Diplomarbeit, 2007
77 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Einordnung der Länder Brasilien und Deutschland in ihren Wirtschaftsraum
2.1 Brasiliens regionale Integration in Lateinamerika
2.2 Entstehung und Entwicklung der EU
2.3 Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem MERCOSUL und der EU
2.3.1 Die Rolle Brasiliens im MERCOSUL
2.3.2 Die Rolle Deutschlands in der EU
2.4 Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen zwischen Brasilien und Deutschland
3 Außenwirtschaftsförderung und das Marketinginstrument Messe
3.1 Institutionen und Instrumente der Außenwirtschaftsförderung
3.2 Das Marketinginstrument Messe
4 Fallstudie: Förderung bilateraler Handelsbeziehungen durch Messen am Beispiel Brasilien und Deutschland
4.1 Die Bäumle Gruppe
4.2 Güterhandel ausgewählter Industriebranchen zwischen Brasilien und Deutschland
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Messen als Instrument zur Förderung bilateraler Handelsbeziehungen, insbesondere am Beispiel der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Brasilien und Deutschland. Ziel ist es, einen positiven Zusammenhang zwischen Messebeteiligungen und der Steigerung des Güterhandels durch eine Fallstudie der Unternehmensgruppe Bäumle nachzuweisen.
Die Bäumle Gruppe
Die Erfahrungen der Unternehmensgruppe Bäumle gehen bis in das Jahr 1971 zurück. Damals wurde das Unternehmen EPI S.C. Ltda (Empresa de Planejamento Industrial) gegründet. Ziel war es durch organisatorische Unterstützung brasilianischen Unternehmen eine Messebeteiligung im In- und Ausland zu erleichtern und somit die brasilianische Wirtschaft zu fördern. Die ersten Messen in Deutschland, bei denen die EPI S.C. Ltda ihre Dienstleistung zur Verfügung stellte, waren die Internationale Möbelmesse, die Allgemeine Nahrungs- und Genussmittelausstellung (Anuga) sowie die HANNOVER MESSE.
Insbesondere die im Jahr 1980 stattgefundene HANNOVER MESSE war für das Unternehmen von großer Bedeutung. Denn Brasilien war damals Partnerland dieser Messe und so erhielten die dort ausstellenden brasilianischen Unternehmen sowie auch die EPI S.C. Ltda als Organisator besondere Aufmerksamkeit von Medien und Presse. Im Jahr 1990, nach Veränderungen in der Unternehmensführung, kam es zur Gründung des Nachfolgeunternehmens Hannover Fairs do Brasil Organização e Planejamento S.C. Ltda als brasilianische Vertretung der Deutsche Messe AG.
Die Deutsche Messe AG mit Sitz in Hannover zählt weltweit zu einer der führenden Messedurchführungsgesellschaften. Mit dem Anliegen die Zahl brasilianischer Aussteller auf den Messen zu erhöhen, erhielt der Geschäftsführer des Unternehmens im Laufe mehrere Verhandlungen mit staatlichen Institutionen Brasiliens Zusagen zur finanziellen Unterstützung. Der Erfolg der Firma schlug sich in dem Anstieg brasilianischer Aussteller auf den Messen nieder. Nach und nach zeigten auch Unternehmen anderer Branchen Interesse an der Dienstleistung und baten um Zusammenarbeit bei der Realisierung von Messebeteiligungen in anderen Städten.
1 Einleitung: Einführung in die ökonomische Diskussion um Außenhandel, Globalisierung und die Notwendigkeit von Außenwirtschaftsförderung.
2 Einordnung der Länder Brasilien und Deutschland in ihren Wirtschaftsraum: Analyse der regionalen Integration durch den MERCOSUL und die EU sowie Darstellung der historischen und aktuellen deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen.
3 Außenwirtschaftsförderung und das Marketinginstrument Messe: Vorstellung internationaler und nationaler Förderinstitutionen und detaillierte Erläuterung der Funktionen von Messen im internationalen Handel.
4 Fallstudie: Förderung bilateraler Handelsbeziehungen durch Messen am Beispiel Brasilien und Deutschland: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Praxisbeispiel der Bäumle Gruppe und Untersuchung des Güterhandels in ausgewählten Branchen.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf das zukünftige Wachstumspotential der deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen durch Messeaktivitäten.
Außenwirtschaftsförderung, Messen, Brasilien, Deutschland, bilateraler Handel, Globalisierung, MERCOSUL, Europäische Union, Export, Direktinvestitionen, Messebeteiligung, Wirtschaftsbeziehungen, Industrialisierung, Industriegüter, Marketinginstrument.
Die Arbeit untersucht, wie das Marketinginstrument Messe genutzt werden kann, um den bilateralen Handel zwischen Brasilien und Deutschland zu fördern.
Zentrale Themen sind die Außenwirtschaftsförderung, regionale Integrationsräume, die Analyse des deutsch-brasilianischen Warenverkehrs sowie die Rolle von Messen als Brücke zwischen Angebot und Nachfrage.
Ziel ist es, durch eine Fallstudie zu belegen, dass Messebeteiligungen einen positiven Beitrag zur Erschließung neuer Absatzmärkte und zur Steigerung des Exportvolumens leisten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu außenwirtschaftlichen Grundlagen sowie einer Fallstudie der Bäumle Gruppe, ergänzt durch die statistische Auswertung von Handelsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Einordnung der Wirtschaftsräume, die Vorstellung relevanter Förderinstitutionen, das Messewesen als Instrument und die konkrete Analyse der Bäumle Gruppe.
Die wichtigsten Begriffe sind Außenwirtschaftsförderung, Messewirtschaft, bilaterale Beziehungen, Exportförderung und industrielle Integration.
Die Bäumle Gruppe dient als repräsentatives Fallbeispiel für ein Messedienstleistungsunternehmen, dessen Entwicklung eng mit der Expansion brasilianischer Exporte nach Deutschland verknüpft ist.
Die Studie zeigt, dass sich Brasilien durch gezielte Messepräsenz als wettbewerbsfähiger Lieferant von hochwertigen Fertigerzeugnissen in der Ernährungsbranche etablieren konnte.
Staatliche Institutionen wie APEX-Brasil oder das BMWi spielen eine entscheidende Rolle bei der finanziellen und organisatorischen Unterstützung, um besonders kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten zu ermöglichen.
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