Diplomarbeit, 2006
104 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Steuerung der Belastungsintensität im Ausdauertraining
2.1 Laktat
2.1.1 Laktatentstehung
2.1.2 Einflussfaktoren
2.1.3 Laktat in der Leistungsdiagnostik
2.1.4 Schwellenmodelle
2.2 Herzfrequenz
2.3 Subjektives Belastungsempfinden
2.4 Weitere Parameter zur Steuerung der Belastungsintensität
2.5 Zusammenfassung
3. Fragestellung
3.1 Allgemeine Fragestellung
3.2 Spezielle Fragestellungen
4. Methodik der Untersuchung
4.1 Untersuchungsgut
4.2 Untersuchungsverlauf
4.3 Standardisierung des Kontrollverfahrens
4.3.1 Ausbelastungstest
4.3.2 Dauerbelastungstests
4.4 Apparatur
4.5 Auswertung
5. Darstellung der Ergebnisse
5.1 Bestimmung der HFmax
5.2 Zeitverlauf der Parameter Laktat, Geschwindigkeit und subjektives Belastungsempfinden bei den einzelnen Steuerungsvorgaben
5.2.1 Laktatverlauf
5.2.2 Geschwindigkeitsverlauf
5.2.3 Verlauf des subjektiven Belastungsempfindens
5.3 Individuelle Unterschiede (Häufigkeitsverteilung und Streubreite) bezüglich der Parameter Laktat, Geschwindigkeit und subjektives Belastungsempfinden bei den einzelnen Steuerungsvorgaben
5.3.1 Individuelle Unterschiede bei den gemessenen Laktatwerten
5.3.1.1 Bei 80% HFmax
5.3.1.2 Bei 85% HFmax
5.3.1.3 Bei 90% HFmax
5.3.1.4 Gesamtbetrachtung
5.3.2 Individuelle Unterschiede bei den gemessenen Geschwindigkeiten
5.3.2.1 Bei 80% HFmax
5.3.2.2 Bei 85% HFmax
5.3.2.3 Bei 90% HFmax
5.3.2.4 Gesamtbetrachtung
5.3.3 Individuelle Unterschiede bei den erfragten RPE-Werten
5.3.3.1 Bei 80% HFmax
5.3.3.2 Bei 85% HFmax
5.3.3.3 Bei 90% HFmax
5.3.3.4 Gesamtbetrachtung
5.4 Vergleich der Ergebnisse des Ausbelastungstests mit den Dauerbelastungstestergebnissen
5.4.1 Vergleich der Laktatwerte
5.4.2 Vergleich der Geschwindigkeiten
5.4.3 Vergleich der RPE- und Herzfrequenzwerte
5.4.4 Vergleich der RPE-Werte mit den anderen Parametern
5.4.5 Gesamtübersicht
6. Interpretation der Ergebnisse und Beantwortung der Fragestellungen
6.1 Wo liegt die individuelle HFmax der Probanden und welche unterschiedlichen Vorgaben der Herzfrequenz ergeben sich daraus bei 80%, 85% und 90% HFmax?
6.2 Wie entwickeln sich die Parameter Laktat, Geschwindigkeit und subjektives Belastungsempfinden bei 80%, 85% und 90% HFmax?
6.3 Welche Unterschiede ergeben sich zwischen den jeweiligen Belastungsstufen bezüglich Laktat, Geschwindigkeit und subjektivem Belastungsempfinden?
6.4 Gibt es Zusammenhänge zwischen den Ergebnissen des Ausbelastungstest mit denen der Dauerbelastungstestergebnisse?
6.5 Was bedeuten die Ergebnisse für die Trainingssteuerung?
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung des subjektiven Belastungsempfindens (RPE) als ergänzendes Instrument zur Steuerung der Trainingsintensität im Ausdauersport. Ziel ist es, in einer Studie mit 13 Probanden zu prüfen, ob auf Basis individueller Herzfrequenzvorgaben (80%, 85% und 90% der maximalen Herzfrequenz) eine präzise Trainingssteuerung ohne aufwendige Laktatdiagnostik möglich ist.
2. Steuerung der Belastungsintensität im Ausdauertraining
Neben Trainingshäufigkeit, Belastungsumfang, Belastungsdauer und Häufigkeit der Reizsetzung kommt im Breiten- und Gesundheitssport vor allem der Wahl der richtigen Belastungsintensität eine besondere Bedeutung zu (BUSKIES, 2001). Die Belastungsintensität gibt die Stärke des Belastungsreizes wieder, mit dem eine Übung ausgeführt wird (MARTIN, 1985). Pauschalangaben wie: „moderate intensity“ (MELZER et al., 2004) oder „exercise need not to be strenuous…“ (AMISOLA/JACOBSON, 2003) findet man diesbezüglich häufig in der einschlägigen Literatur. Solche Aussagen gehen weder auf individuelle Zielsetzungen, noch auf das vorhandene Leistungsniveau ein und nicht selten entsteht aus solchen Ratschlägen dann der Grundsatz „viel hilft viel“ in der Umsetzung.
Für das gesundheitsorientierte Ausdauertraining sind solche Einstellungen natürlich unangebracht. Ausdauertraining soll Spaß machen. Zu hohe Belastungen stellen deshalb nicht nur ein Risiko für die Gesundheit dar und sollten vor allem in diesem Bereich vermieden werden (BERG, 1993), sie erschweren auch das Aufkommen von Wohlbefinden. Wenn beim Training das „Sich-quälen-müssen“ überwiegt, dann fällt die Überwindung zur nächsten Übungseinheit sehr schwer. Aber nicht nur die Über- sondern auch die Unterforderung stellt ein Problem dar. Sollen positive Anpassungserscheinungen des Organismus erzielt werden, muss ein bestimmtes Mindestmaß an Belastung erfüllt werden. Eine Belastungsanforderung ruft im Organismus bestimmte Reize hervor, die sich dann individuell als Beanspruchung auswirken.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Ausdauertrainings für den Breitensport und identifiziert die Problematik der Intensitätssteuerung bei fehlenden diagnostischen Ressourcen.
2. Steuerung der Belastungsintensität im Ausdauertraining: Dieses Kapitel diskutiert gängige Steuerungsparameter wie Laktat, Herzfrequenz und das subjektive Belastungsempfinden unter Berücksichtigung ihrer Validität und Praktikabilität.
3. Fragestellung: Hier werden das Ziel der Entwicklung von Trainingsempfehlungen und die konkreten Forschungsfragen zur Validierung von RPE-Skalen in Bezug auf die HFmax definiert.
4. Methodik der Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert das Studiendesign mit 13 Probanden, die verwendeten Laufbandtests (Ausbelastung und Dauerbelastung) sowie die statistischen Auswertungsmethoden.
5. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Daten zu HFmax, Laktat, Laufgeschwindigkeit und RPE-Werten in Zeitverläufen und individuellen Vergleichen.
6. Interpretation der Ergebnisse und Beantwortung der Fragestellungen: Das Kapitel verknüpft die empirischen Daten mit den theoretischen Modellen und beantwortet, ob RPE eine zuverlässige Alternative für die Trainingssteuerung darstellt.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und der Empfehlung zur Nutzung gekoppelter Steuerungsgrößen für den Breitensport.
Ausdauertraining, Belastungsintensität, Herzfrequenz, HFmax, Laktat, Leistungsdiagnostik, subjektives Belastungsempfinden, RPE-Skala, Breitensport, Trainingssteuerung, Laufband, Belastungsdosierung, Sportökonomie, Anaerobe Schwelle, Trainingsherzfrequenz
Die Diplomarbeit untersucht, wie Sportler im Breiten- und Gesundheitssport ihre Trainingsintensität effektiv und individuell steuern können, ohne auf kostenintensive medizinische Leistungsdiagnostik angewiesen zu sein.
Die zentralen Felder sind die Laktatkinetik, die Verwendung der Herzfrequenz als Steuerungsgröße sowie die Validierung des subjektiven Belastungsempfindens (RPE) zur Bestimmung individueller Intensitätsbereiche.
Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob das subjektive Belastungsempfinden eine verlässliche Methode darstellt, um Trainingsintensitäten bei 80%, 85% und 90% der maximalen Herzfrequenz präzise zu steuern.
Es wurde eine empirische Studie mit 13 sportlich aktiven Probanden durchgeführt, die sowohl einen Stufentest zur Ausbelastung als auch randomisierte Dauerbelastungstests auf dem Laufband absolvierten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Belastungssteuerung, das methodische Vorgehen bei den Laufbandtests sowie die detaillierte Darstellung und statistische Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Die Arbeit zeichnet sich primär durch die Begriffe Ausdauertraining, Belastungsintensität, Herzfrequenzsteuerung, RPE-Skala und Leistungsdiagnostik aus.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Anwendung des subjektiven Belastungsempfindens bei gleichzeitigem Verständnis der Herzfrequenz-Prozentwerte eine praktikable Alternative zu aufwendigen Leistungstests darstellen kann.
Die Arbeit zeigt, dass gängige Formeln (wie z.B. 220 minus Lebensalter) auf statistischen Mittelwerten basieren und die starke interindividuelle Streuung der tatsächlichen maximalen Herzfrequenz ignorieren, was zu Fehlbelastungen führen kann.
Das subjektive Belastungsempfinden bietet den Vorteil, dass es körperliche und mentale Tagesformen sowie Umweltfaktoren miteinbezieht und jederzeit ohne invasive oder apparative Hilfsmittel verfügbar ist.
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