Magisterarbeit, 2001
93 Seiten, Note: 2,0 (gut)
1.) Einleitung
2.) Das sozialdemokratische 20. Jahrhundert
2.1.) Dahrendorfs These vom Ende der Sozialdemokratie
2.2.) Kommentierung der sozialdemokratischen Niedergangstheorie durch verschiedene Autoren
2.2.1.) Christian Fenner
2.2.2.) Jens Borchert
2.2.3.) Herbert Kitschelt
2.2.4.) Peter Lösche/Franz Walter
2.2.5.) Thomas Meyer
2.2.6.) Wolfgang Merkel
2.2.7.) Anthony Giddens
3.) Die Transformationen der SPD und der Labour Party
3.1.) Personelle Transformationen
3.1.1.) Labour Party: Foot, Kinnock, Smith und Blair
3.1.2.) SPD: Das Personalkarussell der SPD
3.2.) Organisatorische Transformationen
3.2.1.) Labour Party
3.2.1.1.) Mitgliederrückgang und Bildung des Electoral College
3.2.1.2.) Organisationsstrukturelle Veränderungen unter Kinnock
3.2.1.3.) Labour und die Gewerkschaften
3.2.1.4.) Tony Blairs Organisationsreformen
3.2.2.) SPD
3.2.2.1.) Mitgliederentwicklung in der SPD
3.2.2.2.) Die SPD-Organisationsreform 1993 und ihre Folgen
3.2.2.3.) Das Verhältnis der SPD zu den Gewerkschaften
3.2.3.) Gemeinsamkeiten und Differenzen beider Parteien
3.3.) Programmatische Transformationen
3.3.1.) Labour Party
3.3.1.1.) Der Policy Review
3.3.1.2.) Änderung des Clause IV der Parteisatzung
3.3.1.3.) New Labours Politikinhalte
3.3.1.4.) Die SPD-Grundwertekommission und New Labour
3.3.1.5.) Zusammenfassung zur Labour Party
3.3.2.) SPD
3.3.2.1.) Programmatische Veränderungen in den 80er Jahren
3.3.2.2.) Das Berliner Grundsatzprogramm von 1989
3.3.2.3.) Modernisierung in den neunziger Jahren
3.3.2.4.) Innovation und Gerechtigkeit
3.3.2.5.) Zusammenfassung zur SPD
3.3.2.6.) Das Schröder/Blair-Papier
3.4.) Wahlen, Wahlkampf und die Rolle der Medien
3.4.1.) Labour Party
3.4.1.1.) Zentralisierung und Professionalisierung der Kommunikation durch Kinnock
3.4.1.2.) Blairs Mediatisierung der politischen Kommunikation
3.4.1.3.) Analyse von Labours Wahlsieg 1997
3.4.2.) SPD
3.4.2.1.) Die SPD und die Gefahr einer Medienfalle
3.4.2.2.) Lafontaines wirkungsvolle Medienkommunikation
3.4.2.3.) Der Bundestagswahlkampf 1998
3.4.2.4.) Analyse des Wahlerfolgs der SPD und Ausblick
4.) Schlußbemerkungen
Die vorliegende Arbeit vergleicht die personellen, organisatorischen, programmatischen und medienorientierten Transformationen der SPD und der Labour Party in den 1980er und 1990er Jahren, um Ralf Dahrendorfs Niedergangstheorie der Sozialdemokratie kritisch zu hinterfragen und zu falsifizieren.
3.1.1.) Labour Party: Foot, Kinnock, Smith und Blair
An der Spitze der Labour-Parteiführung stand von 1979 bis 1983 Michael Foot, anschließend bis 1992 Neil Kinnock, gefolgt von John Smith und seit 1994 hat Tony Blair das Amt inne.
Die Wahl von Neil Kinnock zum Parteivorsitzenden im Jahre 1983 infolge des Debakels bei der Unterhauswahl im selben Jahr bedeutete den Ursprung der Transformationen der Labour Party. Kinnock kam zu dem Schluß, daß aus wahltaktischen Erwägungen eine fundamentale Neubestimmung der Programmatik und der Politik der Partei ebenso notwendig waren, wie genug Macht zu bündeln, um innerparteiliche Widerstände zu überwinden. Kinnock begann einen dualen Prozeß der Transformation. Erstens konzentrierte er auf Kosten der Parteibasis mehr Macht in seinen eigenen Händen. Zweitens nutzte er seine starke Position, um sozialistische Doktrin, die bei den Wählern als überholt und unpopulär angesehen wurden, über Bord zu werfen.
"This was a tortous process: by the 1987 general election Labour policy had changed little in substance - nor did the party’s vote increase by much. After this third successive defeat Kinnock’s ‘modernisation’ of the Party accelerated. Whilst he presented change as the only way for Labour to regain power, critics accused Kinnock of emulating SDP and even Conservative policies. By the 1992 general election Labour had discarded most of the policies on offer in 1983."
1.) Einleitung: Die Arbeit führt in die Transformationen von SPD und Labour Party ein und setzt sich zum Ziel, Ralf Dahrendorfs These vom Ende der Sozialdemokratie zu widerlegen.
2.) Das sozialdemokratische 20. Jahrhundert: Dieses Kapitel diskutiert die Krise der Sozialdemokratie und setzt sich kritisch mit verschiedenen Niedergangstheorien auseinander.
3.) Die Transformationen der SPD und der Labour Party: Der Hauptteil analysiert detailliert die personellen, organisatorischen, programmatischen sowie medienorientierten Veränderungen beider Parteien.
4.) Schlußbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Transformationsprozesse beider Parteien keine Bestätigung für das Ende der Sozialdemokratie bieten, sondern vielmehr eine erfolgreiche Anpassung an neue Bedingungen darstellen.
Sozialdemokratie, Labour Party, SPD, Transformation, Modernisierung, New Labour, Politische Kommunikation, Wahlerfolg, Organisationsreform, Ideologie, 20. Jahrhundert, Dritter Weg, Medien, Sozialstaat, Parteistruktur.
Die Magisterarbeit analysiert und vergleicht die Transformationen der SPD und der britischen Labour Party in den 1980er und 1990er Jahren.
Im Fokus stehen personelle, organisatorische, programmatische Veränderungen sowie die Rolle der medienorientierten Wahlkampfkommunikation.
Ziel ist es, die These von Ralf Dahrendorf vom Ende der Sozialdemokratie kritisch zu hinterfragen und anhand der durchgeführten Transformationsprozesse zu falsifizieren.
Die Methode besteht in einem vergleichenden Transformationsansatz, der die Entwicklung beider Parteien untersucht und auf ihre politische Vision hin prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Personal, Organisation, Programmatik sowie Wahlkampf und Medien und stellt diese für beide Parteien detailliert dar.
Wichtige Begriffe sind Sozialdemokratie, Modernisierung, New Labour, Organisationsreform, Politische Kommunikation und Transformation.
New Labour beschreibt die programmatische und organisatorische Neuausrichtung der britischen Labour Party unter Tony Blair, die sich von traditionellen sozialistischen Dogmen distanziert.
Die SPD stand unter massiven Handlungsdruck, da sie zwischen traditionellen Werten und der Notwendigkeit einer neoliberal geprägten Modernisierung in einem Orientierungsvakuum schwebte.
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