Magisterarbeit, 2006
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Allgemeines zur kritisch-diskursanalytischen Forschung
2.1 Was es heißt, ‚Diskursanalyse’ zu betreiben: die Analyse von ‚Text(en)’
2.2 Inwieweit ist kritisch-diskursanalytische Forschung „kritisch“?
2.3 „Forschungsprogramm“ Kritische Diskursanalyse: die allgemeinen Prinzipien
2.4 Zielsetzung kritisch-diskursanalytischer Forschung - Zielsetzung der Methode
3. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Norman Fairclough
3.1 Faircloughs „Fachterminologie“
3.2 Faircloughs theoretische Fundierung
3.3 Faircloughs Methode
3.3.1 „Analytisches Rahmenmodell“ als Basis der Methode
3.3.2 „Fragenkatalog“ zur Text-/Diskursanalyse
3.4 Faircloughs Ansatz der Kritischen Diskursanalyse im Überblick
4. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger
4.1 Jägers „Fachterminologie“
4.2 Jägers theoretische Fundierung
4.3 Jägers Methode
4.3.1 Leitfaden zur Vorgehensweise für eine Diskursanalyse
4.3.2 Feinanalyse des Diskursfragments/Texts
4.4 Jägers Ansatz der Kritischen Diskursanalyse im Überblick
5. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Ruth Wodak
5.1 Kurze Vorbemerkung zu Wodaks Ansatz und „Fachterminologie“
5.2 Wodaks theoretische Fundierung
5.3 Wodaks diskurshistorische Methode
5.3.1 Allgemeine Prinzipien des diskurshistorischen Vorgehens
5.3.2 Dreidimensionales Analyseschema
5.4 Wodaks Ansatz der Kritischen Diskursanalyse im Überblick
6. Vergleich und Diskussion der Ansätze, kritische Anmerkungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, drei prominente Ansätze der Kritischen Diskursanalyse (KDA) – nach Norman Fairclough, Siegfried Jäger und Ruth Wodak – systematisch darzustellen und vergleichend zu diskutieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die theoretischen Fundierungen und die methodischen Vorgehensweisen dieser Ansätze, um deren Beitrag zur Diskursanalyse sowie deren praktische Anwendbarkeit kritisch zu beleuchten.
3.3.1 „Analytisches Rahmenmodell“ als Basis der Methode
Fairclough (1995) verwendet im Rahmen seines Ansatzes der KDA ein drei-dimensionales Rahmenmodell zur Erforschung des Verhältnisses von diskursivem Ereignis zur (sozialen) Gesamtstruktur. Nach Titscher et al. (1998) verbindet Fairclough in diesem Modell die „Konzepte der Interdiskursivität, also die Kombination von Genres und Diskursen in einem Text, und der Hegemonie, der Vorherrschaft in und Beherrschung von politischen, ideologischen und kulturellen Domänen einer Gesellschaft“. Jedem diskursiven Ereignis werden hierzu die drei Dimensionen Text, diskursive Praxis und soziale Praxis zugeschrieben, so Fairclough (1995):
„It is a spoken or written language text, it is an instance of discourse practice involving the production and inerpretation of text, and it is a piece of social practice.”
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Pluralität der Ansätze innerhalb der KDA und begründet die Auswahl der drei zu untersuchenden Autoren sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Allgemeines zur kritisch-diskursanalytischen Forschung: Dieses Kapitel definiert den Forschungsgegenstand, diskutiert die Bedeutung von Text und Diskurs und skizziert das Forschungsprogramm sowie die Prinzipien der KDA.
3. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Norman Fairclough: Hier werden Faircloughs Fachterminologie, seine theoretische Fundierung basierend auf Halliday und sein dreidimensionales analytisches Rahmenmodell vorgestellt.
4. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger: Jägers Ansatz, geprägt von Foucault und der Tätigkeitstheorie, wird in seiner methodischen Komplexität, insbesondere durch den Leitfaden zur Diskursanalyse und die Feinanalyse, erläutert.
5. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Ruth Wodak: Das Kapitel behandelt Wodaks diskurshistorische Methode, die auf sozio-psychologischen Modellen der Textplanung und -verstehens basiert.
6. Vergleich und Diskussion der Ansätze, kritische Anmerkungen und Ausblick: Der abschließende Vergleich führt die verschiedenen Methoden zusammen, diskutiert ihre Stärken und Schwächen und reflektiert kritisch über die wissenschaftliche Praxis der KDA.
Kritische Diskursanalyse, KDA, CDA, Norman Fairclough, Siegfried Jäger, Ruth Wodak, Diskursbegriff, Textlinguistik, Sozialforschung, Machtverhältnisse, Sprachgebrauch, Diskursfragmente, Methodologie, Interdiskursivität, Ideologiekritik.
Ziel ist die systematische Darstellung und der Vergleich dreier bedeutender Ansätze der Kritischen Diskursanalyse (KDA), um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Theorie und Praxis herauszuarbeiten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Ansätze von Norman Fairclough, Siegfried Jäger und Ruth Wodak.
Die Arbeit fragt nach den theoretischen Hintergründen und den spezifischen methodischen Instrumentarien, die diese drei KDA-Vertreter zur Analyse von Diskursen vorschlagen.
Es handelt sich um eine Literatur- und Theorieanalyse, die die Ansätze der KDA anhand ausgewählter Vergleichskategorien systematisch gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der drei Ansätze, wobei jeweils Fachterminologie, theoretische Fundierung und methodische Vorgehensweisen analysiert werden.
Zentrale Begriffe sind Diskurs, Text, soziale Praxis, Machtverhältnisse, Ideologie und die spezifischen methodischen Werkzeuge der Autoren zur Textanalyse.
Der Autor begründet dies damit, dass van Dijk im Feld der KDA eher die Position eines Theoretikers einnimmt und kaum Systematisierungen zu praktischen Analysearbeiten vorlegt.
Der Autor resümiert, dass die praktischen Methoden der KDA oft eher interpretativ als strikt wissenschaftlich-methodisch wirken und wünscht sich für die Zukunft homogenere und handlungsorientiertere Verfahren.
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