Bachelorarbeit, 2007
20 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Čingiz Ajtmatov und der Mythos
1. Der Mythos in Čingiz Ajtmatov Werken
2. Das Volk/ die Gruppe der Rouran/„Жуань жуань“
3. Der Ursprung der Mankurt- Erzählung
III. Die Legende von Najman-Ana/ die Mankurt-Erzählung
1. Die kurze Vorgeschichte der Legende von Najman-Ana/ die Mankurt Erzählung
2. Die Legende von Najman-ana/ die Mankurt-Erzählung
3. „Der Mankurt der Zukunft“
4. Parallelen in der Handlung mit der Legende von Najman-ana/ die Mankurt Erzählung
5. Die Symbolerklärung der Legende von Najman-Ana/ die Mankurt Erzählung
6. Die Erzählung von Mankurt in Verbindung mit anderen Romanerzählungen
7. Die Integration der Legende von Najman-Ana/ der Erzählung von Mankurt in die Gesamtaussage des Romans „Ein Tag länger als ein Leben“
IV. Zusammenfassung
V. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Symbolkraft der Mankurt-Erzählung im Roman „Ein Tag länger als ein Leben“ von Čingiz Ajtmatov und analysiert, wie diese Legende als zeitgemäße Anwendung für die Darstellung von Entmündigung, Identitätsverlust und staatlicher Unterdrückung fungiert.
3. „Der Mankurt der Zukunft“
Am Vortag des Begräbnisses seines Vaters Kazangap erzählt der angetrunkene Sabitjan, ein unsympathischer Vertreter des Staatsapparates, von ferngesteuerten Menschen in einer möglichen Zukunft.
„А наступит время, когда с помощью радио будут управлять людьми [...]“
„Человек всё будет делать по программе из центра. Ему кажется, что он живёт и действует по себе, по своей вольной воле, а на самом деле по указанию свыше […] Надо что бы ты пел, - сигнал – будешь петь. Надо что бы ты танцевал,- сигнал – будешь танцевать. Надо что бы ты работал,- сигнал- будешь работать, да ешё как! […] Потому что всё будет предусмотрено в поведении человека – все поступки, все мысли, все желания.”
I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Identitätsverlusts und die Symbolkraft der Mankurt-Erzählung innerhalb des Romans ein und umreißt den methodischen Ansatz.
II. Čingiz Ajtmatov und der Mythos: Dieses Kapitel erläutert, wie Ajtmatov Mythen nutzt, um universelle menschliche Erfahrungen und das Selbstverständnis von Völkern in seinen Werken darzustellen.
III. Die Legende von Najman-Ana/ die Mankurt-Erzählung: Hier werden der Ursprung der Legende, ihre zentrale Rolle im Roman und ihre Anwendung als Kritik an staatlicher Unterdrückung durch den Vergleich mit dem „Mankurt der Zukunft“ dargelegt.
IV. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse über die Verflechtung von Mythos und zeitgenössischer Realität sowie die Widersprüche im Weltbild des Autors.
V. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Čingiz Ajtmatov, Ein Tag länger als ein Leben, Mankurt, Mythos, Najman-Ana, Rouran, Sowjetunion, Identitätsverlust, Entmündigung, Literaturanalyse, Symbolik, Freiheit, Tradition, Unterdrückung, Moderne.
Die Arbeit analysiert die Symbolik der Mankurt-Erzählung in Čingiz Ajtmatovs Roman „Ein Tag länger als ein Leben“ und beleuchtet, wie der Autor mittels dieser alten Legende gesellschaftliche Missstände und die Entmündigung des Individuums thematisiert.
Zentrale Themen sind die Funktion des Mythos in der Literatur, die historische Bedeutung der Mankurt-Legende, der Konflikt zwischen Individuum und Staat sowie die Auswirkungen von Identitätsverlust durch autoritäre Machtstrukturen.
Das Ziel ist es zu untersuchen, auf welche Weise die Mankurt-Erzählung in die Romanhandlung integriert ist und inwieweit sie als Kommentar zur sowjetischen Realität und zum moralischen Zustand der Menschheit gelesen werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Romans in den Kontext historischer Überlieferungen sowie politischer und soziologischer Interpretationen setzt.
Im Hauptteil wird die Entstehung der Legende beleuchtet, die Parallelen zwischen den Romanfiguren und der Mankurt-Figur gezogen und diskutiert, wie der Staat als „unsichtbare Macht“ das Individuum manipulieren und versklaven kann.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mankurt, Mythos, Identitätsverlust, Entmündigung, Sowjetunion und Tradition.
Während der klassische Mankurt durch physische Folter (Kamelhaut) sein Gedächtnis verliert, beschreibt der „Mankurt der Zukunft“ eine durch Technologie und staatliche Institutionen gesteuerte Versklavung, bei der das Individuum freiwillig oder durch materielle Anreize seine Identität aufgibt.
Der Ort ist symbolisch mit der Mankurt-Erzählung verknüpft; sein drohender Abriss durch das Kosmodrom dient als Metapher für den Verlust kultureller Wurzeln und die Zerstörung von Tradition durch eine technokratische Macht.
Die Arbeit stellt fest, dass Ajtmatov den sowjetischen Staat als Symbol für eine menschenfremde Macht nutzt, wobei eine direkte Regimekritik durch den Autor zwar vom Leser interpretiert werden kann, jedoch im Widerspruch zu seinem geäußerten marxistisch-evolutionären Fortschrittsglauben steht.
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