Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Schuldistanz bei Kindern und Jugendlichen. Sie hat zum Ziel, Ursachen und Auswirkungen schuldistanzierter Verhaltensweisen zu beschreiben und Möglichkeiten der Prävention und Intervention aufzuzeigen. Neben pädagogischen Ansätzen werden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Berliner Schulgesetz und im Kinder- und Jugendhilfegesetz betrachtet, um Handlungssicherheit im Umgang mit Schuldistanz zu gewährleisten und die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule zu erörtern.
Die Einleitung führt in das Thema Schuldistanz ein und zeigt die Relevanz der Thematik auf. Im zweiten Kapitel wird der Begriff Schuldistanz definiert und abgegrenzt, um die Vielfältigkeit des Phänomens zu verdeutlichen. Das dritte Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Schulpflicht in Deutschland, um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verstehen. Im vierten Kapitel werden die aktuellen rechtlichen Grundlagen der Schulpflicht in Berlin dargestellt. Das fünfte Kapitel beschreibt verschiedene Erscheinungsformen und Ursachen von Schuldistanz, wobei insbesondere die Auswirkungen der schulischen und familiären Zusammenhänge auf die Entwicklung von Schuldistanz untersucht werden. Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Prävention und Intervention, wobei verschiedene Ebenen, wie z.B. Elternarbeit, schulische Maßnahmen und rechtliche Rahmenbedingungen, betrachtet werden. Das siebte Kapitel befasst sich mit einem Maßnahmenplan der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport im individuellen Fall von Schuldistanz und untersucht die Sinnhaftigkeit und rechtliche Rahmenbedingungen des Vorgehens. Im achten Kapitel werden die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe erörtert, um durch Kooperation den Umgang mit Schuldistanz zu verbessern.
Schuldistanz, Schulpflicht, Prävention, Intervention, Jugendhilfe, Kooperation, rechtliche Rahmenbedingungen, Schulgesetz, Kinder- und Jugendhilfegesetz, Familienarbeit, schulische Maßnahmen, Unterrichtsgestaltung, soziales Lernen, Partizipation, Maßnahmenplan, Senatsverwaltung, Schulversäumnisse, Erscheinungsformen, Ursachen, Verhaltensstörungen, Teilleistungsstörungen, Beziehungsprobleme, Partizipationsprobleme.
Schuldistanz beschreibt verschiedene Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen, die sich innerlich oder äußerlich vom Schulbesuch und dem Bildungssystem entfernen, oft manifestiert durch unentschuldigtes Fehlen.
Die Ursachen sind vielfältig und liegen in der Gesellschaft, der Peergroup (Clique), der Familie, personennahen Faktoren (wie Verhaltensstörungen) sowie in der Struktur und den Beziehungen innerhalb der Schule.
Die Arbeit erläutert die gesetzlichen Grundlagen der Schulpflicht im Berliner Schulgesetz und den Maßnahmenplan der Senatsverwaltung bei unentschuldigtem Fehlen (z. B. nach 3 oder 10 Tagen).
Prävention ist möglich durch intensive Elternarbeit, Umgestaltung des Unterrichts (soziales Lernen, Partizipation) sowie durch die Verankerung von Schulsozialarbeit.
Die Arbeit skizziert Kooperationsmöglichkeiten auf Basis des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, um gemeinsam gegen Schuldistanz vorzugehen und betroffene Schüler individuell zu unterstützen.
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