Diplomarbeit, 2001
104 Seiten, Note: 2,3
A. Einleitung
I. Problemstellung
II. Der Begriff Wirtschaftskriminalität
III. Gang der Untersuchung
B. Möglichkeiten und Präventivmaßnahmen unter Einbeziehung ihrer Grenzen zur Aufdeckung von Managementdelikten im Rahmen der handelsrechtlichen Jahresabschlussprüfung
I. Problemrelevanz von Wirtschaftsdelikten für die externe Revision
1. Erscheinungsformen krimineller Handlungen im Unternehmensbereich
2. Täter und Tatmotive
3. Erwartungen an die Abschlussprüfung
4.. Rechtsnormqualität der zu beachtenden Vorschriften
a. Gesetzliche Aufdeckungspflichten
b. Aufdeckungspflichten aufgrund von IDW-Verlautbarungen
c. Aufdeckungspflichten aufgrund von internationalen Normen
d. Zwischenfazit
II. Instrumente und deren Grenzen zur Aufdeckung von Betrugsdelikten
1. Unternehmensinterne Instrumente zur Aufdeckung betrügerischer Handlungen
a. Interne Revision
b. Das Risikoüberwachungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG
2. Die Jahresabschlussprüfung als unternehmensexternes Instrument zur Aufdeckung betrügerischer Handlungen
a. Gegenstand und Umfang der Abschlussprüfung
b. Der risikoorientierte Prüfungsansatz als das wichtigste Prüfungsinstrumentarium zur Aufdeckung von betrügerischen Handlungen
c. Die Aufdeckung von betrügerischen Handlungen im Prüfungsprozess
i) Betrugsdelikte bei der Prüfungsplanung
a) Aufgaben und Ziele der Prüfungsplanung
b) Inhärente Kriminalitätsrisiken auf Jahresabschlussebene
c) Inhärente Kriminalitätsrisiken auf Prüffeldebene
d) Kritische Beurteilung der Risikofaktoren
ii) Betrugsdelikte bei der Prüfungsdurchführung
a) Analytische Prüfungshandlungen
a.1) Vorgehensweise bei der Anwendung von analytischen Prüfungshandlungen
a.2) Grenzen der Anwendung von analytischen Prüfungshandlungen
b) Aufdeckungsmöglichkeiten anhand von Einzelfallprüfungen
iii) Aufdeckungsverhindernde Einflussfaktoren
a) Prüfungsbezogene Grenzen
a.1) Kosten-Nutzen Überlegungen
a.2) Abhängigkeitsproblematik gegenüber dem Mandanten
b) Tatbezogene Grenzen
b.1) Fälschung
b.2) Kollusion mit Externen
iv) Die Berichterstattung über festgestellte Betrugsdelikte
a) Mündliche Berichterstattung gegenüber Management und Aufsichtsrat
b) Schriftliche Berichterstattung im Management Letter
c) Schriftliche Berichterstattung im Prüfungsbericht
d) Schriftliche Berichterstattung im Bestätigungsvermerk
III. Möglichkeiten und Grenzen von Präventivmaßnahmen
1. Möglichkeiten der Prävention durch die Abschlussprüfung
a. Aufdeckung
b. Risikoprofilanalyse
c. Berichterstattung
2. Schaffung von Unternehmensstrategien und Kontrollmechanismen
a. Leitlinien zur Unternehmensethik
b. Vier-Augen-Prinzip / Funktionstrennung
c. Fraud Hotlines
3. Präventivwirkung von verschärften Gesetzesvorschriften
4. Mandatsniederlegung als Lösung?
5. Grenzen von Präventivmaßnahmen
C. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der handelsrechtlichen Jahresabschlussprüfung bei der Aufdeckung von kriminellen Handlungen durch das Management. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwiefern der Abschlussprüfer durch den risikoorientierten Prüfungsansatz sowie zusätzliche Präventivmaßnahmen effektiver gegen Managementdelikte vorgehen kann, um die bestehende Erwartungslücke zwischen Öffentlichkeit und Berufsstand zu verringern.
Die Jahresabschlussprüfung als unternehmensexternes Instrument zur Aufdeckung betrügerischer Handlungen
Wirtschaftsprüfer haben gem. § 2 WPO die primäre berufliche Aufgabe, betriebswirtschaftliche Prüfungen, insbesondere solche von Jahresabschlüssen wirtschaftlicher Unternehmen, durchzuführen und Bestätigungsvermerke über die Vornahme und das Ergebnis solcher Prüfungen zu erteilen. Gegenstand und Umfang der Prüfung ergeben sich aus § 317 Abs. 1 HGB. Danach hat der Abschlussprüfer zu beurteilen, ob die Buchführung und der Jahresabschluss den gesetzlichen Anforderungen sowie den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags oder der Satzung entspricht. Die handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung lässt sich somit als eine Gesetz-, Satzungs- und Ordnungsmäßigkeitsprüfung charakterisieren.
Die Prüfung ist bekanntlich nach § 317 Abs. 1 Satz 3 HGB so anzulegen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die in Satz 2 aufgeführten Bestimmungen, die sich auf die Darstellung des sich nach § 264 Abs. 2 HGB ergebenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich auswirken, erkannt werden.
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Problematik der Wirtschaftskriminalität, insbesondere durch das Management, und thematisiert die Erwartungslücke zwischen Öffentlichkeit und Wirtschaftsprüfern.
B. Möglichkeiten und Präventivmaßnahmen unter Einbeziehung ihrer Grenzen zur Aufdeckung von Managementdelikten im Rahmen der handelsrechtlichen Jahresabschlussprüfung: Dieses Kapitel analysiert systematisch die Erscheinungsformen von Wirtschaftsdelikten und bewertet die Eignung sowie die Grenzen der internen Revision und der externen Jahresabschlussprüfung als Aufdeckungsinstrumente.
C. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und betont die Notwendigkeit einer kritischen Grundhaltung des Prüfers sowie einer Weiterentwicklung der gesetzlichen Anforderungen zur effektiveren Bekämpfung von Managementdelikten.
Wirtschaftskriminalität, Managementdelikte, Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftsprüfer, Erwartungslücke, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Internes Kontrollsystem, Fraud, Bilanzfälschung, Vermögensdelikte, Präventivmaßnahmen, Risikoprofilanalyse, Ordnungsmäßigkeit, Gesetzesverstöße, Prüfungshandlungen
Die Arbeit behandelt die Rolle des Abschlussprüfers bei der Identifizierung und Vorbeugung von kriminellen Handlungen, die aus dem Management heraus initiiert werden.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Systematik von Wirtschaftsdelikten, der Effektivität von Prüfungsmethoden im Rahmen der Jahresabschlussprüfung sowie der Analyse von Präventivmaßnahmen gegen Betrug.
Ziel ist es zu klären, wie der Wirtschaftsprüfer im Rahmen der gesetzlichen Abschlussprüfung Managementdelikte aufdecken kann und wo die Grenzen dieses unternehmensexternen Instruments liegen.
Die Untersuchung basiert primär auf einer Literaturanalyse nationaler und internationaler Prüfungsstandards, Gesetze und aktueller fachwissenschaftlicher Diskussionen zur Erwartungslücke.
Im Hauptteil werden sowohl interne Unternehmenskontrollen (wie die Interne Revision) als auch die externe Jahresabschlussprüfung sowie deren jeweilige Instrumente zur Aufdeckung von Manipulationen und Betrug detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Wirtschaftskriminalität, Managementdelikte, Jahresabschlussprüfung, Erwartungslücke und Risikoorientierter Prüfungsansatz.
Die Erwartungslücke beschreibt die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Öffentlichkeit an den Abschlussprüfer als "Krisenwarner" und den tatsächlichen, rechtlich begrenzten Pflichten des Prüfers, was die Arbeit als zentrales Problem identifiziert.
Managementdelikte sind aufgrund der uneingeschränkten Zugriffsmöglichkeiten des Managements auf Unternehmensebenen sowie der bewussten Umgehung von internen Kontrollsystemen (Management override) besonders schwer aufzudecken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

