Examensarbeit, 2000
80 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 EINLEITUNG
2 MEDIENERZIEHUNG UND UNTERHALTUNG FÜR KINDER
2.1 Das Medium Fernsehen
3 DIE STORY DER SIMPSONS
3.1 Die Simpsons – Inhalt und Handlung
3.2 Die Charaktere
3.3 Die Sozialkritik der Serie
4 DIE UNTERRICHTSEINHEIT
4.1 Das Vorgehen- Methodik und Didaktik
4.2 Die Schulklasse
4.3 Der Inhalt der Vorführfolgen
4.4 Die Befragung der Schüler und Auswertung des Interviews
5 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Fernsehserie "Die Simpsons" als Kultserie für Kinder fungiert und ob die hintergründige Sozialkritik der Episoden von Grundschülern verstanden und reflektiert werden kann.
3.3 Die Sozialkritik der Serie
Die Simpsons sind eine sechsköpfige Familie und werden in der Serie als Einwohner des kleinen, amerikanischen Vorstadtortes Springfield vorgestellt. Diese Stadt gibt es wirklich und sie ist seit 1837 die Hauptstadt des US Staates Illinois, einem der nördlichen Staaten des Mittleren Westens. Springfield liegt direkt am Sangamon River und es leben dort real 105 200 Einwohner.
Dem Autor ist es durch den realen Bezug Springfield gelungen, dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, dass diese Familie nicht nur in der Fernsehwelt existiert. Nein, alle ihre Schwierigkeiten und Sorgen könnten jedem passieren und sind nicht erfunden. Matt Groening lässt in die Alltagswelt der Figuren auch ein Stück seines eigenen Lebens einfliessen, benennt er doch Marge und die Tochter Maggie nach seiner eigenen Mutter. Darüber hinaus schreiben alle Simpsons mit der linken Hand, denn auch Groening ist Linkshänder.
In jeder Episode lässt der Autor die Simpsons viele Handlungen der Gesellschaft widerspiegeln und kritisiert so das menschliche Verhalten in vielen Bereichen des Lebens. Die sozialkritischen Aspekte dieser Serie lassen sich in acht Gruppen unterteilen: Familie, Erziehung, Schulpolitik, Gewaltverherrlichung, Staat, Gesellschaft, Spielzeugvermarktung und Umwelt.
1 EINLEITUNG: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Rezeption der Simpsons durch Kinder und der Absicht, theoretische Aspekte durch eine praktische Unterrichtseinheit zu ergänzen.
2 MEDIENERZIEHUNG UND UNTERHALTUNG FÜR KINDER: Erörterung der Rolle des Fernsehens als allgegenwärtiges Medium und der Notwendigkeit einer bewussten Medienpädagogik.
3 DIE STORY DER SIMPSONS: Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Charakteristika der Figuren und die grundlegenden sozialkritischen Themen der Serie.
4 DIE UNTERRICHTSEINHEIT: Beschreibung der methodischen Durchführung, der Zielgruppe und der Analyse der Schülerreaktionen auf spezifische Episoden.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass Grundschulkinder die Serie als Kultserie wahrnehmen und bei kritischen Themen durchaus Verständnis zeigen, wenn diese schülernah aufbereitet sind.
Die Simpsons, Medienerziehung, Fernsehen, Sozialkritik, Grundschule, Identifikation, Gewaltverherrlichung, Medienpädagogik, Zeichentrickserie, Matt Groening, Rezeption, Familienbild, Konsumverhalten, Springfield, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, ob die Zeichentrickserie "Die Simpsons" für Kinder geeignet ist und ob sie in der Lage sind, die darin enthaltene Sozialkritik zu verstehen.
Die Schwerpunkte liegen auf Medienerziehung, den Inhalten der Serie (Charaktere und Sozialkritik) sowie der praktischen Anwendung in einer Unterrichtseinheit.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Grundschüler die Serie interpretieren und ob sie die hintergründigen Anspielungen auf gesellschaftliche Missstände erfassen können.
Es wird ein qualitatives, argumentatives Gruppeninterview mit einer vierten Grundschulklasse durchgeführt, um durch eine Befragung zu zwei spezifischen Episoden Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Medienerziehung, der Historie und den Charakteren der Simpsons sowie der detaillierten Planung und Auswertung des Interviews.
Zentrale Begriffe sind Medienerziehung, Sozialkritik, Rezeption, Medienpädagogik, Identifikation und das Verständnis kindlicher Lernprozesse vor dem Bildschirm.
Die Schüler zeigen eine differenzierte Wahrnehmung: Sie erkennen zwar die Brutalität als komisches Element, unterscheiden jedoch klar zwischen der fiktiven, unrealistischen Welt der Comics und der Realität.
Diese Episode wird als "schülerfremd" eingestuft, da sie komplexe Themen wie Korruption, Umweltskandale und politische Intrigen behandelt, die ein höheres Abstraktionsvermögen erfordern als die schulbezogenen Episoden.
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