Diplomarbeit, 2006
90 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Internationalisierung der Rechnungslegung in Deutschland
1.1 Motive für eine internationale Rechnungslegung
1.2 Einführung der IFRS in Deutschland
1.3 Unterschiede der Rechnungslegung nach HGB und IFRS
1.4 Schnittstellen zwischen Bilanzierung und Controlling unter IFRS
2 Controlling als Informations- und Datenlieferant für die Rechnungslegung nach IFRS
2.1 Controlling als unmittelbarer Informationslieferant
2.2 Controlling als mittelbarer Methoden- und Datenlieferant
2.2.1 Erforderliche Kalkulationen
2.2.2 Cashflow-Planung und Anwendung des Discounted Cashflow-Verfahrens
2.2.3 Dokumentationserfordernisse und erweiterte Berichtspflichten
2.3 Zwischenfazit
3 Auswirkungen einer IFRS-Umstellung auf wichtige bilanzorientierte Unternehmenskennzahlen
3.1 Veränderungen in den Eingangsgrößen der Kennzahlen
3.2 Veränderte Interpretation bilanzorientierter Steuerungskennzahlen am Beispiel von Entwicklungsaufwendungen
3.3 Zwischenfazit
4 Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens
4.1 Umstellung auf IFRS als Ansatzpunkt einer Harmonisierung
4.2 Konzeptionelles Verständnis einer integrierten Rechnungslegung
4.3 Performancemessung im integrierten und wertorientierten Berichtswesen am Beispiel des Lufthansa-Konzerns
4.4 Eignung der IFRS im Rahmen einer integrierten Rechnungslegung
4.4.1 Positive Aspekte eines harmonisierten Rechnungswesens
4.4.2 Eingeschränkte Eignung der IFRS für Zwecke der internen Performancemessung
4.4.3 Partielle Integration als Lösungsansatz
4.5 Fazit
Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer Rechnungslegungsumstellung von HGB auf IFRS auf das Controlling. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch diese Änderung eine engere Verzahnung von externem Rechnungswesen und Controlling entsteht und inwieweit der Controller von diesen Veränderungen betroffen ist.
2.1 Controlling als unmittelbarer Informationslieferant
Die Rechnungslegung nach IFRS ist auf die Bereitstellung von Informationen und Methoden des Controllings angewiesen. In einigen Fällen greifen sie auf das Controlling als unmittelbaren Informationslieferanten zurück. Die bereitgestellten Daten bzw. Informationen werden dann direkt und unverändert in die externe Rechnungslegung übernommen. Einige Standards der IFRS schreiben in diesem Zusammenhang den sog. Management Approach vor. Dieser besagt, dass die Berichterstattung in der externen Rechnungslegung unmittelbar Daten des Controllings bzw. internen Berichtwesens verwendet. Die IFRS selber legen dafür keine bestimmten Regeln fest, d. h. die Daten werden genau in ihrer intern ermittelten Form ins externe Rechnungswesen übertragen. Zielsetzung des Management Approach ist es, über jene Informationen an externe Adressaten zu berichten, welche auch dem Management für deren operativen Entscheidungen zur Verfügung stehen. Der externe Abschlussadressat soll dadurch praktisch die Sichtweise des Managements einnehmen können. Durch diese direkte Anknüpfung an das interne Reporting können Informationen berichtet werden, welche von dem Management selbst als die relevantesten Informationen angesehen werden. Im Folgenden wird die Anwendung des Management Approach in den IFRS im Rahmen der Segmentberichterstattung betrachtet.
Mit zunehmender Anzahl von Geschäftsfeldern bzw. mit zunehmender regionaler Ausweitung der Unternehmensaktivitäten wird eine Unternehmensbeurteilung auf Basis eines Konzernabschlusses erschwert. Die Chancen und Risiken der zukünftigen Unternehmensentwicklung und der damit verbundenen Cashflows lassen sich für die externen Adressaten nur noch eingeschränkt abschätzen. Zusätzliche Information bietet hierfür die Disaggregation der im Konzernabschluss dargestellten Informationen im Rahmen einer externen Segmentberichterstattung.
1 Internationalisierung der Rechnungslegung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Motive für eine internationale Rechnungslegung, die Einführung der IFRS in Deutschland sowie die wesentlichen Unterschiede zwischen HGB und IFRS.
2 Controlling als Informations- und Datenlieferant für die Rechnungslegung nach IFRS: Hier wird analysiert, wie das Controlling durch die IFRS-Anforderungen sowohl als unmittelbarer als auch als mittelbarer Daten- und Methodenlieferant agiert.
3 Auswirkungen einer IFRS-Umstellung auf wichtige bilanzorientierte Unternehmenskennzahlen: Anhand eines Fallbeispiels wird dargelegt, wie die Bilanzierung nach IFRS Kennzahlen beeinflusst und welche Interpretationsveränderungen für das Controlling daraus resultieren.
4 Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens: Dieses Kapitel behandelt das Konzept einer integrierten Rechnungslegung sowie die Eignung der IFRS als Grundlage für ein harmonisiertes Berichtswesen, inklusive der Chancen und Grenzen.
IFRS, HGB, Controlling, Rechnungslegung, Harmonisierung, Management Approach, Segmentberichterstattung, Unternehmenssteuerung, Fair Value, Performancemessung, Kennzahlen, Bilanzierung, Unternehmenskennzahlen, Cashflow, integriertes Reporting
Die Arbeit behandelt die Auswirkungen einer Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS auf die Aufgaben und Prozesse des Controllings in Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstellenfunktion des Controllings, der Harmonisierung von internem und externem Rechnungswesen sowie der Nutzung von IFRS-Daten für die interne Unternehmenssteuerung.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Änderung der Rechnungslegung zu einer engeren Verzahnung von externem Rechnungswesen und Controlling führt und welche Konsequenzen dies für die Arbeit von Controllern hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der systematischen Gegenüberstellung von HGB- und IFRS-Normen sowie der praktischen Illustration mittels Fallbeispielen, etwa aus dem Lufthansa-Konzern.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Informationslieferung, die Auswirkungen auf Unternehmenskennzahlen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Harmonisierung durch das Konzept der integrierten Rechnungslegung.
Wesentliche Begriffe sind IFRS, Controlling, Harmonisierung, Management Approach, Segmentberichterstattung und wertorientierte Unternehmenssteuerung.
Das Dokument betont, dass das HGB primär vom Vorsichtsprinzip und Gläubigerschutz geprägt ist, während die IFRS die Informationsfunktion für Investoren und die Fair-Value-Bewertung in den Vordergrund stellen.
Die partielle Integration wird als Mittelweg vorgeschlagen, da sie eine Übereinstimmung der Berichterstattung auf Konzernebene ermöglicht, während auf operativer Ebene weiterhin eigenständige kalkulatorische Ansätze für eine anreizkompatible Steuerung genutzt werden können.
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