, Beschneidung, Scheidung, Identität, Religion, Glaubenspraxis
Die Arbeit bietet einen Einblick in das Leben von Männern und Frauen im Islam, wobei sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in den Lebensumständen und im sozialen Umfeld untersucht werden.
Die Arbeit behandelt unter anderem religiöse Pflichten, Familienstrukturen, das islamische Recht (Scharia), die Rolle der Frau in der Öffentlichkeit und Bildung sowie soziale Themen wie Ehe, Kindererziehung und Bestattungsriten.
Das Ziel ist es, Verständnis für die islamische Lebensweise zu schaffen und zu erklären, wie religiöse Vorgaben und kulturelle Traditionen den Alltag von Moslems und Musliminnen prägen.
Die Autorin stützt sich primär auf eine Literaturanalyse relevanter Fachbücher und ergänzt dies durch ausführliche Gespräche mit Muslimen in ihrem Bekanntenkreis.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sachthemen: von den religiösen Säulen über die rechtliche und soziale Ungleichbehandlung der Geschlechter bis hin zu spezifischen Aspekten wie Kopftuch, Eheschließung und Erwerbstätigkeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Islam, Scharia, Geschlechterrollen, Ehe, Familie, Frau im Islam, Bildung und religiöse Praxis charakterisiert.
Die Autorin stellt eine deutliche Ungleichbehandlung fest, die besonders in den Bereichen Bildung, Arbeitswelt und bei rechtlichen Entscheidungen (wie Scheidung oder Sorgerecht) zum Tragen kommt, und hinterfragt diese kritisch vor dem Hintergrund westlicher Werte.
Obwohl Frauen in vielen islamischen Ländern das Wahlrecht besitzen, weist die Arbeit darauf hin, dass die Stimmabgabe oft nicht autonom erfolgt, sondern unter dem Einfluss männlicher Familienangehöriger steht.
Die Autorin sieht in der befristeten Heirat kaum positive Aspekte, da sie primär den Mann begünstigt und soziale Stigmatisierung gegenüber den beteiligten Frauen fördern kann.
Die Arbeit beschreibt die strikte Geschlechtertrennung in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens als ein Mittel, um traditionelle Rollenbilder aufrechtzuerhalten, und hinterfragt deren Effektivität und Sinnhaftigkeit in einer modernen Gesellschaft.
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