Diplomarbeit, 2005
79 Seiten, Note: 1,5
1. Zielsetzung der Arbeit und Vorgehensweise
2. Einleitung
3. Transport Management Tools
3.1. Definition von Transport Management Tools
3.2. Funktionsweise von Transport Management Tools
3.2.1. Rollenverständnis Spedition
3.2.2. Rollenverständnis Carrier
4. Vor- und Nachteilen im Vergleich zwischen TMTs und Spediteuren
4.1. Kunden- und Zielgruppendefinition
4.2. Spediteur vs. TMT: Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösung
4.2.1. Spediteur
4.2.2. TMT
5. Kundenbefragung
5.1. Durchführung der Kundenbefragung
5.1.1. Allgemeine Fragen
5.1.2. Funktionsbewertung
5.1.3. Kundenauswahl
5.2. Statistische Auswertung
5.3. Ergebnisse
5.3.1. Auswertung allgemeine Fragen
5.3.2. Auswertung Funktionsbewertungen
5.3.3. Gesamtinterpretation
6. Lösungsvorschläge
6.1. Umstrukturierungen
6.2. Strukturelle Änderungen
6.3. Automatisierte Fahrplandarstellung
6.4. „Desktop Solution“
6.5. Elektronischer Zahlungsverkehr
6.6. Kommunikationsebene
7. Zusammenfassung
Die Diplomarbeit analysiert die Kundenanforderungen an zukünftige Transport Management Tools (TMTs) aus der Perspektive eines Speditionskonzerns. Ziel ist es, durch eine Kundenbefragung Potenziale zur Prozessoptimierung und Kundenbindung zu identifizieren und konkrete Lösungsvorschläge für das zukünftige Operations-System der Spedition zu entwickeln.
3.1. Definition von Transport Management Tools
Eine allgemein gültige Definition für Transport Management Tools, abgekürzt auch TMT, existiert nicht.
Skywire Software, eine US-amerikanische Firma, die bei der Implementation von SAP Anwendungen hilft, beschreibt ihr TMT-Produkt „Object Manager™ for SAP® Transport Management“ als ein „end-to-end transport management tool,…,designed to simplify and automate the transport management process…“ – übersetzt soll ein TMT die für den Transport [die Transportdokumentation] nötigen Arbeitsprozesse vereinfachen und automatisieren.
Als Vorteile werden herausgestellt „[that] it enables companies to consolidate data, leverage existing infrastructure and extend resources“ – Anwenderfirmen können Daten konsolidieren, die existierende Infrastruktur besser nutzen und Ressourcen erweitern. 8
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie schreibt in einer vom ISL, Roland Berger und PriceWaterhouseCoopers erstellten Studie: „Ziel dieser Portale [gemein sind INTTRA, GT Nexus und CargoSmart] ist es, die firmenübergreifenden Geschäftsprozesse zwischen den beteiligten Linienreedereien und ihren Kunden effizienter zu gestalten und Geschäftskontakte zwischen allen am Containertransport beteiligten Unternehmen zu erleichtern. Durch Rationalisierung und Standardisierung soll die Abwicklung von Containertransporten (ausschließlich) letztendlich wirtschaftlicher gestaltet werden.“9
Das Portal INTTRA „enables shippers, freight forwarders, third party logistics providers, brokers, importers, and industry portals to manage the scheduling, booking, documentation, Bills of Lading, and tracking of cargo and the negotiation of freight services across multiple shipping lines in a single integrated process“. 10
1. Zielsetzung der Arbeit und Vorgehensweise: Darstellung der drei methodischen Schritte zur Ermittlung von Kundenanforderungen an Transport Management Tools.
2. Einleitung: Analyse der Bedeutung von Zeit als Kostenfaktor in der Logistik und der Notwendigkeit zur Prozessautomatisierung durch IT-Lösungen.
3. Transport Management Tools: Definition und Erläuterung der Funktionsweise von Bündelungsplattformen im Seetransport sowie deren Rolle für Carrier und Speditionen.
4. Vor- und Nachteilen im Vergleich zwischen TMTs und Spediteuren: Gegenüberstellung der strategischen Vor- und Nachteile von externen TMT-Portalen gegenüber der direkten Dienstleistung einer Spedition.
5. Kundenbefragung: Methodik und statistische Auswertung einer Umfrage unter Speditionskunden zur Erhebung ihrer Anforderungen an Online-Funktionen.
6. Lösungsvorschläge: Entwicklung konkreter Ansätze zur Umstrukturierung, Automatisierung der Fahrpläne und Implementierung einer „Desktop Solution“ zur Kundenbindung.
7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die zukünftige Ausrichtung der Speditions-IT.
Transport Management Tools, TMT, Spedition, Logistik, Prozessoptimierung, Kundenbefragung, E-Booking, Desktop Solution, Standardisierung, Dokumentationsprozess, Supply Chain, Kundenbindung, Automatisierung, Operations, EDI.
Die Arbeit untersucht, welche Anforderungen deutsche Kunden an zukünftige Transport Management Tools haben und wie ein Speditionskonzern darauf reagieren kann, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich zwischen externen TMT-Plattformen und speditionseigenen Systemen, der Digitalisierung von Logistikprozessen sowie Strategien zur Kundenbindung.
Das Ziel ist es, durch die Identifikation von Kundenwünschen und Schwachstellen in aktuellen Prozessen Vorschläge zu entwickeln, wie ein Spediteur sein digitales Serviceangebot optimieren kann.
Der Autor führt eine theoretische Analyse der TMT-Plattformen durch und kombiniert diese mit einer eigenen empirischen Kundenbefragung, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von TMTs, der Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen gegenüber Speditionsdienstleistungen, der Durchführung der Kundenbefragung sowie konkreten Lösungsvorschlägen für IT-Strukturen.
Wichtige Begriffe sind Transport Management Tools (TMT), Prozessautomatisierung, Kundenbindung, Desktop Solution, Standardisierung und logistische Schnittstellen.
Sie ermöglicht Kunden das Offline-Arbeiten und eine integrierte Dateneingabe, wodurch Fehler bei der Übermittlung reduziert werden und eine engere Anbindung an die Systeme der Spedition erfolgt.
Die Umfrage ergab, dass Sicherheitsbedenken bei hohen Transaktionssummen im Firmenkontext das größte Hindernis für die Akzeptanz von Internet-basierten Bezahlsystemen darstellen.
Durch die Zusammenlegung operativer Abteilungen an zentralen Standorten werden Größeneffekte genutzt und die Datenqualität erhöht, während gleichzeitig durch technologische Vernetzung die Nähe zum regionalen Markt erhalten bleibt.
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