Examensarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,50
I Einleitung
II Die psychischen Anforderungen an den Spielsportler
II.1 Erkenntnisse zur Motivation, Kognition und Emotion
II.1.1 Kognition
II.1.2 Emotion
II.1.3 Motivation
II.2 Das psychische Anforderungsprofil eines Handballsportlers
III Die Leistungsmotivation
III.1 Erläuterungen zur Motivation und zum Motiv
III.1.1 Motivation
III.1.2 Motiv
III.1.3 Leistungsmotivation
III.1.4 Leistungsmotiv
III.2 Modelle und Ansätze aus der Forschung
III.2.1 Das Risikowahlmodell
III.2.2 Der attributionstheoretische Ansatz
III.2.3 Das Selbstbewertungsmodell
III.2.4 Erweitertes Kognitives Motivationsmodell
III.3 Die Genese der Leistungsmotivation
III.4 Leistungsmotivation und Expertise
III.4.1 Expertiseforschung
III.4.2 Expertise und Talent
III.4.3 Expertise und Leistungsmotivation
III.4.4 Leistungsmotivation im Verlauf von Spitzensportkarrieren
IV Fragestellung
V Untersuchung
V.1 Vorüberlegungen zu Motivmessverfahren
V.2 Untersuchungsplanung
V.2.1 Das Instrument der Untersuchung – Das LMI-H
V.3 Untersuchungsdurchführung
V.3.1 Stichprobe
V.3.2 Zeitraum, Ort und Ablauf der Untersuchung
VI Überblick
VII Auswertung der Untersuchung
VII.1 Vorgehensweise bei der Auswertung
VII.2 Ergebnisse der Untersuchung
VII.2.1 Auswertung zu H1
VII.2.2 Auswertung zu H2
VII.2.3 Auswertung zu H3
VII.2.4 Auswertung zu H4
VII.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
VIII Diskussion der Methode und des Inhalts
VIII.1 Diskussion der Methode
VIII.2 Diskussion des Inhalts
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Leistungsmotivation im Handballsport. Dabei ist das primäre Ziel, ein psychisches Anforderungsprofil zu erstellen und zu prüfen, ob sich Experten und Novizen in ihrer Leistungsmotivation über verschiedene Altersstufen hinweg signifikant unterscheiden.
III.2.1 Das Risikowahlmodell
Mit dem Risikowahlmodell von Atkinson (1957) soll nun eines der wohl meist zitierten und einflussreichsten Modelle der Motivationsforschung vorgestellt werden, welches auch als „forschungsleitend“ bezeichnet wird (Heckhausen, 2006, S. 143). Atkinsons Theorie zur Leistungsmotivation baut in zweifacher Hinsicht auf den Überlegungen Lewins sowie den empirischen Befunden zu dessen Feldtheorie auf. Zum einen erweitert Atkinson die Lewin´sche Konzeption der Motivation zu einem ‚Erwartungs-mal-Wert-Modell’ und zum anderen legt er großes Gewicht auf die Vorhersage der menschlichen Motivation anhand individueller Unterschiede. (Rudolph, 2003, S. 117) Dieses Modell lässt sich somit als eine konsequente Fortentwicklung der Theorie der resultierenden Valenz von Lewin, Dembo, Festinger und Sears (1944) bezeichnen, in der Atkinson darauf bedacht ist, Person- und Situationsfaktoren ausgewogen zu betrachten und das resultierende Verhalten als Wechselwirkung zu verstehen (Heckhausen 1974, S. 44; Heckhausen, 2006, S. 130). Die Verwandtschaft zu Lewin ist deutlich zu erkennen, entdeckt man doch wesentliche Grundzüge, wenn man die Struktur des Modells näher untersucht.
Atkinson geht davon aus, dass „der ‚Wert’ (die Valenz) eines Ziels oder einer Handlungsalternative und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ziel erreicht (oder die Handlung erfolgreich abgeschlossen) wird“, gemeinsam die Wahl der Handlungsalternative determinieren (Rudolph, 2003, S. 118). Jedoch müssen die einer Entscheidung zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeiten und Werte nicht notwendig tatsächlich bewusst repräsentiert sein, können also auch unbewusst ablaufen (Schneider & Schmalt, 2000). Eine weitere Grundlage des Modells ist die Annahme, dass alle Gründe des menschlichen Handelns auch tatsächlich bekannt sind und Menschen Entscheidungen aufgrund von Informationen treffen, die ihnen zugänglich sind und die sie in rationaler Weise zueinander in Beziehung setzen und verarbeiten. Als zusätzliche Dimension der Motivation prägt Atkinson den Begriff des Leistungsmotivs und beendet so die Dominanz der Triebtheorien in der Motivationsforschung zugunsten eines kognitiven Ansatzes. Seine Grundlage hierfür stammt von Murray (1938), der das Leistungsmotiv insbesondere als Bedürfnis nach dem Bewältigen von Aufgaben bezeichnet, die als herausfordernd erlebt werden (Rudolph 2003, S. 120).
I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Sportpsychologie für den Handballsport ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit zur Leistungsmotivation.
II Die psychischen Anforderungen an den Spielsportler: Dieses Kapitel erläutert motivationale, kognitive und emotionale Faktoren und entwickelt daraus ein psychisches Anforderungsprofil für Handballspieler.
III Die Leistungsmotivation: Hier werden theoretische Modelle und die Genese der Leistungsmotivation ausführlich dargestellt und ihr Zusammenhang mit sportlicher Expertise diskutiert.
IV Fragestellung: In diesem Kapitel werden auf Basis der theoretischen Ausführungen die konkreten Forschungsfragen für die Untersuchung abgeleitet.
V Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die Auswahl des Testinstruments (LMI-H) sowie die Planung und Durchführung der Datenerhebung bei 406 Probanden.
VI Überblick: Dieses kurze Kapitel fasst nochmals die Fragestellungen der Untersuchung zusammen.
VII Auswertung der Untersuchung: Hier werden die erhobenen Daten mittels statistischer Verfahren (Varianzanalyse) ausgewertet und die Ergebnisse zu den Hypothesen präsentiert.
VIII Diskussion der Methode und des Inhalts: Dieses abschließende Kapitel diskutiert kritisch die Methodik, interpretiert die Ergebnisse und stellt den Bezug zur Sportpraxis her.
Leistungsmotivation, Handball, Sportpsychologie, Expertiseforschung, Leistungsmotivationsinventar, LMI-H, Risikowahlmodell, Attributionstheorie, Selbstbewertungsmodell, Expertise, Talent, Anforderungsprofil, Trainingsbereitschaft, Volition, Leistungsdiagnostik
Die Arbeit untersucht das psychologische Phänomen der Leistungsmotivation im Kontext des Handballsports, insbesondere im Vergleich zwischen Experten und Novizen über verschiedene Altersstufen hinweg.
Die Schwerpunkte liegen auf der sportpsychologischen Anforderungsanalyse, theoretischen Motivationsmodellen, der Entwicklung der Leistungsmotivation und einer empirischen Überprüfung mittels Fragebögen.
Das Hauptziel ist die Klärung der Frage, ob sich Experten und Novizen in ihrer Leistungsmotivation signifikant unterscheiden und wie diese Unterschiede in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht variieren.
Es wurde eine quantitative Erhebung durchgeführt, wobei das "Leistungs-Motivations-Inventar für Handballer" (LMI-H) als modifiziertes, respondentenbasiertes Testinstrument zum Einsatz kam.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Motivation, Expertise, Genese) und eine empirische Studie, deren Ergebnisse mittels dreifaktorieller univariater Varianzanalysen ausgewertet wurden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Leistungsmotivation, Handball, Expertiseforschung, LMI-H und Attributionsmuster zusammenfassen.
Das LMI-H dient als zentrales Messinstrument, um die leistungsmotivrelevanten Verhaltens- und Erlebensaspekte der Probanden effizient und vergleichbar zu erfassen.
Die Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede in der Leistungsmotivation zwischen Experten und Novizen, wobei diese Unterschiede nicht linear verlaufen, sondern von Alter, Geschlecht und Ligazugehörigkeit beeinflusst werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

