Magisterarbeit, 2006
126 Seiten, Note: 2
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 JOURNALISMUS ALS SOZIALES SYSTEM
2.2 QUALITÄT UND QUALITÄTSSICHERUNG IM JOURNALISMUS
2.2.1 Methoden der Qualitätsbewertung
2.2.2 Qualitätssicherung
2.3 VERHÄLTNIS ZWISCHEN MEDIEN UND POLITIK
2.3.1 Mediatisierung der Politik
2.3.2 Instrumentalisierungen der Medien
2.3.3 „Symbiose“ zwischen Medien und Politik
2.3.4 EXKURS: MEDIENGESELLSCHAFT
2.4 ENTWICKLUNG DES POLITISCHEN JOURNALISMUS
2.4.1 Die präjournalistische Periode
2.4.2 Der korrespondierende Journalismus
2.4.3 Der schriftstellerische Journalismus
2.4.4 Der redaktionelle Journalismus
2.4.5 Redaktionstechnischer Journalismus
2.5 QUALITÄTSMERKMALE DER POLITIKBERICHTERSTATTUNG
2.5.1 Ausbildung und Selbstbild politischer Journalisten
2.5.2 Funktion der Politikberichterstattung
2.6 QUALITÄTSKRITERIEN DER POLITIKBERICHTERSTATTUNG
2.6.1 Unabhängigkeit / Autonomie der politischen Journalisten
2.6.2 Vielfalt der Berichterstattung
2.7 TRENDS DER AKTUELLEN POLITIKBERICHTERSTATTUNG
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 GRUNDLAGEN DER UNTERSUCHUNG
3.2 FORSCHUNGSFRAGE UND HYPOTHESEN
3.3 FORSCHUNGSMETHODE
3.4 DATENAUSWERTUNG UND -INTERPRETATION
3.4.1 Teaser
3.4.2 Vielfalt
3.4.2.1 Journalistische Darstellungsform
3.4.2.2 Politikebenen
3.4.2.3 Vielfalt der Perspektiven
3.4.3 Verständlichkeit
3.4.3.1 Abkürzung und Fremdwörter
3.4.3.2 Trennung von Nachricht und Meinung (EB-Anteil)
3.4.3.3 Verständlichkeit der Sätze
3.4.4 Unterhaltung
3.4.4.1 Emotionalisierende Überschriften
3.4.4.2 Politainment
3.4.4.3 Anlass der Berichterstattung (Ereignis)
3.4.5 Transparenz
3.4.6 Richtigkeit
3.4.7 Orientierung
3.4.8 Ausgewogenheit
3.4.9 Sprachliche Qualitätsmängel
3.4.9.1 Metaphern
3.4.9.2 Affektiver Wortschatz
3.4.9.3 Superlativ
3.4.9.4 Bemalte Begriffe
3.4.9.5 Ironie
3.4.9.6 Wortkomposita
3.4.9.7 Rhetorische Fragen/Appellfiguren
3.4.9.8 Umgangssprache
3.4.9.9 Spitznamen
3.4.9.10 Zusammenfassung sprachliche Qualitätsmängel
3.4.10 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Qualität der innenpolitischen Berichterstattung in vier österreichischen Tageszeitungen (Presse, Standard, Kurier, Salzburger Nachrichten), um den normativen Politikvermittlungsauftrag der Medien zu hinterfragen und die Auswirkungen von Professionalisierung, ökonomischem Druck und Mediatisierung zu analysieren.
1 EINLEITUNG
Was zeichnet eine qualitativ hochwertige Tageszeitung aus? Welche sprachlichen Krite rien müssen erfüllt werden? Dürfen Metaphern verwendet werden und wie sieht es mit dem Gebrauch von Redewendungen aus? Ist Politainment ein Zeichen schlechter journa listischer Qualität?
Beschäftigt man sich mit der Qualität von Tageszeitungen, stellt man schnell fest, dass man sich in einem trüben Gewässer bewegt und zunächst nicht um die Frage herum kommt, was journalistische Qualität bedeutet, und welche Qualitätsmerkmale gerade für Tageszeitungen wichtig sind.
Seit den 1990er Jahren wird in der Wissenschaft und in der Praxis verstärkt diskutiert, dass auch, oder gerade im Journalismus, die Frage nach der Einhaltung bestimmter Qua litätsstandards sowie der Etablierung bestimmter Regeln und Verfahren zur Qualitätssi cherung zentral zu beachten ist. Mittlerweile werden auch betriebswirtschaftliche Konzep te wie das Total Quality Management auf Redaktionen übertragen.
Die Magisterarbeit behandelt das Thema Qualität im Politikjournalismus. Die beiden ge sellschaftlichen Subsysteme Politik und Medien stehen in einem engen Verhältnis, deren Beziehung zueinander für eine funktionierende Demokratie von großer Bedeutung ist. Dementsprechend groß ist auch die wissenschaftliche Literatur, welche sich mit dem Ver hältnis und der Wechselbeziehung dieser beiden Systeme beschäftigt. Bei der Auswahl meines Themas für diese Arbeit war ich von der Idee geleitet, ausreichend Informationen über die Qualität der Berichterstattung vorfinden zu können. Meine Überraschung war umso größer, als ich nach zahlreichen ergebnislosen Literaturrecherchen keine wirklich brauchbaren Analysen, die sich speziell mit der Qualität der politischen Berichterstattung auseinandersetzen, gefunden habe.
Die vorliegende Literatur handelt meist vom Verhältnis zwischen den gesellschaftlichen Systemen Medien und Politik, die politische Berichterstattung wird nicht behandelt oder nur angeschnitten. Auch Donges/Jarren (2002a: 203) halten fest: „Spezifische Studien über den politischen Journalismus, zumal jüngeren Datums, liegen nicht vor.“ Diese Tat sache erweist sich als überraschend und bedenklich zugleich. Dass es gerade zu dieser Thematik keine konkreten Untersuchungen gibt, erachte ich als großes Manko.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Qualität im Politikjournalismus und stellt die Forschungsfrage nach dem Politikvermittlungsauftrag der Medien.
2 THEORETISCHER TEIL: Dieser Teil legt die systemtheoretischen Grundlagen dar, definiert journalistische Qualität und analysiert das Verhältnis zwischen Politik und Medien sowie die historische Entwicklung des politischen Journalismus.
3 EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil beschreibt das Kategoriensystem, die Untersuchungsmethode und die Inhaltsanalyse der vier gewählten Tageszeitungen hinsichtlich verschiedener Qualitätskriterien.
4 ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung führt die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen und bewertet die Qualität der Berichterstattung unter Berücksichtigung von Trends wie Personalisierung und Kommerzialisierung.
Journalistische Qualität, Politikberichterstattung, Systemtheorie, Politikjournalismus, Medien und Politik, Inhaltsanalyse, Tageszeitungen, Politainment, Qualitätssicherung, Objektivität, Vielfalt, Mediatisierung, Personalisierung, Nachrichtenfaktoren, Sprachmissbräuche.
Die Arbeit befasst sich mit der Qualität der innenpolitischen Berichterstattung in vier österreichischen Tageszeitungen und untersucht, inwieweit diese ihren normativen Auftrag zur Information, Kritik und Kontrolle erfüllen.
Zentrale Themen sind die Systemtheorie, der Qualitätsbegriff im Journalismus, das komplexe Verhältnis zwischen Medien und Politik sowie die sprachliche und inhaltliche Analyse der Berichterstattung unter Anwendung von Qualitätskriterien.
Das Ziel besteht darin, durch eine Inhaltsanalyse der Tageszeitungen „Presse“, „Standard“, „Kurier“ und „Salzburger Nachrichten“ zu ermitteln, wie diese verschiedene Qualitätskriterien (Vielfalt, Verständlichkeit, Unterhaltung, etc.) umsetzen und wie sich ihre Berichterstattung unterscheidet.
Die Autorin nutzt eine systematische Inhaltsanalyse basierend auf einem eigens entwickelten Kodierbogen, um die Qualität der Berichterstattung quantitativ und qualitativ zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Systemtheorie und Qualitätssicherung sowie einen empirischen Teil, der Kriterien wie Vielfalt der Perspektiven, Sprachgebrauch, Transparenz und Ausgewogenheit anhand von Datenbeispielen untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Journalistische Qualität, Politikberichterstattung, Inhaltsanalyse, Systemtheorie, Politainment und Objektivität definiert.
Die Untersuchung zeigt Unterschiede in der Sprachqualität, der Verwendung von Hintergrundinformationen sowie in der Gewichtung von Parteien und politischen Akteuren, wobei jede Zeitung spezifische Muster in der Nachrichtenaufbereitung aufweist.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Befürchtungen bezüglich einer inhaltslosen Berichterstattung nur bedingt zutreffen, wenngleich Tendenzen zur Personalisierung und emotionalisierender Überschriften bei allen untersuchten Medien erkennbar sind.
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