Examensarbeit, 2006
24 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Problemstellung
2.1 Bezug zum Modul
2.2 Bezug zu den Ausbildungsstandards
2.3 Zielvorstellungen und Leitfragen
3 Unterrichtspraxis
3.1 Planung der Unterrichtseinheit
3.1.1 Berücksichtigung der Lernausgangslage
3.1.2 Berücksichtigung der Theorien zum Zeiterwerb und Zeitbewusstsein
3.1.3 Berücksichtigung des Lehrplanes
3.1.4 Berücksichtigung des Perspektivrahmens Sachunterricht
3.2 Unterrichtsverlauf
3.2.1 Phase 1: Das Alltagsleben heute
3.2.2 Phase 2: Nachdenken über das Leben früher
3.2.3 Phase 3: Vom Jahreskreis zur Jahreskette
3.2.4 Phase 4: Zeugen der Vergangenheit
3.2.5 Phase 5: Die Vergangenheit selbst erfahren
3.2.6 Phase 6: Vergleich Früher – Heute
4 Evaluation
4.1 Unterrichtsgespräche während der gesamten Unterrichtseinheit
4.2 Vergleichendes Reflexionsgespräch mit schriftlicher Fixierung am Ende der Stationsarbeit
4.3 Abschließendes Schreibgespräch am Ende der Unterrichtseinheit
5 Fazit
6 Literatur
Die Hausarbeit evaluiert eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit zum Thema "Spielzeug und Spiele früher und heute", um bei Grundschülern der 3. Klasse ein grundlegendes Zeitverständnis zu fördern und das Interesse an historischen Fragestellungen zu wecken.
3.2.4 Phase 4: Zeugen der Vergangenheit
Zur intensiveren Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Erweiterung ihrer Methodenkompetenz sollten die Schüler ihre Großeltern oder andere ältere Menschen über ihr Alltagsleben als Kind interviewen. Gemeinsam wurde dazu ein Interview-Leitfaden erstellt, mit dem die Schüler ihre Zeitzeugen befragen konnten. Nach den Interviews stellten die Schüler im Anfangskreis die Ergebnisse ihrer Befragungen vor. Als Ritual wurde dabei die Jahreskette in den Kreis gelegt und ein Schüler zeigte die „Geburtsperle“ der betreffenden Person. Teilweise brachten die Schüler Fotos oder alte Gegenstände, wie z.B. Bügeleisen und Kaffeemühlen, mit. Ein Schüler filmte sogar das Interview mit seiner Großmutter. Über die Zeitzeugenberichte bekamen alle Schüler die Möglichkeit, den Unterricht mit ihrem Wissen zu bereichern und aktiv zu gestallten.
„Das Zeitzeugeninterview hat den wesentlichen Vorteil, dass die Kinder eigene Fragen an eine ‚mündliche Quelle’ stellen können und sofort Antworten erhalten. Somit sind die Schüler nicht nur Rezipient von Quellenmaterial, sondern werden aktiv in den Produktionsprozess integriert.“
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation für das Thema Spielzeug und Spiele früher und heute vor und legt die zentralen Schwerpunkte sowie die Zielsetzung der Arbeit dar.
2 Problemstellung: Dieses Kapitel begründet den schülerzentrierten Ansatz im Hinblick auf Ausbildungsstandards und formuliert die Leitfragen sowie Zielvorstellungen der Unterrichtseinheit.
3 Unterrichtspraxis: Das Kapitel erläutert die Planung unter Berücksichtigung der Lernausgangslage, theoretischer Grundlagen sowie des Lehrplans und beschreibt den detaillierten Unterrichtsverlauf in sechs Phasen.
4 Evaluation: Hier werden die Ergebnisse der verschiedenen Evaluationsmethoden analysiert, um zu beurteilen, inwieweit das Zeitbewusstsein gefördert und die Leitfragen beantwortet werden konnten.
5 Fazit: Das Fazit fasst die gesammelten Erfahrungen zusammen und bestätigt den Erfolg der handlungsorientierten Methode für das historische Lernen in der Grundschule.
6 Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.
Heimat- und Sachunterricht, Grundschule, Zeitbewusstsein, historisches Lernen, Spielzeug früher und heute, Zeitzeugen, handlungsorientierter Unterricht, Stationsarbeit, Jahreskette, Lebensweltbezug, Reflexion, Quellenarbeit, Methodenkompetenz, Kindheitsgeschichte, Wandel.
Die Hausarbeit dokumentiert und evaluiert eine Unterrichtseinheit für eine 3. Grundschulklasse, in der die Schüler sich handelnd mit Spielzeug und Spielen früher und heute auseinandersetzen, um ein tieferes Verständnis für Zeit und Geschichte zu entwickeln.
Die Arbeit behandelt den Vergleich zwischen dem Alltagsleben von Kindern früher und heute, die Bedeutung von Zeitzeugen, die Entwicklung von Zeitvorstellungen durch eine "Jahreskette" sowie die Reflexion über gesellschaftlichen Wandel.
Das Ziel ist es, den Schülern durch einen emotionalen und handlungsorientierten Zugang zur Vergangenheit die Kategorien Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft näherzubringen und ihr Interesse an weiteren geschichtlichen Fragestellungen zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einem handlungsorientierten Unterrichtsansatz, der durch offene Lernformen wie Schreibgespräche, Zeitzeugenbefragungen und Stationsarbeit sowie durch begleitende Evaluation und Reflexion geprägt ist.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Planung (unter Einbeziehung von Lehrplänen und Theorien) und die detaillierte Darstellung des Unterrichtsverlaufs in sechs Phasen, von der Bestandsaufnahme des heutigen Alltags bis hin zum vergleichenden Reflexionsgespräch.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Heimat- und Sachunterricht, Zeitbewusstsein, historische Perspektive, handlungsorientiertes Lernen und Kindheitsgeschichte.
Sie diente als visualisiertes Zeitstrahl-Instrument, um den Schülern die lineare Zeit von 1900 bis heute anhand von Geburtsdaten und Familienbiographien "erfahrbar" zu machen.
Die Schüler hatten teilweise Schwierigkeiten mit langen, schriftlichen Spielanleitungen. Dies konnte jedoch gelöst werden, indem die Schüler im Verlauf der Arbeit zu Experten wurden und sich die Regeln gegenseitig mündlich vermittelten.
Die Schüler entwickelten ein Bewusstsein für die Subjektivität von Quellen und konnten den gesellschaftlichen Wandel, etwa durch die Technisierung, teils sehr kritisch reflektieren, wobei sie ihre eigene Gegenwart oft in Relation zu den Einschränkungen der Vergangenheit setzten.
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