Masterarbeit, 2006
88 Seiten, Note: 1.3
I Einführung
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Vorgehensweise
II Konzeptionelle und theoretische Grundlagen
1 Begriffsbestimmung
1.1 Public Private Partnership
1.2 Entwicklungspolitik und Public Private Partnerships
1.3 Definition und Charakterisierung kleiner und mittlerer Unternehmen
2 Institutionenökonomische Ansätze zur Beurteilung von Partnerschaften
2.1 Transaktionskostenansatz
2.2 Principal-Agent-Ansatz
3 Ordnungspolitische Argumente zur Beurteilung von Public Private Partnerships
3.1 Externe positive Effekte
3.2 Marktverzerrungen
4 Aktueller Stand der Forschung
III Erfahrungen mit Public Private Partnerships in Lateinamerika
1 Rahmenbedingungen Lateinamerikas
1.1 Ökonomische Struktur und wirtschaftliche Entwicklung
1.2 Politische Struktur
1.3 Soziokulturelle Struktur
2 Entwicklungspolitisches Potenzial
3 Public Private Partnerships in Lateinamerika
3.1 Portfolio deutscher Entwicklungspartnerschaften
3.2 Sektorale Verteilung
3.3 Möglichkeiten für den Mittelstand
IV Potenzialanalyse für kleine und mittlere Unternehmen
1 Beurteilung aus Sicht der Institutionenökonomik
1.1 Transaktionskosten-Problematik
1.1.1 Ex-ante Transaktionskosten bei Public Private Partnerships
1.1.2 Ex-post Transaktionskosten bei Public Private Partnerships
1.2 Principal-Agent-Problematik
1.3 Zwischenergebnis aus Sicht der Institutionenökonomik
2 Beispiele aus der Praxis
2.1 Untersuchungskonzeption
2.2 Untersuchungsergebnisse
2.2.1 Negative Potenzialfaktoren für den Mittelstand
2.2.2 Positive Potenzialfaktoren für den Mittelstand
2.3 Zwischenergebnis aus Sicht der Unternehmensbefragung
V Auswertung
1 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für kleine und mittlere Unternehmen
1.1 Lösungsansätze zur Transaktionskostenproblematik
1.2 Lösungsansätze zur Agencyproblematik
1.3 Praxisempfehlungen
1.4 Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen
2 Gesamtwirtschaftliche Evaluation
2.1 Auswirkungen auf die Privatwirtschaft
2.2 Auswirkungen auf die Öffentliche Hand
2.3 Auswirkungen auf die Entwicklungsländer
VI Schlussfolgerung
VII Anhang
Die Arbeit untersucht das Konzept der Public Private Partnerships (PPPs) in der deutschen Entwicklungspolitik mit einem spezifischen Fokus auf die Rolle, Chancen und Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Projekten in Lateinamerika. Ziel ist es, auf Basis einer institutionenökonomischen Analyse und einer empirischen Befragung Handlungsempfehlungen für ein effektives Management solcher Partnerschaften abzuleiten.
1.2 Entwicklungspolitik und Public Private Partnerships
Ziele der internationalen Entwicklungspolitik sind unter anderem die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung und die Erhaltung von Umwelt und Ressourcen. Die Wirksamkeit von Finanzhilfe ist in diesem Zusammenhang umstritten, da die Gefahr besteht, dass das Empfängerland das zusätzliche Kapital nicht investiv, sondern konsumtiv, verwendet. Die Folge daraus wäre, dass das Wachstum des Landes durch die Finanzhilfe nicht verstärkt, sondern vermindert wird. Wichtiger als die Kapitalhilfe ist die Verbesserung der internen Rahmenbedingungen eines Entwicklungslandes.
Die Ausstattung eines Landes mit Infrastruktur, Bildungseinrichtungen und Kapital bestimmt in zunehmendem Maße seine Wettbewerbsfähigkeit. Während die meisten Industrienationen über qualitativ hochwertige Infrastruktur- und Bildungseinrichtungen verfügen, mangelt es vielen Entwicklungs- und Schwellenländern daran. Schlecht ausgebaute Verkehrsnetze, unzureichend ausgebildete Arbeitskräfte und vernachlässigte Umweltstandards machen viele Entwicklungsländer für ausländische Investoren unattraktiv und erschweren einheimischen Unternehmen den Wettbewerb mit der internationalen Konkurrenz.
Da die Geschäftstätigkeit auf internationalen Märkten für die meisten Betriebe immer attraktiver wird, ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern auch im Sinne der ausländischen Investoren. Vermehrt wirkt sich deren Tätigkeit auf Bereiche aus, die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes von Bedeutung sind. Sie vermitteln firmenspezifisches Know-how und Technologien, schaffen Arbeit und Einkommen und tragen so zu verbesserten wirtschaftlichen Umweltbedingungen bei. Ohne weitere Unterstützung sind jedoch meist große Unternehmen in der Lage, in wirtschaftlich schwachen Volkswirtschaften aktiv zu sein und gleichzeitig entwicklungspolitische Maßnahmen durchzuführen. Kleine und mittlere Unternehmen scheitern dagegen häufig an der Markterschließung, Importauflagen und anderen Handelshemmnissen, die aus mangelnden Kenntnissen über das Gastland resultieren.
I Einführung: Hinführung zur Problemstellung und Erläuterung der Vorgehensweise und Zielsetzung der Arbeit.
II Konzeptionelle und theoretische Grundlagen: Definition von PPPs sowie theoretische Fundierung durch institutionenökonomische Ansätze und ordnungspolitische Argumente.
III Erfahrungen mit Public Private Partnerships in Lateinamerika: Analyse der regionalen Rahmenbedingungen und Darstellung des Potenzials für PPP-Projekte.
IV Potenzialanalyse für kleine und mittlere Unternehmen: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen und Chancen für KMU anhand von Transaktionskosten- und Agency-Theorie sowie praktischer Beispiele.
V Auswertung: Ableitung von Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen sowie eine gesamtwirtschaftliche Evaluation der Auswirkungen.
VI Schlussfolgerung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
VII Anhang: Bereitstellung ergänzender Daten und statistischer Tabellen zu den lateinamerikanischen Staaten.
Public Private Partnership, PPP, Entwicklungspolitik, kleine und mittlere Unternehmen, KMU, Lateinamerika, Institutionenökonomik, Transaktionskosten, Principal-Agent-Ansatz, Internationalisierung, Außenwirtschaft, Entwicklungshilfe, Markterschließung, Erfolgsfaktoren, Projektmanagement.
Die Arbeit analysiert die Eignung und Gestaltung von Public Private Partnerships (PPPs) als Instrument zur Internationalisierung deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Kontext der Entwicklungspolitik in Lateinamerika.
Die zentralen Felder sind die entwicklungspolitische Rolle von PPPs, die ökonomischen und institutionellen Herausforderungen für KMU in Schwellenländern sowie die praktischen Erfolgsfaktoren für solche Kooperationen.
Ziel ist es, die spezifische Position und die Hürden für KMU in PPP-Projekten zu untersuchen und konkrete Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für ein erfolgreiches Engagement zu erarbeiten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse auf Basis der Institutionenökonomik (Transaktionskosten- und Principal-Agent-Ansatz) mit einer empirischen Auswertung einer Unternehmensbefragung unter KMU, die PPP-Projekte in Lateinamerika durchgeführt haben.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, eine Analyse der lateinamerikanischen Rahmenbedingungen sowie eine Potenzialanalyse, die sowohl negative Hindernisse als auch positive Chancen für KMU detailliert aufzeigt.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie PPP, Entwicklungspolitik, KMU, Internationalisierung, Lateinamerika, Transaktionskosten und institutionenökonomische Analyse charakterisieren.
KMU verfügen häufig über begrenztere personelle und finanzielle Ressourcen, weniger Erfahrung bei der Auslandsmarkterschließung und eine geringere Reputation, was die Suche nach passenden Partnern und die Bewältigung von Transaktionskosten erschwert.
Kulturelle Unterschiede, wie z.B. eine andere Auffassung von Zeitmanagement ("Mañana-Tendenz") oder unterschiedliche Prioritäten bei der Kommunikation, können zu Missverständnissen und Reibungsverlusten führen, weshalb interkulturelle Kompetenz ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist.
Ex-ante Kosten entstehen bei der Informationssuche und Vertragsgestaltung vor Projektbeginn, während ex-post Kosten durch die Überwachung, Kontrolle und Anpassung während der laufenden Kooperation anfallen.
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